VWL in Heidelberg

Beiträge vom April 2007

word Tastenkombinationen

April 11, 2007 · Kommentar schreiben

Formatieren von Zeichen und Absätzen
Kopieren der Formatierung
STRG+UMSCHALT+C
Formatierung von Text kopieren.
STRG+UMSCHALT+V
Kopierte Formatierung zu Text zuweisen.
Ändern von Schriftart oder Schriftgrad
STRG+UMSCHALT+A
Ändern der Schriftart.
STRG+UMSCHALT+P
Ändern des Schriftgrades.
STRG+UMSCHALT+>
Vergrößern des Schriftgrades.
STRG+UMSCHALT+

Kategorien: Blogroll

Finanzwissenschaften Zusammenfassung Feld 2006

April 11, 2007 · Kommentar schreiben

Finanzwissenschaften Zusammenfassung

1. Grundbegriffe der Steuerlehre
• Grundbegriffe
• Steuern
• Gebühr
• Beiträge
• Steuerzwecke
• Rechtfertigung von Steuern
• Die Akteure der Besteuerung
• Eine Typologie der Steuerarten
2. Historische Entwicklung
• Frühzeit und Altertum
• Mittelalter
• Renaissance, Absolutismus und Aufklärung
• Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart
3. Einnahmen- und Steuersysteme im Vergleich
• Einnahmenarten
• Einnahmenentwicklung
• Abgabenstruktur im internationalen Vergleich
• Abgabenquoten im internationalen Vergleich
4. Kleine Tariflehre
• Mengen- und Wertsteueren
• Proportionale, pogressive und regressive Steuern
• Progressionsmaße
• Aufkommens- und Residualelastizität
• Aspekte der Haushalts- und Ehegattenbesteuerung
5. Überwälzung
• Pauschalsteuer
• Steuer auf spezielle Güter
• Einkommenssteuer
• Ausgabensteuer
• Mehrwertsteuer
• Vermögenssteuer
• Erbschaft- und Schenkungssteuer
• Allgemeine Gleichgewichtsbetrachtung
6. Grundlagen für die Beurteilung steuerlicher Verzerrung
• Das Pareto Optimum
i. Die Marginalbedingungen
ii. Intertemporale Allokation
• Normative Besteuerungsgrundsätze
i. Traditionelle Steuerprinzipien
1. das Äquivalenzprinzip
2. das Leistungsfähigkeitsprinzip
3. Konzepte der Opfergleichheit

 • Theorie der optimalen Besteuerung
o Idee des „second best“
o Optimale Verbrauchssteuern: Ramsey Regel
o Optimale Einkommenssteuern
o Einkommens- vs. Ausgabenbesteuerung
 • Besteuerung juristischer Personen
o Steuern auf Investitionen
o Steuern und Finanzierung
o Steuern und Ersparnisbildung
o Politisch ökonomische Besteuerung
o Leviathan Theorie der Besteuerung
o Die Theorie der demokratischen Besteuerung
o Die Theorie der evolutorischen Besteuerung
• Steuerreformen
o Die Steuerreform 2000 und ihre Ausläufer
o Das Karlsruher Modell – Kirchhof
o Das Heidelberger Modell – Rose

7. Probleme der internationalen Besteuerung
Grundzüge des internationalen Steuerrechts
• Effiziente internationale Besteuerung
• Weltwirtschaftliche Effizienz
• Strategische internationale Steuerpolitik
• Die europäische Mehrwertsteuer
• Internationale Unternehmensbesteuerung
• Zusammenfassung
8. Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Entwicklung der Schattenwirtschaft in OECD Ländern
• Bestimmungsfaktoren der Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Funktion von Strafen und Kontrollen
• Hilfe durch Steuerreformen
• Steuermoral als Residualerklärung
• Bestimmungsfaktoren der Steuermoral

Kapitel 1: Grundbegriffe der Steuerlehre

• Grundbegriffe

Definition Steuern
- Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlichen- rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft
- Die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein
Definition Gebühren:
- Gebühren werden bei Inanspruchnahme einer besonderen Leistung erhoben
- Es gilt das Ausschlussprinzip: Wer nicht zahlt erhält auch keine Leistung
- Ähneln Marktpreisen
- Ist nur bei solchen Gütern anwendbar, bei denen sich ein individueller Nutzen zurechnen lässt
Beiträge
- stehen in der Mitte zwischen den marktnahen Gebühren und den marktfernen Steuern
- Beiträge sind prinzipiell, wie auch Gebühren, Entgelt für besondere Leistung
- Können nicht individuell sondern nur Gruppenbezogen zugerechnet werden
- Clubgüter!!!
Sonderabgaben
- mit Finanzierungszweck
- mit Lenkungszweck
- Gebühren und Beiträge können verdeckten Steueranteil enthalten
- Steuern, die nach dem Gegenstand benannt sind, schreibt man ohne Fugen s (Einkommensteuer)
• Steuerzwecke
- Steuern zur Erzielung von Staatseinnahmen?!
• Rechtfertigung von Steuern
• Die Akteure der Besteuerung
• Eine Typologie der Steuerarten

Jens:
Kapitel 1 – Grundbegriffe der Steuerlehre

§ 1 Steuern

Steuern

1. Steuern sind Geldleistungen (keine Sachleistungen)
2. Steuern stellen nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung dar
3. Steuern werden hoheitlich auferlegt
4. Der Ertrag muss einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zufließen
5. Steuern werden aufgrund eines Gesetzes erhoben, und zwar zur Erzielung von Einnahmen, diese kann allerdings Nebenzweck sein

• Eigenschaft der Steuer ist Zwang und Mangel einer Gegenleistung
• Die Steuerzahler dürfen insgesamt hoffen etwas für ihre Zahlung zurückzubekommen, der Einzelne hingegen nicht.

Gebühren

1. Werden bei Inanspruchnahme einer besonderen Leistung erhoben
2. Nur bei Gütern anwendbar, deren Nutzen sich individuell zurechnen lässt und für die das Ausschlussprinzip gilt

Beiträge

1. Entgelt für eine besondere Leistung, die allerdings nicht individuell, sondern nur gruppenbezogen zugerechnet werden kann oder soll.
2. Eine Beitragspflicht entsteht nicht durch die tatsächliche Inanspruchnahme der Leistung, sondern durch die Möglichkeit der Inanspruchnahme.
3. Auf Ebene der Gruppe gilt das Ausschlussprinzip, deshalb nennt man durch Beiträge finanzierte Leistungen auch Clubgüter.

• Steuern werden nach dem Grundsatz der Gesamtdeckung in den allgemeinen Staatshaushalt eingestellt. Sie stehen zur Finanzierung aller öffentlichen Ausgaben zur Verfügung.
• Gebühren und Beiträge fließen in einen Parafiskus, aus dem ausschließlich die betreffende Aufgabe finanziert wird. Ihre Verwendung ist zweckgebunden.
• Steuern werden gemeinnützig, Gebühren privatnützig und Beiträge gruppennützig verwendet.

Sonderabgaben

1. Werden nur von einem begrenzten Kreis Abgabenpflichtiger erhoben.
2. Ihr Aufkommen fließt nicht in den allgemeinen Haushalt sondern wird einem Sonderfond zugeführt.
3. Sie stehen außerhalb der Finanzverfassung

§ 2 Steuerzwecke

1. Fiskalzweck = Erzielung von Einnahmen
2. Lenkungszweck = Ein bestimmtes Verhalten des Besteuerten soll erreicht oder verhindert werden. Es besteht ein Zielkonflikt zwischen Fiskal- und Lenkungszweck. Eine optimale, statt eine maximale Zweckerfüllung soll erreicht werden.
3. Umverteilungszweck
a) nach liberalem Verständnis – Grundsatz der Lastenausteilung
- die Bürger sollen zur Finanzierung der gemeinschaftlichen Aufgaben nicht pro Kopf den gleichen Betrag zahlen sondern nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

b) nach egalitaristischer Auffassung
- Grundproblem ist die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, die es zu beseitigen gilt. Der Umverteilungszweck ist auf eine Nivellierung der Einkommens- und Vermögensunterschiede gerichtet.

§ 3 Rechtfertigung von Steuern

Begründung zur Rechtfertigung von Steuern:

Äquivalenzprinzip
Die Besteuerung ist gerechtfertigt, wenn sie keinen endgültigen Nutzenverlust für die Gesamtheit der Bürger bedeutet, sondern eine Leistung für entsprechende Gegenleistungen darstellt.

Leistungsfähigkeitsprinzip
Eignet sich nicht zur Rechtfertigung der Besteuerung überhaupt sondern nur zur Rechtfertigung bestimmter Einzelsteuern.

Voraussetzung:
Das Äquivalenzprinzip muss gelten und es muss Einigkeit über den Maßstab für Leistungsfähigkeit bestehen. Bsp. Einkommen oder Vermögen
Personen mit gleichem Einkommen zahlen den gleichen Steuerbetrag (horizontale) Steuergerechtigkeit oder synonym Grundsatz gleichmäßiger Besteuerung.
Personen mit höherem Einkommen sollen stärker besteuert werden als die mit weniger Einkommen (vertikale) Steuergerechtigkeit.

§ 4 Die Akteure der Besteuerung

Steuerpflichtige (Zensit) und Steuerberechtigte (Obrigkeit) sind Beteiligte des Steuerrechtverhältnisses, das ihre Rechte und Pflichten umfassend regelt. Das Steuerrechtsverhältnis besteht aus Verfahrensvorschriften sowie dem eigentlichen Steuerschuldverhältnis.

Wer für eine Steuer schuldet heißt Steuerschuldner
Wer für eine Steuer haftet heißt Haftungsschuldner
Wer eine Steuer abzuführen hat heißt Steuerentrichtungspflichtiger oder Steuerzahler

Steuerträger = Person auf der die Steuerlast schließlich ruht
Steuerdestinatar = der vom Gesetzgeber vorgesehene Steuerträger

• Steuerträger und Steuerdestinatar sind nicht unbedingt Steuerpflichtiger.
Es ist gut möglich, dass sie keinen Umgang mit den Finanzbehörden haben.

• Der Steuerdestinatar stimmt oft mit dem Steuerträger überein aber das muss nicht so sein, weil der Gesetzgeber die komplizierten Überwälzungsvorgänge nicht vollständig übersehen kann.

• Wichtigste Figur ist der Steuerträger, er wird durch die Steuer belastet und er sinnt nach Ausweichmöglichkeiten.

§ 5 Eine Typologie der Steuerarten

Direkte Steuern knüpfen unmittelbar an Indikatoren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit an, vor allem an Einkommen und Vermögen; man nennt sie deshalb auch Besitzsteuern. Direkte Steuern könne auf persönliche Merkmale des Steuerpflichtigen Rücksicht nehmen. Es besteht eine Identität zwischen Steuerschuldner und Steuerdestinatar.

Dagegen erfassen indirekte Steuern wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Umwegen, indem sie eine Einkommensverwendung oder einen Vermögensverkehr belasten. Eine indirekte Steuer wird nicht vom Steuerdestinatar geschuldet, sondern von einem Dritten; Steuerschuldner und Steuerdestinatar sind verschiedene Personen.

Subjektsteuern oder Personensteuern knüpfen an die Leistungsfähigkeit natürlicher Personen an, also an persönliche Leistungsfähigkeit. Belastet werden Haushalte (Haushaltssteuer) oder Einzelpersonen (Individualsteuer).
Bsp. Einkommensteuer, Vermögensteuer

Objektsteuern stehen im Zusammenhang sachlicher Leistungsfähigkeit, wobei die Sache ein Betrieb, Grundstück oder eine juristische Person sein kann.
Bsp. Grundsteuer, Gewerbesteuer; man nennt sie auch Realsteuern

Verbrauchsteuern werden im Zusammenhang mit einer Wertschöpfung erhoben, nicht aufgrund eines bloßen Rechtsaktes oder Realaktes. Keine Verbrauchsteuer ohne Wertschöpfung. Bsp. Umsatzsteuer

Verkehrsteuer belasten hingegen Rechtsakte (Kaufvertrag) oder Realakte (Besitzwechsel, Überschreitung einer Staatsgrenze), mit denen nicht notwendig eine Wertschöpfung einhergeht. Bei mehrfacher Erfüllung des Steuertatbestands tritt eine mehrfache Steuerbelastung auf = (Kumulationseffekt oder Lawinenwirkung)

Kaptitel 2: Historische Entwicklung
• Frühzeit und Altertum
• Mittelalter
• Renaissance, Absolutismus und Aufklärung
• Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart

Kapitel 3: Einnahmen- und Steuersysteme im Vergleich
• Einnahmenarten
• Einnahmenentwicklung
• Abgabenstruktur im internationalen Vergleich
• Abgabenquoten im internationalen Vergleich

Kaptitel 4: Kleine Tariflehre
• Mengen- und Wertsteueren
• Proportionale, progressive und regressive Steuern
• Progressionsmaße
• Aufkommens- und Residualelastizität
• Aspekte der Haushalts- und Ehegattenbesteuerung
Kapitel 5: Überwälzung
• Überwälzung einer Pauschalsteuer
• Steuer auf spezielle Güter
• EK vs Ausgabensteuer
• Mehrwertsteuer
• Vermögenssteuer
• Erbschafts- und Schenkungssteuer
• Inzidenz im allgemeinen Gleichgewicht

• Definition: Überwälzung ist die Frage danach, wer die Steuer tatsächlich trägt
 der Steuerträger versucht der Steuer auszuweichen, bzw. trägt die ZL

- Frage nach der Steuerinzidenz
o Messung der Verteilung der Wohlfahrtseinbußen
o Wichtig im Zusammenhang mit Verteilungsfragen

- Kern der Lehre:
o Unterscheidung zw. Formeller und informeller Inzidenz
 Formell: Geld, das an das Finanzamt abgeführt wird
 Informell: Wohlstandseinbußen
- Unterschiede, weil Überwälzungsvorgänge stattfinden , weil die Besteuerung Verzerrungen auslöst
- Überwälzung erfolgt indem der formell Steuerpflichtige einen Teil der Stueer durch Verhaltensänderungen weitergibt
Bei Pauschalsteuer
Def: fester Geldbetrag, den er nicht durch Verhaltensänderungen vermeiden kann..
Sehr gut, aber nicht durchsetzbar
-Überwälzung zb. Durch Preiserhöhung, Lohnsenkung
- Wenn keine freiwilligen Transfers + keine Marktmacht existieren gibt es keine Möglichkeit

Grafik:
- Preis fällt, nachfrage geht zurück  s.10
- Pauschalsteuer ist keine neutrale Steuer
- durch Einführung verschiebt sich die Nachfragekurve
- Anbieter tragen einen Teil der Überwälzung

- Canardsche Diffusionstheorie
o Die Steuerlast verteilt sich wie Flüssigleit in einem Rohrsystem
- Sie vollzieht isch durch Änderungen freiwilliger Transfers oder über Preiserhöhung

Bei Steuer auf spezielle Güter

- Reaktionen auf anderen Märkten werden vernachlässigt
- Betrachtung von Nahwirkungen , nicht von Fernwirkungen

 Annahme: Wettbewerbsmarkt
 Einführung einer Mengensteuer
- q=p+t
- Verhaltenshypothese
o Die Nachfrager orientieren ihre Entscheidungen am Nettopreis p
o Anbieter verringern die Nachfrage, Nachfrager sehen es als Verteuerung des Angebots
Grafik: Mengensteuer aus Sicht der Anbieter
- Nachfrager verringern die Nettopreise p=q-t
- Bruttopreis bleibt gleich
- NF verschiebt sich parallel nach unten, p sinkt, aber Preisänderung kleiner Steuerbetrag
Grafik: Mengensteuer aus Sicht der Nachfrager
- Erhöhung des Bruttopreises q auf q1^
- Nahchfrage u dadurch Menge gehen zurück
- Q steigt, bleibt aber kleiner Steuer
Zwischenresumee
- Die Nachfrager zahlen Delta Q höhere Bruttopreise
- Die Anbieter erzielen um Delta p verringerte Nettopreise
- Beide Marktseiten tragen einen Teil der Steuer
- Die Summe der absoluten Preisänderungen entspricht dem Steuerbetrag
o Den Teil , den jede Marktseite trägt muss aber nicht die Hälfte sein
 Kommt auf die Steigungen an..
 Exakter Anteil an der Steuerlast: Lastverteilungsmaß
• Buch S.98
 Für die Lastverteilung kann man auch Elastizitäten nehmen…Epsilon und eta
 Die Angebotselastizität Epsilon zeigt an, um wie viel Prozent das Güterangebot zunimmt, wenn der Nettopreis um 1% steigt
 Nachfrageel. Eta zeigt an, um wie viel die Nachfrage sinkt, wenn der Bruttopreis um ein % steigt
 Keine Reaktion auf Preisänderungen: vollkommen unelastisch
 Umgekehrt : vollkommen elastisch
 Weitere Erklärungen siehe Script S.23-30
o Allgemeine Regel zur Lastverteilung:
 Der von einer Seite zu tragende Steueranteil ist um so größer, je unelastischer diese Markseite im Vergleich zur anderen Marktseite reagiert
 Die Lastverteilung ist nur abhängig von den relativen Elasitzitäten

Weinsteuer:
o Annahme: Steuer auf Rotwein
o RW und Weißwein sind enge Substitute
 Rotweinnachfrage reagiert elastisch
 Steuerlast wird stärker von den Rotweinwinzern als von d Nachfragern getragen, die diese zu Weißwein wechseln können
 Langfristig: Steueraufkommen=0
 Lastverteilung hängt von der Abgrenzung der Steuerbemessungsgrundlage ab
 Angebot und Nachfrage reagieren umso elastischer, je enger die Steuerbemessungsgrundlage gewählt ist, weil zusätzliche Ausweichmöglichkeiten
 Verhältnis der Elastizitäten ist ausschlaggebend
 Steuer mit geringer Bemessungsgrundlage haben tendenziell geringes Aufkommen
  Entweder Luxussteuern sind keine Luxussteuern (bier, tee)oder aber sie sind wirklich Luxussteuern und dann bringen sie nix (Lasalle 1873)

Bodensteuer
- Mengesteuer mit Bemess. Grundlage m²
- Bodenangebot unelastisch
- Boden kann sich nicht davonstehlen
- Inzidenz der Bodensteuer allein beim Grundeigentümer
- Bodensteuer wirkt wie eine dem Grundeigentümer auferlegte Pauschalsteuer
- Verkauf bringt nix
- Erwirtschaften die Bodennachfrager unterschiedliche Reinerträge, so wird der Bodenwer durch den höchsten der so beschriebenen Barwerte bestimmt
- Bodensteuer von Betrag t pro m² wird vom jeweiligen Eigentümer entrichtet u geht in die Berechnung der Barwerte ein
- Der vom Eigentümer erzielbare Verkaufspreis verringert sich um den Barwert der Steuerzahlungen
- Steuer wird vom Eigentümer getragen, weil die Nachfrager sie bei der Berechnung des Gebotes berücksichtigen
- Barwert der Steuerzahlungen entspricht auch der Kaupreisminderung
-  Bodensteuer scheint ideal zu sein
- Aber: nur geringes Aufkommen, wenn die Eigentumsordnung nicht außer Kraft gesetzt wird

Gebäudesteuer
- Wertsteuer
- Grundsteuer als kombinierte Boden u Gebäudesteuer
- Gebäudesteuer wird anders überwälzt
- Annahme: Bauherren verlangen eine Mindestverzinsung des in den Bau inverstiereten Kapitals
- Interner Zinsfuß > festverzinslicher Wertpapiere
o Sobald die Rendite für Neubauten den geforderten Mindestwert unterschreitet wählen Anbieter andere Anlageformen
o Vollständige Überwälzung auf die Nachfrager
- Eine unerwartete Einführung einer Gebäudesteuer wird hingegen allein von Eigentümern getragen, weil das Angebot unelastisch ist..
- Inzidenz der Gebäudesteuer
o Kurzfr.: Anbieter alleine
o Langfri.: Nachfrager alleine
- Lastverteilung hängt von der Länge des betrachteten zeitraumes ab.
- Bei administrativen Preisen auf dem Mietwohnungsmarkt entsteht ein Nachfrageüberschuss
- (Warmmiete) Gebäudesteuer wird dann kurzfr von Mieter getragen

Grundsteuer:
- kombinierte Boden und Gebäudesteuer
- selbst bei freier Preisbildung nicht eindeutig
- Abhängig vom Anteil des Bodenwertes am Gesamt wert der Immobilie
- Faustregel: Grundstückswert beträgt 25% des Gesamtwertes

• Einkommenssteuer versus Ausgabensteuer

Die Einkommenssteuer soll das am Markt erwirtschaftetet Einkommen belasten
VWl Gesamtrechnung
- Summe der Bruttowertschöpfungen = BIP
- Summe der inländischen EK= NIP = Volkseinkommen
- Die Nettowerttschöpfung wird als Einkommen an die Produktionsfaktoren ausgescüttet
o Nettowertschöpfung = einkommen
 Kapitaleinkommen, ArbeitsEK, BodenEK

Markteinkommen und Einkommensarten:
 Produktionswert – Vorleistungen = Bruttowertschöpfung

- Arbeitseinkommen
- Kapitaleinkommen
- Bodeneinkommen
- Reingewinne
- Abschreibungen

Arbeitseinkommenssteuer:
- hängt von Reallohn w ab
- prop. A.EKsteuer = w(1-t)
- Arbeitgeber orientieren sich am Bruttolohn w
- Steuer schiebt einen Keil zwischen Angebot und Nachfrage

 die Überwälzung hängt von Elastizität des Arbeitsangebotes u des –Nachfrage ab
 empirisch unelastisch= trotz massiver Reallohnsteigerungen ist die Arbeitszeit gleich geblieben
 Dominanz des EK Effektes, trotz sinkender ArbeitsEK wird Arbeitsangebot nicht reduziert um Lebensunterhalt zu sichern
Steile Angebotskurve
Arbeitnehmer tragen normalerweise die Steuerlast, Ausnahme Stars oder Manager, die mobil sind FC Bayern als Verein wechelst ja nicht ins Ausland
Bei zunehmender Immobilität nähert sich Inzidenz des ArbeitsEK dem der Bodensteuer an
Unternehmen tragen aber dann auch, da sie Überleben und Fortpflanzung sichern müssen

 es kommt immer auf die Elastizität an

• Kapitaleinkommenssteuer

- in einer geschlossenen VW
o Kapitalstock K
o Bruttozins r
o Jährliches Kapitaleinkommen = r*K
o Kurzfr einführte Kapitalsteuer wird kurzfr auch nur vom Kapitalgeber getragen
o Langfristig: empirisch: elastische Kapitalnachfrage, unelastisches Angebot
o Offene VW: interessant
 R*= vom intern. Kapitalmarkt bestimmter Weltmarktzins
 Kleine VW , groß nur USA
 Wenn Anleger im Inland investieren sollen muss der Nettozins r-t=r* sein
 r= inländischer BVruttozins
 t= Steuerbetrag pro Kapitaleinheit
 Abitragefreies Kapitalgleichgewicht r-t=r* oder r=r*+t
 Kapitaleigentümer weichen der Steuer voll aus

 Kapital-EKsteuer wird in einer kleinen VW voll von der immobileren Produktionsfaktoren getragen, obwohl sie keine Steuern zahlen wird vollständig auf die Lohnkosten Quergewälzt  insbesondere von unqualifizierten Arbeitskräften
- anstatt Senkung der Löhne kann dann aber auch Arbeitslosigkeit auftreten
- Reagiert von 2 Faktoren einer elastisch und der andere unelastisch, soträgt letzter jedwede Steuer“!!!!!
Bodeneinkommen- und Reingewinnsteuer

- BodenEK siehe spezielle Gütersteuer
- Reingewinnsteuern stehen im Zusammenhang mit Renten
- Das Faktorangebot ändert sich aufgrund der Besteuerung nicht
Fernwirkung über EK-effekte
Bodeneinkommen = Bodenertrag –Schuldzinsen
Reingewinne= EK-Unternehmerlohn- EKFinanzierung-Risikoprämie

Ausgabensteuer
- wird auch als Konsumsteuer bezeichnet
- persönliche Ausgabensteuer oder expenditure tax
- belastet formell den Konsum – consumption tax
- Unterschied zur indirekten Mehrwertsteuer
- Buch s. 121#
- Sparbereinigte EK Steuer
- Steuerschuld nicht bei EK Entstehung sondern bei EK verwendung
- Ohne Erbschaft u bei Zins=0 stimmen EKsteuer und Ausgabensteuer überein, weil ein Steuerpflichtiger irgendwann sein EK konsumiert
- Wenn positivem Zinssatz erhebliche Unterschiede
- Diskontierung auf heute, mit Perioden , Zins, Lebensjahren Erbschaft usw, Anfangsausstattung  periodische Budgetrestriktion für jedes Jahr s.67 Script
- Intertemporale Allokation!
- Linke Seite: Ausgaben, rechte Seite Einnahmen
- Kaptialeinkommen ist keine eigenständige EKquelle mehr
- Kapitaleinkommen tritt bei vollkommenen Kap keine Zinsen mehr da sind

- Die Ausgabensteuer ist eine Einkommensteuer bei der das Kapitaleinkommen
- Ausgabensteuer als Steuer auf Arbeitseinkommen, Bodeneinkommen und Reingewinne sowie Erbschaftssaldo
- Die Ausgabensteuer belastet nur den Anfangskapitalbestand, während die EK Steuer auch auf gegenwärtige u zukünftige KaptialEK erhoben wird
- In einer wachsenden VW zunehmenden Kapitalbestand ist d Bemess. Der EK steuer breiter , weil der Barwert d KapEK größer ist als der Wert des Anfangsbestandes
- Die EKsteuer hat ein höheres Aufkommen!!!
- S73-79
- Übergang von EK zu Ausgabensteuer schwierig da dann teile des EK schon besteuert wurden…
-

Mehrwertsteuer

- komplizierter als die EKsteuer
- 3 Arten
o Mwst vom Bruttowertschöpfungstyp
 Belastung der U
 VL enthalten auch Steuer
 Die auf Kapitalgüter enthaltende Vorsteuer kann NICHT geltend gemacht werden
o Mwst vom EKtyp
 Belastung des im gesamten U erwirtschafteten EK
 Abschreibungen sind steuerfrei
 Jährliche Verrechnung der Vorsteuer
 Lineare Abschreibung
o Mwst vom Konsumtyp
 Freistellung des erwirt. KapitalEK
 Belastung alles sonstigen EK
 U. kann Vorsteuer direkt abziehen u nicht erst durch Abschreibungen
  in EU alle vom Konsumtyp
 Sofortiger Abzug des gesamten Betrages

- Vorsteuerbelastung zur Vermeidung einer Mehrfachbelastung
- Alternative einer Mehrfachbelastung: Vorumsatzabzug,, gleich bei gleichem Steuersatz mit MWst
- Invoice credit method
- Mwst als durchlaufender Posten, wenn Verkaufs- gleich Einkaufpreis
- Wenn wegen der Steuer die Nachfrager ihren Kosum einschränken erfolgt Rückwälzung auf Unternehmen
- Vorwälzung, wenn Bruttopreise steigen
- Kapitaleinkommen werden in keinem Fall belastet
 Die Mwst. ist eine Bruttowertsteuer auf Arbeitseinkommen, Bodeneinkommen, Reingewinne und Erbschaftssalden
- Kapitaleinkommen werden nicht belastet
- Entspricht damit im Prinzip der Ausgabensteuer
- Unterschied direkte vs indirekte Steuer
- Mwst.: Keine Rücksicht auf persönliche Verhältnisse
- Ausgabensteuer: Persönliche Verhältnisse bedeutsam

 Satzdifferenzierung
- ermäßigter Satz auf Grundnahrungsmittel
- Herausnahme bestimmter Güter
- Unechte oder echte Befreiung
o Unechte: Mwst wird nicht erhoben, aber
o Echte Befreiung: Endprodukt teilbelastet, weil die im Vorumsatz enthaltende Mwst nicth erstattet wird
o Verkomplizierung der Erhebung
o Gottfried 1988: 63% Mwst auf Konsum, 21% auf Zwischenprodukte, 16% auf Investitionsgüter
- Wirt. Besteht grundlegende Identität vom EK und Vermögen
- S.86 Script

• Vermögenssteuer

- Wirtschaftlich besteht eine grundlegende Identität von EK und Vermögen
o Vermögen als diskontiertes EK
o Jedes Vermögen lässt sich in gleichwertiges EK zumrechnen
o Unterschiede
 EK belastet ist EK
 V Steuer belastet Soll EK
 Steuerpflichtige mit höherem Vermögen erzielen höhere Renditen
 Eine proportionale V Steuer ist damit in vertikaler Hinsicht regressiv
• Dh Arme werden benachteiligt…
- Bewertung:
o Aus Sicht des Leistungsfähigkeitsprinzips ist eine am Solleinkommen anknüfende Vermögenssteuer einer am Isteinkommen anknüpfenden EK Steuer unterlegen
o Keine Belastung des Humankapitals
o Überwälzung wie bei Steuern auf Kapitaleinkommen, Bodeneinkommen, Reingewinne

• Erbschaft- und Schenkungssteuer

- Belastung des Vermögensverkehrs
- Bemessungsgrundlage
o Nachlasssteuer nach sterben
o Erbanfallsteuer
- Bei progressivem Erbschaftssteuertarif zahlt der einzelne Erbe proi ererbtem Euro um so mehr Nachlasssteuer, je größer die Zahl der Miterben (Abhängig von der Erbmasse)
- Erbanfallsteuer vermeidet einen progressionsbedingten Seiteneffekt
- Erbanfallsteuer könnte auch als Einbeziehung von Erbschaften in die Bemessungsgrundlage der EKsteuer erfolgen
- Schenkungssteuer als Folgesteuer der Erbschaftssteuer
- Die Erbschaftssteuer wird allein von den Erben getragen
- Bei altruistischen Motiven wird der Erblasser teils belastet und daher sowohl Nachlass als auch Konsum nach Veränderung der Erbschaftssteuer verringern
- Bei Vererbung aus egoistischen Motiven muss Erblasser einen höheren Betrag einsetzen und trägt damit einen Teil der Steuer (zb. Versorgung im Alter)

• Allgemeine Gleichgewichtsbetrachtung

- Bisher keine Betrachtung auf welche Märkte das besteuerte Faktorangebot abwandert und welche Effekte die Wanderung auslöst
- Allg GG im Harberger Modell
- 2Branchen, 2 Prod faktoren, 2 Rechtsnormen
- Geschlossene VW, vollkommener Wettbewerb, Vollbeschäftigung, konstantes Faktorangebot
- 2 Güter: Autos und Möbel
- Steuer auf Autos u Möbel zum gleichen Satz entspricht hier einer allg. Konsumsteuer
o Gleiche Inzidenz für alle Faktoren
- Steuer auf Arbeit u Kapital in beiden Sektoren gleich
- Zb. Selektive Gütersteuer auf Autos
o Relative Verteuerung von Autos gegenüber Möbeln
o Stärkerer Effekt hängt von Preiselastizität der Nachfrage nach Autos ab
o S97-98 Script
o Selektive Faktorsteuer in einem Sektor: der entsprechende Faktor trägt die Steuerlast
o Wirkungen wie bei einer selektiben Gütersteuer
o Gesamtergebnis je nachdem welcher Effekt überwiegt und ob arbeits oder kapitalintensiv produziert wird können sich Effeke verstärken, auslösen oder NAchfrageänderungen u substitutionseffekte nach sich ziehen

Überwälzbarkeit hängt von den Ausweichmöglichkeiten ab
Derjenige trägt die Steuerlast, der weniger elastisch reagiert
Steuern auf Ausgaben, Einkommen und Vermögen haben weitgehend die gleichen Belastungswirkungen
Unterschiede in der Behandlung des Kapitalseinkommens

Grundlagen für die Beurteilung steuerlicher Verzerrung

• Das Pareto Optimum

Pareto Kriterium as weit akzeptiertes Werturteil für die Beurteilung von Politikmaßnahmen

 Eine Allokation wird nicht geändert, wenn durch sie niemand besser gestellt wird, ohne dass jemand anderes schlechter gestellt wird..
Kein interpersoneller Nutzenvergleich
Verteilung bleibt unberücksichtigt
Nutzen hängt nur vom eigenen Konsumniveau ab.
Marginalbedingungen im Pareto Optimum: Bewegt man sich an einem gegebenen Berg nach unten oder oben
X = Konsumgüter
Y = Produktionsfaktoren
I, II Indizes für HH u Betriebe
Px u py Preise
U Nutzen
K Kosten

Bei HH

- GRS der beiden HH muss gleich sein u gleich der umgekehrten Preisrelation
- Optimaler tausch
- freiwilliger Taiusch stellt niemanden schlechter, u mindestens einen besser , da ansonsten nicht freilwillig getauscht worden wäre
- es gibt Verbesserungsmöglichkeiten für mindestens ein HH, wenn diese Marginalbedingung nicht erfüllt ist
• Ordungsbedingungen
o Privateigentum, Tauschfreiheit
• Marktwirtschaftliche Prüfkriterien
• Bsp für eine Störung: Umsatzsteuer
Bei Firmen
Theorem der komparativen Kostenvorteile
o Das Verhältnis der Grenzkosten 2er Güter muss bei allen Produzenten gleich sein
o Alternativ:
 GRT=p2/p1
 GRT = BG bzw. Kostenfunktion Tangentialpunkt ist optimal
 Nicht optimal: Punkt unter der Trafo
 Es könnten von einem gut dann mehr produziert werden, ohne vom anderen weniger…
 Tangentialpunkt 2er Trafos
 Interpretation dieser Bedingung
• Konkavität der Trafos
o Dh. nur max u Ausgleich der GRT ist max möglich
o
Optimale Produktions-Struktur 1

• Ordnungsbedingungen:
o Privateigentum
o Gewerbefreiheit
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht bzgl. der Produktionsmittel
• Marktwirtschaftlicher Prüfstein
o Müssen alle produzierenden Wi.Subjekte an denselben Erzeugerpreisen ausrichten?
o Bsp. für eine Störung: Schutzzölle
o Branchenspezifische Marginalbedingung
 GRT eines Produktionsfaktor muss bei allen Betrieben gleich sein
 Wert des Grenzprodukts muss gleich dem Faktorpreis sein (alternativ)
 Intuition:
• Grenzprodukte der Prod.faktoren sinken mut zunehmendem Faktoreinsatz , müssen zur Max ausgeglichen werden
Optimale Produktions-Struktur 2

• Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
• Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
o Bsp für Störung: Betriebswirtschaftliche Subvention
Optimales Faktoreinkommen
- Die GRTS zweier Prod.faktoren muss in allen Betrieben gleich sein und gleich der umgekehrten Preisrelation sein
o Falls die Bed nicht erfüllt ist, kann durch neu Kombination von Arbeit u Kapital die Produktion erhöht werden
o Da der reltiv preiswertere Faktor in zu geringem ausmaß eingesetzt wird
o EWbox!
o
Optimale Produktions-Struktur 3

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
- Bsp für Störung: Betriebswirtschaftliche Subvention
s. 23/24 sind irgendwie gleich mit denen vorher
- das verhältnis der physischen Grenzprodukte 2er Produktionsfaktoren muss in allen Betrieben gleich sein, die diese Faktoren einsetzen u es muss gleich dem Faktorpreisverhältnis sein
- Optimales Faktoreinkommen
o Die GRTS zweier Prod.faktoren muss in allen Betrieben gleich sein und gleich der umgekehrten Preisrelation sein
o Del x/del y1 p1
o —————- = —–
o Del x/dely2 p2 !!!!!!!!!!!!!das ist richtig der saz stimmt nur,wenn man es anders schreibt bzw nach dem ableiten umschreibt
o Falls die Bed nicht erfüllt ist, kann durch neu Kombination von Arbeit u Kapital die Produktion erhöht werden
o Da der reltiv preiswertere Faktor in zu geringem ausmaß eingesetzt wird
o EWbox!
Optimale Produktions-Struktur 4

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
o
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
- Bsp.: für Störung
 Lohnsteuer oder Zinssteuer
 Unvollkommener Wettbewerb
 Gleicher Monopolgrad
- Optimale Produktionsstruktur
 GRS=GRT=p1/p2
o Wenn der soziale Wert der Verwendung eines Faktors in der Produktionssphäre höher ist als der marginale Vorteil der Verwendung außerhalb der Produktionsspähre, dann ist diese Bedingung verletzt
o Freizeit ist weniger wert als Arbeit

- Wichtige Implikationen dieser Bedingung
o gesell. Indifferenzkurve tangieren die Trafo
o relative Grenzkosten der produzierenden Güter entsprechen ihren relativen Grenznutzen
o Koordination indiv. Entscheidungen hängt von der Eindeutigkeit und der Unverzerrtheit der Preise ab
o ..die durch Steuern, Zölle usw bedroht sind..ö

Optimale Produktions-Struktur5

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Konsum und Produktionsgütern
o Gewerbefreiheit
o Freie Konsumwahl
o
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Konsumenten und Produzenten an denselben Preisrelationen ausrichten?
Bsp.: für Störung:
- Spezifische Verbrauchssteuern. Mwst?
- Optimales Faktorangebot:
o Der marginale Vorteil der Nichtverwendung eines Produktionsfaktors muss gleich dem sozialen Wert seine Grenzproduktes sein
o Das grenzleid der Arbeit bzw. der Grenznutzen der Freizeit muss gleich dem Grenznutzen des Gutes sein, das mit dieser Arbeit produziert wird
o Y ist der Eigenverbrauch des Produktionsfaktors, zb. Der Arbeitszeit
o Py ist dann der Lohn
 Intuition:
• Opp Kosten berücksichtigen
 Implikationen
• Faktorangebot muss sich unter der Berücksichtigung der relativen Grenznutzen frei an die Prod.fkt anpassen können
• Entlohnung muss der Grenzproduktivität entsprechen, dann führen dezentrale Entscheidungen zu einem effizienten Faktorangebot
- Ordnungsbedingungen
o
- Marktwirt Prüfstein
Bsp.: für Störung:
o

• Die Marginalbedingungen
• Intertemporale Allokation
• Normative Besteuerungsgrundsätze
i. Traditionelle Steuerprinzipien
1. das Äquivalenzprinzip
2. das Leistungsfähigkeitsprinzip
3. Konzepte der Opfergleichheit

Theorie der optimalen Besteuerung
• Idee des „second best“
• Optimale Verbrauchssteuern: Ramsey Regel
• Optimale Einkommenssteuern
• Einkommens- vs. Ausgabenbesteuerung
 • Besteuerung juristischer Personen
• Steuern auf Investitionen
• Steuern und Finanzierung
• Steuern und Ersparnisbildung
 •Politisch ökonomische Besteuerung
• Leviathan Theorie der Besteuerung
• Die Theorie der demokratischen Besteuerung
• Die Theorie der evolutorischen Besteuerung
 Steuerreformen
o Die Steuerreform 2000 und ihre Ausläufer
o Das Karlsruher Modell – Kirchhof
o Das Heidelberger Modell – Rose

Effektive Besteuerung
Ab seite 141

Überwälzung = positive Theorie

Effektive Besteuerung = normative Theorie der Steuereffizienz

Normativ = wertende Theorie
 Beurteilung von Steuerwirkungen…

Grundlage:
Wünsche, Neigungen, Abneigungen der Zensiten

 Welche Schattenseiten die Besteuerung aus Sicht des Zensiten selbst hat

Steuern mit identischen Aufkommen haben in der Regel unterschiedliche Schäden zur Folge

Zusatzlast
 Jede Steuer schädigt Bürger in einem Ausmaß, das über die eigentliche Zahllast hinausgeht
ZL wird in steuerpolitischen Debatten oft ignoriert

1.) Die ZL einer Besteuerung

• Erhebungs- und Entrichtungskosten einer Steuer
• auch DWL. Oder Excess Burden
• die über die Zahllast hinausgehende Wohlfahrtseinbuße, die selbst bei Erhebungs- und Entrichtungskostenfreien Steuern auftritt
• Die Erfassung der ZL ist der Schlüssel der normativen Steuertheorie

Bsp.: Prohibitivsteuer, Erdrosselungssteuer  Sekt 110 Euro, kein Käufer, Nutzen= 0, ökonomisch ineffizient
 tritt auch bei niedrigeren Steuersätzen auf

Zum üblichen Diagramm (Partialanalyse)
Ohne Steuer
o P max würde ein Konsument auch zahlen. Also da der Preis aber P* ist macht dieser Gewinn = Konsumentenrente KR
o Summer gleich Dreieck = aggregierte Konsumentenrente
o Umgekehrt beim Angebot…wird billiger produziert macht Verkäufer Gewinn wenn P* höher ist Dreieck unten also agg. PR
o Die Renten sind das ELEXIER des Wirtschaftslebens
o In der Partialanalyse ist die Summe der Dreiecksflächen, die gesamte Rente ein geeignetes Maß für die Wohlfahrt der Marktteilnehmer
Mit Mengensteuer auf gut x
o P* sinkt auf p1 für Verkäufer
o Für Konsumenten P+t wegen der Steuer
o Abstand zwischen Brutto und Nettopreis = t
o Menge sinkt aber von x* auf X1
o Steueraufkommen an vertikaler (p+t) Preisachse mal Menge x1 –x1*p1
o Dann hat man die passende Fläche
o KR und Pr schrumpfen im selben Maß
o Aber es bleibt noch ein Rest = Harberger Dreieck oder ZL  schaden der Besteuerung
o Problem = Wohlfahrtsverlust, da Staat, auch wenn er den kompensieren wollte, es nicht kann die er ja mit T nicht genug Geld hat um den Wohlfahrtsverlust auszugleichen, wegen ZL
o Rückschleusung nur durch Schulden möglich. Deswegen sollte man die ZL minimieren.
o Diese Besteuerung ist nur sinnvoll bei extrem wichtigen Finanzierungen
Formel:
D= a-b(p+t) und S=cp mit a,b,c>0
Harberger Dreieck wird mit Höhe mal Grundlinie geteilt durch 2 berechnet
Grundlinie = x*- x1 betrag
 Steuer * Nachfrageverringerung dividiert durch 2

Steueraufkommen:

Zusatzlast:

• Offenbar wächst das Steueraufkommen UNTERLINEAR im Steuerbetrag und sinkt ab einem bestimmten Punkt
• Die Zusatzlast der Besteuerung wächst quadratisch
 Die Resultate haben allgemeineren Geltungsbereich

Wirkungen von Steuererhöhungen
- Lafferkurve
- Exponentiell steigende ZL
- Es liegt Nahe daher alle Güter einer gleichmäßigen Steuer zu unterziehen anstatt nur ein Gut zu besteuern

2.) Messung der ZL

- Messung der Zusatzlast im Nutzenraum
i. Nur ordinal nicht kardinal messbar
 Nutzeneinheiten in Geldbeträge umwandeln

Äquivalente Variation
- Die durch die Besteuerung verursachte Nutzeneinbuße entspricht dem Geldbetrag, den der Konsument maximal zahlen würde, wenn der Staat auf Besteuerung verzichten würde (Bürge zahlt, dass Steuer nicht eingeführt wird)

Kompensierte Variation
- Die durch die Besteuerung verursachte Nutzeneinbuße entspricht dem Geldbetrag, den der Konsument mindestens erhalten müsste, damit er trotz Besteuerung nicht schlechter gestellt wird. (Nutzenerhaltung, wird durchgeführt)

 beide Maße sind nicht identisch, es wird nur EV betrachtet als Belastungsmaß

q = Vektor der Bruttopreise
c = Vektor der Konsumgüterpreise
Die Ausgabenfunktion eines Konsumenten ist definiert
_ _
E(q, U)= min qc mit u(c) =u
c

Die Ausgabenfunktion gibt an, welchen Betrag qc ein Konsument benötigt, um bei gegebenem Bruttopreisen q und optimal angepasstem Konsum c ein vorgegebenes Nutzenniveau (u quer) zu erreichen

EV= e(q,u1) – e(p,u1)
 konstanter Nutzen, unterschiedliche Preise
- also p = Nettopreis ohne Steuer, den von Preis q mit Steuer abziehen, Nutzen in der Ausgabenfkt. Gleich halten  EV

Definition:
Die materielle Steuerlast oder Inzidenz wird durch den Vektor der äquivalenten Variation EV beschrieben

Vorteil von EV = die in Geldeinheiten aggregierten Summen der Nutzen der Ind. lassen sich addieren

Aggregierte ZL = summe EV – Summe T
Def.: die aggregierte ZL gibt an, wie stark die in Geldeinheiten umgerechneten Nutzeneinbußen der Steuerbürger das Steueraufkommen übersteigen.

Diese Maß kann empirisch geschätzt werden… in USA bei einem Dollarsteuererhöhung = 33% dh. Wohlstand fällt 1,33$ pro Dollar Steuer

Des Konsumenten liebste Steuer:

 Pauschalsteuer
- Diagramm mit Vergleich Pauschalsteuer und spezieller Gütersteuer
- Bei Pauschalsteuer höheres Nutzenniveau bei gleichen Steuereinnahmen des Staates möglich.
i. dadurch ist ein Pauschalsteuer immer identisch mit dem Steueraufkommen und löst keine Zusatzlast aus
- Die ZL einer speziellen Gütersteuer besteht darin, dass der Konsument versucht auszuweichen, hierdurch sinkt die Bemessungsgrundlage, der Steuerbetrag muss aufgrund der Forderung nach einem gegebenen Aufkommen erhöht werden u der Konsument weicht noch weiter aus
- Am Ende hat der Konsument ein Güterbündel gewählt, das seinen Präferenzen nicht entspricht
- Die ZL entspricht rein dem Substitutionseffekt (da komp. Hicks NF), also auf reinen Anpassungen auf Preisänderungen bei konstantem Nutzenniveau
- Keine ZL bei komplementären Gütern
- Güter können nur in einem bestimmten Verhältnis zueinander nachgefragt werden (Schuhe)
- 2 Güter Welt zeigt, das kein SE , da man ja beide Schuhe braucht
- Also kann man auch spezielle Gütersteuer einsetzen
- Nutzen fällt von u0 auf U1
- Sinnloses Ergebnis, da es ja noch andere Dinge als Schuhe gibt

 Bei der Bundestagswahl sollte man sich für die Steuer entscheiden, die eine Pauschalsteuer ist, da sonst die Steuer in mehr schädigt, wegen der ZL

• EV stimmt mit Pauschalsteuer überein, alle anderen EVs sind größer wegen ZL

3.) erst-beste Besteuerung

 allgemeines Gleichgewichtsmodell
Hier nur Effizienzfragen, keine Verteilungsfragen oder externe Effekte

- Konsumenten kaufen Güter c zum Bruttopreis q
- Exogener Nettopreis p
- Lineare Trafo

• Frage: Welcher Steuerbetrag t maximiert den Nutzen eines Konsumenten beim positiven Steueraufkommen t*c= g

• Wie wird ein bestimmtes Steueraufkommen mit möglichst geringen Kollateralschäden erhoben

• Hier geht es nicht um die Gesamtsteuerlast
• Es geht also darum die ZL der Besteuerung bei gegebener Zahllast zu minimieren bzw den Nutzen nach Steuer zu maximieren

• Da die Konsumenten ja Bruttopreise zahlen optimieren sie mit kleineren Mengen also weichen vom eigentlichen Markt GG ab

• Also GRS= Preisverhältnis setzen

• Nach Rechnerei ist die Steuerzahlung: y – pc =g bei maximiertem Nutzen

• Gesamtwirt. Effizienz heißt. Dass die GRT also Nettopreisverhältnis auch mit GRS der Güter i und j übereinstimmen – gilt immer

• Formel:..

• Erstbest ist also eine allgemeine Verbrauchssteuer mit einheitlichem Steuersatz

• Dies entspricht dem Vorurteil, dass Güterpreise nicht verzerrt werden sollen
• Darf nicht mit Mwst gleichgesetzt werden

• Allgemeinte Verbrauchssteuer ist mit einer Pauschalsteuer äquivalent (wenn alle arbeiten u Freizeit nicht bedacht wird)

• Spezielle Verbrauchsteuern oder Subventionen führen zu Verzerrungen und dazu, dass GRT ungleich GRS ist also kein MGG u somit sinkt der Nutzen

• Also bei gegebenem Steueraufkommen ein geringerer Nutzen

Das deutsche Steuersystem

Aufbau der Vorlesung
- Die deutsche Finanzverfassung
- Einnahmen in BRD
- Wichtige dt. Steuern
- Sozialversicherungen
- Abgabenquoten im Vergleich
- Steuersätze im Vergleich
- Verschuldung
- Zusammenfassung

Brd als Förderstaat
- Der Staat existiert nicht als monolithischer Akteur
- Grangel zwischen Bundestag und Bundesrat
- Steuergesetzgebungshoheit
- Wer veranlasst welche Steuern?
 Bund: Zölle u Finanzmonopol, teil Zölle bie EU
 Länder: örtliche Verbrauchs- und Aufwandssteuern
• Steuergesetzgebungshoheit
 Bund besitzt aber die konkurrierende Gesetzgebung über allle anderen Steuern
 Art 105 Zustimmungspflichtige Gesetze
 Länder sind wesentlich an der Steuergesetzgebung beteiligt
• Steuerertragshoheit
 Verteilung des Steueraufkommens auf Bund und Länder
 Grundsätzlich:
• Gebundenes Trennsystem und Verbundsystem
• BRD nach dem Grundgesetz:
o Mischsystem mit Elementen des Trenn- und des Verbundssystems
• Steuerertragshoheit
 Gemeinschaftssteuern
• EK, Körperschafts- u Umsatzsteuer
• Art. 106 GG gemeinsam!
 Alle anderen nach Trennssystem zb. Mineralöl an den Bund
• Steuerverwaltungshoheit:
 Bundesfinanzbehörde
 Länderfinanzbehörde

- Steuer auf ‚Einkommensverwendung steigt von 40,6 auf 52,1%
- Steuer auf Einkommen vermögen, sowie Vermögensverkehr fällt von 54,9 auf 48%
- Gemeinschaftssteuern: EKSteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer werden am Meisten ab! Insgesamt fast 70%
- Mineralölsteuer 9 % am Gesamtsteueraufkommen

- Trotz Steuerertragshoheit der Länder keine Steuerfindungsrecht der Länder, Aber auch der Bund kann auch nur über Mineralölsteuer u Ergänzungsabgaben alleine entscheiden

- Sozialversicherung

 Sozialbeiträge seit 1990 verdoppelt
• Unternehmen, private HH und Bund zahlen fast alles
• Gesetzliche Rente und Krankenversicherung !
• Und dann noch alles staatliche, Beamtenkram, Sozialhilfe usw
o  die 3 verbrauchen das komplette Budget

- Vergleich BRD – EU
 Zentralisierungsmaß
• USA wenig, Dänemark viel, wir mittendrin
• Verschuldung:
 Bund 800mrd €
 Länder knapp 400 Mrd Euro
 Insgesamt 1500 Mrd €

Fazit:
Dt. Finanzordnung ist durch ein hohes Gewicht der Gemeinschaftssteuern gekennzeichnet
- Internationale Entwicklung
 Zunehmende Abgabenleistung in allen OECD Ländern
 Verschiebung von den Steuern auf Kapital zu den Steuern auf Arbeit
 Die Position BRDs verschlechtert sich im internationalen Vergleich allmählich
• Internationale Entwicklung
 Verschlechterung weniger das Resultat der dt. Einheit, als einer generellen Tendenz zu staatlichen Lösungen
 Inbesondere zurSchweizer Steuerbelastung und Finanzverfassung bestehen erhebliche Unterschiede
 Noch kein Ende der Steuerdiskussion
 Aber auch Sozialsysteme sind noch nicht gut genug reformiert
Probleme der internationalen Besteuerung
• Grundzüge des internationalen Steuerrechts
• Effiziente internationale Besteuerung
• Weltwirtschaftliche Effizienz
• Strategische internationale Steuerpolitik
• Die europäische Mehrwertsteuer
• Internationale Unternehmensbesteuerung
• Zusammenfassung
Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Entwicklung der Schattenwirtschaft in OECD Ländern
• Bestimmungsfaktoren der Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Funktion von Strafen und Kontrollen
• Hilfe durch Steuerreformen
• Steuermoral als Residualerklärung
• Bestimmungsfaktoren der Steuermoral

Kategorien: 2005 · Prof Feld · feld fiwi Staat · finanzwissenschaften

Finanzwissenschaften Zusammenfassung Feld 2006

April 11, 2007 · Kommentar schreiben

Finanzwissenschaften Zusammenfassung

1. Grundbegriffe der Steuerlehre
• Grundbegriffe
• Steuern
• Gebühr
• Beiträge
• Steuerzwecke
• Rechtfertigung von Steuern
• Die Akteure der Besteuerung
• Eine Typologie der Steuerarten
2. Historische Entwicklung
• Frühzeit und Altertum
• Mittelalter
• Renaissance, Absolutismus und Aufklärung
• Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart
3. Einnahmen- und Steuersysteme im Vergleich
• Einnahmenarten
• Einnahmenentwicklung
• Abgabenstruktur im internationalen Vergleich
• Abgabenquoten im internationalen Vergleich
4. Kleine Tariflehre
• Mengen- und Wertsteueren
• Proportionale, pogressive und regressive Steuern
• Progressionsmaße
• Aufkommens- und Residualelastizität
• Aspekte der Haushalts- und Ehegattenbesteuerung
5. Überwälzung
• Pauschalsteuer
• Steuer auf spezielle Güter
• Einkommenssteuer
• Ausgabensteuer
• Mehrwertsteuer
• Vermögenssteuer
• Erbschaft- und Schenkungssteuer
• Allgemeine Gleichgewichtsbetrachtung
6. Grundlagen für die Beurteilung steuerlicher Verzerrung
• Das Pareto Optimum
i. Die Marginalbedingungen
ii. Intertemporale Allokation
• Normative Besteuerungsgrundsätze
i. Traditionelle Steuerprinzipien
1. das Äquivalenzprinzip
2. das Leistungsfähigkeitsprinzip
3. Konzepte der Opfergleichheit

 • Theorie der optimalen Besteuerung
o Idee des „second best“
o Optimale Verbrauchssteuern: Ramsey Regel
o Optimale Einkommenssteuern
o Einkommens- vs. Ausgabenbesteuerung
 • Besteuerung juristischer Personen
o Steuern auf Investitionen
o Steuern und Finanzierung
o Steuern und Ersparnisbildung
o Politisch ökonomische Besteuerung
o Leviathan Theorie der Besteuerung
o Die Theorie der demokratischen Besteuerung
o Die Theorie der evolutorischen Besteuerung
• Steuerreformen
o Die Steuerreform 2000 und ihre Ausläufer
o Das Karlsruher Modell – Kirchhof
o Das Heidelberger Modell – Rose

7. Probleme der internationalen Besteuerung
Grundzüge des internationalen Steuerrechts
• Effiziente internationale Besteuerung
• Weltwirtschaftliche Effizienz
• Strategische internationale Steuerpolitik
• Die europäische Mehrwertsteuer
• Internationale Unternehmensbesteuerung
• Zusammenfassung
8. Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Entwicklung der Schattenwirtschaft in OECD Ländern
• Bestimmungsfaktoren der Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Funktion von Strafen und Kontrollen
• Hilfe durch Steuerreformen
• Steuermoral als Residualerklärung
• Bestimmungsfaktoren der Steuermoral

Kapitel 1: Grundbegriffe der Steuerlehre

• Grundbegriffe

Definition Steuern
- Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlichen- rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft
- Die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein
Definition Gebühren:
- Gebühren werden bei Inanspruchnahme einer besonderen Leistung erhoben
- Es gilt das Ausschlussprinzip: Wer nicht zahlt erhält auch keine Leistung
- Ähneln Marktpreisen
- Ist nur bei solchen Gütern anwendbar, bei denen sich ein individueller Nutzen zurechnen lässt
Beiträge
- stehen in der Mitte zwischen den marktnahen Gebühren und den marktfernen Steuern
- Beiträge sind prinzipiell, wie auch Gebühren, Entgelt für besondere Leistung
- Können nicht individuell sondern nur Gruppenbezogen zugerechnet werden
- Clubgüter!!!
Sonderabgaben
- mit Finanzierungszweck
- mit Lenkungszweck
- Gebühren und Beiträge können verdeckten Steueranteil enthalten
- Steuern, die nach dem Gegenstand benannt sind, schreibt man ohne Fugen s (Einkommensteuer)
• Steuerzwecke
- Steuern zur Erzielung von Staatseinnahmen?!
• Rechtfertigung von Steuern
• Die Akteure der Besteuerung
• Eine Typologie der Steuerarten

Jens:
Kapitel 1 – Grundbegriffe der Steuerlehre

§ 1 Steuern

Steuern

1. Steuern sind Geldleistungen (keine Sachleistungen)
2. Steuern stellen nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung dar
3. Steuern werden hoheitlich auferlegt
4. Der Ertrag muss einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zufließen
5. Steuern werden aufgrund eines Gesetzes erhoben, und zwar zur Erzielung von Einnahmen, diese kann allerdings Nebenzweck sein

• Eigenschaft der Steuer ist Zwang und Mangel einer Gegenleistung
• Die Steuerzahler dürfen insgesamt hoffen etwas für ihre Zahlung zurückzubekommen, der Einzelne hingegen nicht.

Gebühren

1. Werden bei Inanspruchnahme einer besonderen Leistung erhoben
2. Nur bei Gütern anwendbar, deren Nutzen sich individuell zurechnen lässt und für die das Ausschlussprinzip gilt

Beiträge

1. Entgelt für eine besondere Leistung, die allerdings nicht individuell, sondern nur gruppenbezogen zugerechnet werden kann oder soll.
2. Eine Beitragspflicht entsteht nicht durch die tatsächliche Inanspruchnahme der Leistung, sondern durch die Möglichkeit der Inanspruchnahme.
3. Auf Ebene der Gruppe gilt das Ausschlussprinzip, deshalb nennt man durch Beiträge finanzierte Leistungen auch Clubgüter.

• Steuern werden nach dem Grundsatz der Gesamtdeckung in den allgemeinen Staatshaushalt eingestellt. Sie stehen zur Finanzierung aller öffentlichen Ausgaben zur Verfügung.
• Gebühren und Beiträge fließen in einen Parafiskus, aus dem ausschließlich die betreffende Aufgabe finanziert wird. Ihre Verwendung ist zweckgebunden.
• Steuern werden gemeinnützig, Gebühren privatnützig und Beiträge gruppennützig verwendet.

Sonderabgaben

1. Werden nur von einem begrenzten Kreis Abgabenpflichtiger erhoben.
2. Ihr Aufkommen fließt nicht in den allgemeinen Haushalt sondern wird einem Sonderfond zugeführt.
3. Sie stehen außerhalb der Finanzverfassung

§ 2 Steuerzwecke

1. Fiskalzweck = Erzielung von Einnahmen
2. Lenkungszweck = Ein bestimmtes Verhalten des Besteuerten soll erreicht oder verhindert werden. Es besteht ein Zielkonflikt zwischen Fiskal- und Lenkungszweck. Eine optimale, statt eine maximale Zweckerfüllung soll erreicht werden.
3. Umverteilungszweck
a) nach liberalem Verständnis – Grundsatz der Lastenausteilung
- die Bürger sollen zur Finanzierung der gemeinschaftlichen Aufgaben nicht pro Kopf den gleichen Betrag zahlen sondern nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

b) nach egalitaristischer Auffassung
- Grundproblem ist die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, die es zu beseitigen gilt. Der Umverteilungszweck ist auf eine Nivellierung der Einkommens- und Vermögensunterschiede gerichtet.

§ 3 Rechtfertigung von Steuern

Begründung zur Rechtfertigung von Steuern:

Äquivalenzprinzip
Die Besteuerung ist gerechtfertigt, wenn sie keinen endgültigen Nutzenverlust für die Gesamtheit der Bürger bedeutet, sondern eine Leistung für entsprechende Gegenleistungen darstellt.

Leistungsfähigkeitsprinzip
Eignet sich nicht zur Rechtfertigung der Besteuerung überhaupt sondern nur zur Rechtfertigung bestimmter Einzelsteuern.

Voraussetzung:
Das Äquivalenzprinzip muss gelten und es muss Einigkeit über den Maßstab für Leistungsfähigkeit bestehen. Bsp. Einkommen oder Vermögen
Personen mit gleichem Einkommen zahlen den gleichen Steuerbetrag (horizontale) Steuergerechtigkeit oder synonym Grundsatz gleichmäßiger Besteuerung.
Personen mit höherem Einkommen sollen stärker besteuert werden als die mit weniger Einkommen (vertikale) Steuergerechtigkeit.

§ 4 Die Akteure der Besteuerung

Steuerpflichtige (Zensit) und Steuerberechtigte (Obrigkeit) sind Beteiligte des Steuerrechtverhältnisses, das ihre Rechte und Pflichten umfassend regelt. Das Steuerrechtsverhältnis besteht aus Verfahrensvorschriften sowie dem eigentlichen Steuerschuldverhältnis.

Wer für eine Steuer schuldet heißt Steuerschuldner
Wer für eine Steuer haftet heißt Haftungsschuldner
Wer eine Steuer abzuführen hat heißt Steuerentrichtungspflichtiger oder Steuerzahler

Steuerträger = Person auf der die Steuerlast schließlich ruht
Steuerdestinatar = der vom Gesetzgeber vorgesehene Steuerträger

• Steuerträger und Steuerdestinatar sind nicht unbedingt Steuerpflichtiger.
Es ist gut möglich, dass sie keinen Umgang mit den Finanzbehörden haben.

• Der Steuerdestinatar stimmt oft mit dem Steuerträger überein aber das muss nicht so sein, weil der Gesetzgeber die komplizierten Überwälzungsvorgänge nicht vollständig übersehen kann.

• Wichtigste Figur ist der Steuerträger, er wird durch die Steuer belastet und er sinnt nach Ausweichmöglichkeiten.

§ 5 Eine Typologie der Steuerarten

Direkte Steuern knüpfen unmittelbar an Indikatoren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit an, vor allem an Einkommen und Vermögen; man nennt sie deshalb auch Besitzsteuern. Direkte Steuern könne auf persönliche Merkmale des Steuerpflichtigen Rücksicht nehmen. Es besteht eine Identität zwischen Steuerschuldner und Steuerdestinatar.

Dagegen erfassen indirekte Steuern wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Umwegen, indem sie eine Einkommensverwendung oder einen Vermögensverkehr belasten. Eine indirekte Steuer wird nicht vom Steuerdestinatar geschuldet, sondern von einem Dritten; Steuerschuldner und Steuerdestinatar sind verschiedene Personen.

Subjektsteuern oder Personensteuern knüpfen an die Leistungsfähigkeit natürlicher Personen an, also an persönliche Leistungsfähigkeit. Belastet werden Haushalte (Haushaltssteuer) oder Einzelpersonen (Individualsteuer).
Bsp. Einkommensteuer, Vermögensteuer

Objektsteuern stehen im Zusammenhang sachlicher Leistungsfähigkeit, wobei die Sache ein Betrieb, Grundstück oder eine juristische Person sein kann.
Bsp. Grundsteuer, Gewerbesteuer; man nennt sie auch Realsteuern

Verbrauchsteuern werden im Zusammenhang mit einer Wertschöpfung erhoben, nicht aufgrund eines bloßen Rechtsaktes oder Realaktes. Keine Verbrauchsteuer ohne Wertschöpfung. Bsp. Umsatzsteuer

Verkehrsteuer belasten hingegen Rechtsakte (Kaufvertrag) oder Realakte (Besitzwechsel, Überschreitung einer Staatsgrenze), mit denen nicht notwendig eine Wertschöpfung einhergeht. Bei mehrfacher Erfüllung des Steuertatbestands tritt eine mehrfache Steuerbelastung auf = (Kumulationseffekt oder Lawinenwirkung)

Kaptitel 2: Historische Entwicklung
• Frühzeit und Altertum
• Mittelalter
• Renaissance, Absolutismus und Aufklärung
• Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart

Kapitel 3: Einnahmen- und Steuersysteme im Vergleich
• Einnahmenarten
• Einnahmenentwicklung
• Abgabenstruktur im internationalen Vergleich
• Abgabenquoten im internationalen Vergleich

Kaptitel 4: Kleine Tariflehre
• Mengen- und Wertsteueren
• Proportionale, progressive und regressive Steuern
• Progressionsmaße
• Aufkommens- und Residualelastizität
• Aspekte der Haushalts- und Ehegattenbesteuerung
Kapitel 5: Überwälzung
• Überwälzung einer Pauschalsteuer
• Steuer auf spezielle Güter
• EK vs Ausgabensteuer
• Mehrwertsteuer
• Vermögenssteuer
• Erbschafts- und Schenkungssteuer
• Inzidenz im allgemeinen Gleichgewicht

• Definition: Überwälzung ist die Frage danach, wer die Steuer tatsächlich trägt
 der Steuerträger versucht der Steuer auszuweichen, bzw. trägt die ZL

- Frage nach der Steuerinzidenz
o Messung der Verteilung der Wohlfahrtseinbußen
o Wichtig im Zusammenhang mit Verteilungsfragen

- Kern der Lehre:
o Unterscheidung zw. Formeller und informeller Inzidenz
 Formell: Geld, das an das Finanzamt abgeführt wird
 Informell: Wohlstandseinbußen
- Unterschiede, weil Überwälzungsvorgänge stattfinden , weil die Besteuerung Verzerrungen auslöst
- Überwälzung erfolgt indem der formell Steuerpflichtige einen Teil der Stueer durch Verhaltensänderungen weitergibt
Bei Pauschalsteuer
Def: fester Geldbetrag, den er nicht durch Verhaltensänderungen vermeiden kann..
Sehr gut, aber nicht durchsetzbar
-Überwälzung zb. Durch Preiserhöhung, Lohnsenkung
- Wenn keine freiwilligen Transfers + keine Marktmacht existieren gibt es keine Möglichkeit

Grafik:
- Preis fällt, nachfrage geht zurück  s.10
- Pauschalsteuer ist keine neutrale Steuer
- durch Einführung verschiebt sich die Nachfragekurve
- Anbieter tragen einen Teil der Überwälzung

- Canardsche Diffusionstheorie
o Die Steuerlast verteilt sich wie Flüssigleit in einem Rohrsystem
- Sie vollzieht isch durch Änderungen freiwilliger Transfers oder über Preiserhöhung

Bei Steuer auf spezielle Güter

- Reaktionen auf anderen Märkten werden vernachlässigt
- Betrachtung von Nahwirkungen , nicht von Fernwirkungen

 Annahme: Wettbewerbsmarkt
 Einführung einer Mengensteuer
- q=p+t
- Verhaltenshypothese
o Die Nachfrager orientieren ihre Entscheidungen am Nettopreis p
o Anbieter verringern die Nachfrage, Nachfrager sehen es als Verteuerung des Angebots
Grafik: Mengensteuer aus Sicht der Anbieter
- Nachfrager verringern die Nettopreise p=q-t
- Bruttopreis bleibt gleich
- NF verschiebt sich parallel nach unten, p sinkt, aber Preisänderung kleiner Steuerbetrag
Grafik: Mengensteuer aus Sicht der Nachfrager
- Erhöhung des Bruttopreises q auf q1^
- Nahchfrage u dadurch Menge gehen zurück
- Q steigt, bleibt aber kleiner Steuer
Zwischenresumee
- Die Nachfrager zahlen Delta Q höhere Bruttopreise
- Die Anbieter erzielen um Delta p verringerte Nettopreise
- Beide Marktseiten tragen einen Teil der Steuer
- Die Summe der absoluten Preisänderungen entspricht dem Steuerbetrag
o Den Teil , den jede Marktseite trägt muss aber nicht die Hälfte sein
 Kommt auf die Steigungen an..
 Exakter Anteil an der Steuerlast: Lastverteilungsmaß
• Buch S.98
 Für die Lastverteilung kann man auch Elastizitäten nehmen…Epsilon und eta
 Die Angebotselastizität Epsilon zeigt an, um wie viel Prozent das Güterangebot zunimmt, wenn der Nettopreis um 1% steigt
 Nachfrageel. Eta zeigt an, um wie viel die Nachfrage sinkt, wenn der Bruttopreis um ein % steigt
 Keine Reaktion auf Preisänderungen: vollkommen unelastisch
 Umgekehrt : vollkommen elastisch
 Weitere Erklärungen siehe Script S.23-30
o Allgemeine Regel zur Lastverteilung:
 Der von einer Seite zu tragende Steueranteil ist um so größer, je unelastischer diese Markseite im Vergleich zur anderen Marktseite reagiert
 Die Lastverteilung ist nur abhängig von den relativen Elasitzitäten

Weinsteuer:
o Annahme: Steuer auf Rotwein
o RW und Weißwein sind enge Substitute
 Rotweinnachfrage reagiert elastisch
 Steuerlast wird stärker von den Rotweinwinzern als von d Nachfragern getragen, die diese zu Weißwein wechseln können
 Langfristig: Steueraufkommen=0
 Lastverteilung hängt von der Abgrenzung der Steuerbemessungsgrundlage ab
 Angebot und Nachfrage reagieren umso elastischer, je enger die Steuerbemessungsgrundlage gewählt ist, weil zusätzliche Ausweichmöglichkeiten
 Verhältnis der Elastizitäten ist ausschlaggebend
 Steuer mit geringer Bemessungsgrundlage haben tendenziell geringes Aufkommen
  Entweder Luxussteuern sind keine Luxussteuern (bier, tee)oder aber sie sind wirklich Luxussteuern und dann bringen sie nix (Lasalle 1873)

Bodensteuer
- Mengesteuer mit Bemess. Grundlage m²
- Bodenangebot unelastisch
- Boden kann sich nicht davonstehlen
- Inzidenz der Bodensteuer allein beim Grundeigentümer
- Bodensteuer wirkt wie eine dem Grundeigentümer auferlegte Pauschalsteuer
- Verkauf bringt nix
- Erwirtschaften die Bodennachfrager unterschiedliche Reinerträge, so wird der Bodenwer durch den höchsten der so beschriebenen Barwerte bestimmt
- Bodensteuer von Betrag t pro m² wird vom jeweiligen Eigentümer entrichtet u geht in die Berechnung der Barwerte ein
- Der vom Eigentümer erzielbare Verkaufspreis verringert sich um den Barwert der Steuerzahlungen
- Steuer wird vom Eigentümer getragen, weil die Nachfrager sie bei der Berechnung des Gebotes berücksichtigen
- Barwert der Steuerzahlungen entspricht auch der Kaupreisminderung
-  Bodensteuer scheint ideal zu sein
- Aber: nur geringes Aufkommen, wenn die Eigentumsordnung nicht außer Kraft gesetzt wird

Gebäudesteuer
- Wertsteuer
- Grundsteuer als kombinierte Boden u Gebäudesteuer
- Gebäudesteuer wird anders überwälzt
- Annahme: Bauherren verlangen eine Mindestverzinsung des in den Bau inverstiereten Kapitals
- Interner Zinsfuß > festverzinslicher Wertpapiere
o Sobald die Rendite für Neubauten den geforderten Mindestwert unterschreitet wählen Anbieter andere Anlageformen
o Vollständige Überwälzung auf die Nachfrager
- Eine unerwartete Einführung einer Gebäudesteuer wird hingegen allein von Eigentümern getragen, weil das Angebot unelastisch ist..
- Inzidenz der Gebäudesteuer
o Kurzfr.: Anbieter alleine
o Langfri.: Nachfrager alleine
- Lastverteilung hängt von der Länge des betrachteten zeitraumes ab.
- Bei administrativen Preisen auf dem Mietwohnungsmarkt entsteht ein Nachfrageüberschuss
- (Warmmiete) Gebäudesteuer wird dann kurzfr von Mieter getragen

Grundsteuer:
- kombinierte Boden und Gebäudesteuer
- selbst bei freier Preisbildung nicht eindeutig
- Abhängig vom Anteil des Bodenwertes am Gesamt wert der Immobilie
- Faustregel: Grundstückswert beträgt 25% des Gesamtwertes

• Einkommenssteuer versus Ausgabensteuer

Die Einkommenssteuer soll das am Markt erwirtschaftetet Einkommen belasten
VWl Gesamtrechnung
- Summe der Bruttowertschöpfungen = BIP
- Summe der inländischen EK= NIP = Volkseinkommen
- Die Nettowerttschöpfung wird als Einkommen an die Produktionsfaktoren ausgescüttet
o Nettowertschöpfung = einkommen
 Kapitaleinkommen, ArbeitsEK, BodenEK

Markteinkommen und Einkommensarten:
 Produktionswert – Vorleistungen = Bruttowertschöpfung

- Arbeitseinkommen
- Kapitaleinkommen
- Bodeneinkommen
- Reingewinne
- Abschreibungen

Arbeitseinkommenssteuer:
- hängt von Reallohn w ab
- prop. A.EKsteuer = w(1-t)
- Arbeitgeber orientieren sich am Bruttolohn w
- Steuer schiebt einen Keil zwischen Angebot und Nachfrage

 die Überwälzung hängt von Elastizität des Arbeitsangebotes u des –Nachfrage ab
 empirisch unelastisch= trotz massiver Reallohnsteigerungen ist die Arbeitszeit gleich geblieben
 Dominanz des EK Effektes, trotz sinkender ArbeitsEK wird Arbeitsangebot nicht reduziert um Lebensunterhalt zu sichern
Steile Angebotskurve
Arbeitnehmer tragen normalerweise die Steuerlast, Ausnahme Stars oder Manager, die mobil sind FC Bayern als Verein wechelst ja nicht ins Ausland
Bei zunehmender Immobilität nähert sich Inzidenz des ArbeitsEK dem der Bodensteuer an
Unternehmen tragen aber dann auch, da sie Überleben und Fortpflanzung sichern müssen

 es kommt immer auf die Elastizität an

• Kapitaleinkommenssteuer

- in einer geschlossenen VW
o Kapitalstock K
o Bruttozins r
o Jährliches Kapitaleinkommen = r*K
o Kurzfr einführte Kapitalsteuer wird kurzfr auch nur vom Kapitalgeber getragen
o Langfristig: empirisch: elastische Kapitalnachfrage, unelastisches Angebot
o Offene VW: interessant
 R*= vom intern. Kapitalmarkt bestimmter Weltmarktzins
 Kleine VW , groß nur USA
 Wenn Anleger im Inland investieren sollen muss der Nettozins r-t=r* sein
 r= inländischer BVruttozins
 t= Steuerbetrag pro Kapitaleinheit
 Abitragefreies Kapitalgleichgewicht r-t=r* oder r=r*+t
 Kapitaleigentümer weichen der Steuer voll aus

 Kapital-EKsteuer wird in einer kleinen VW voll von der immobileren Produktionsfaktoren getragen, obwohl sie keine Steuern zahlen wird vollständig auf die Lohnkosten Quergewälzt  insbesondere von unqualifizierten Arbeitskräften
- anstatt Senkung der Löhne kann dann aber auch Arbeitslosigkeit auftreten
- Reagiert von 2 Faktoren einer elastisch und der andere unelastisch, soträgt letzter jedwede Steuer“!!!!!
Bodeneinkommen- und Reingewinnsteuer

- BodenEK siehe spezielle Gütersteuer
- Reingewinnsteuern stehen im Zusammenhang mit Renten
- Das Faktorangebot ändert sich aufgrund der Besteuerung nicht
Fernwirkung über EK-effekte
Bodeneinkommen = Bodenertrag –Schuldzinsen
Reingewinne= EK-Unternehmerlohn- EKFinanzierung-Risikoprämie

Ausgabensteuer
- wird auch als Konsumsteuer bezeichnet
- persönliche Ausgabensteuer oder expenditure tax
- belastet formell den Konsum – consumption tax
- Unterschied zur indirekten Mehrwertsteuer
- Buch s. 121#
- Sparbereinigte EK Steuer
- Steuerschuld nicht bei EK Entstehung sondern bei EK verwendung
- Ohne Erbschaft u bei Zins=0 stimmen EKsteuer und Ausgabensteuer überein, weil ein Steuerpflichtiger irgendwann sein EK konsumiert
- Wenn positivem Zinssatz erhebliche Unterschiede
- Diskontierung auf heute, mit Perioden , Zins, Lebensjahren Erbschaft usw, Anfangsausstattung  periodische Budgetrestriktion für jedes Jahr s.67 Script
- Intertemporale Allokation!
- Linke Seite: Ausgaben, rechte Seite Einnahmen
- Kaptialeinkommen ist keine eigenständige EKquelle mehr
- Kapitaleinkommen tritt bei vollkommenen Kap keine Zinsen mehr da sind

- Die Ausgabensteuer ist eine Einkommensteuer bei der das Kapitaleinkommen
- Ausgabensteuer als Steuer auf Arbeitseinkommen, Bodeneinkommen und Reingewinne sowie Erbschaftssaldo
- Die Ausgabensteuer belastet nur den Anfangskapitalbestand, während die EK Steuer auch auf gegenwärtige u zukünftige KaptialEK erhoben wird
- In einer wachsenden VW zunehmenden Kapitalbestand ist d Bemess. Der EK steuer breiter , weil der Barwert d KapEK größer ist als der Wert des Anfangsbestandes
- Die EKsteuer hat ein höheres Aufkommen!!!
- S73-79
- Übergang von EK zu Ausgabensteuer schwierig da dann teile des EK schon besteuert wurden…
-

Mehrwertsteuer

- komplizierter als die EKsteuer
- 3 Arten
o Mwst vom Bruttowertschöpfungstyp
 Belastung der U
 VL enthalten auch Steuer
 Die auf Kapitalgüter enthaltende Vorsteuer kann NICHT geltend gemacht werden
o Mwst vom EKtyp
 Belastung des im gesamten U erwirtschafteten EK
 Abschreibungen sind steuerfrei
 Jährliche Verrechnung der Vorsteuer
 Lineare Abschreibung
o Mwst vom Konsumtyp
 Freistellung des erwirt. KapitalEK
 Belastung alles sonstigen EK
 U. kann Vorsteuer direkt abziehen u nicht erst durch Abschreibungen
  in EU alle vom Konsumtyp
 Sofortiger Abzug des gesamten Betrages

- Vorsteuerbelastung zur Vermeidung einer Mehrfachbelastung
- Alternative einer Mehrfachbelastung: Vorumsatzabzug,, gleich bei gleichem Steuersatz mit MWst
- Invoice credit method
- Mwst als durchlaufender Posten, wenn Verkaufs- gleich Einkaufpreis
- Wenn wegen der Steuer die Nachfrager ihren Kosum einschränken erfolgt Rückwälzung auf Unternehmen
- Vorwälzung, wenn Bruttopreise steigen
- Kapitaleinkommen werden in keinem Fall belastet
 Die Mwst. ist eine Bruttowertsteuer auf Arbeitseinkommen, Bodeneinkommen, Reingewinne und Erbschaftssalden
- Kapitaleinkommen werden nicht belastet
- Entspricht damit im Prinzip der Ausgabensteuer
- Unterschied direkte vs indirekte Steuer
- Mwst.: Keine Rücksicht auf persönliche Verhältnisse
- Ausgabensteuer: Persönliche Verhältnisse bedeutsam

 Satzdifferenzierung
- ermäßigter Satz auf Grundnahrungsmittel
- Herausnahme bestimmter Güter
- Unechte oder echte Befreiung
o Unechte: Mwst wird nicht erhoben, aber
o Echte Befreiung: Endprodukt teilbelastet, weil die im Vorumsatz enthaltende Mwst nicth erstattet wird
o Verkomplizierung der Erhebung
o Gottfried 1988: 63% Mwst auf Konsum, 21% auf Zwischenprodukte, 16% auf Investitionsgüter
- Wirt. Besteht grundlegende Identität vom EK und Vermögen
- S.86 Script

• Vermögenssteuer

- Wirtschaftlich besteht eine grundlegende Identität von EK und Vermögen
o Vermögen als diskontiertes EK
o Jedes Vermögen lässt sich in gleichwertiges EK zumrechnen
o Unterschiede
 EK belastet ist EK
 V Steuer belastet Soll EK
 Steuerpflichtige mit höherem Vermögen erzielen höhere Renditen
 Eine proportionale V Steuer ist damit in vertikaler Hinsicht regressiv
• Dh Arme werden benachteiligt…
- Bewertung:
o Aus Sicht des Leistungsfähigkeitsprinzips ist eine am Solleinkommen anknüfende Vermögenssteuer einer am Isteinkommen anknüpfenden EK Steuer unterlegen
o Keine Belastung des Humankapitals
o Überwälzung wie bei Steuern auf Kapitaleinkommen, Bodeneinkommen, Reingewinne

• Erbschaft- und Schenkungssteuer

- Belastung des Vermögensverkehrs
- Bemessungsgrundlage
o Nachlasssteuer nach sterben
o Erbanfallsteuer
- Bei progressivem Erbschaftssteuertarif zahlt der einzelne Erbe proi ererbtem Euro um so mehr Nachlasssteuer, je größer die Zahl der Miterben (Abhängig von der Erbmasse)
- Erbanfallsteuer vermeidet einen progressionsbedingten Seiteneffekt
- Erbanfallsteuer könnte auch als Einbeziehung von Erbschaften in die Bemessungsgrundlage der EKsteuer erfolgen
- Schenkungssteuer als Folgesteuer der Erbschaftssteuer
- Die Erbschaftssteuer wird allein von den Erben getragen
- Bei altruistischen Motiven wird der Erblasser teils belastet und daher sowohl Nachlass als auch Konsum nach Veränderung der Erbschaftssteuer verringern
- Bei Vererbung aus egoistischen Motiven muss Erblasser einen höheren Betrag einsetzen und trägt damit einen Teil der Steuer (zb. Versorgung im Alter)

• Allgemeine Gleichgewichtsbetrachtung

- Bisher keine Betrachtung auf welche Märkte das besteuerte Faktorangebot abwandert und welche Effekte die Wanderung auslöst
- Allg GG im Harberger Modell
- 2Branchen, 2 Prod faktoren, 2 Rechtsnormen
- Geschlossene VW, vollkommener Wettbewerb, Vollbeschäftigung, konstantes Faktorangebot
- 2 Güter: Autos und Möbel
- Steuer auf Autos u Möbel zum gleichen Satz entspricht hier einer allg. Konsumsteuer
o Gleiche Inzidenz für alle Faktoren
- Steuer auf Arbeit u Kapital in beiden Sektoren gleich
- Zb. Selektive Gütersteuer auf Autos
o Relative Verteuerung von Autos gegenüber Möbeln
o Stärkerer Effekt hängt von Preiselastizität der Nachfrage nach Autos ab
o S97-98 Script
o Selektive Faktorsteuer in einem Sektor: der entsprechende Faktor trägt die Steuerlast
o Wirkungen wie bei einer selektiben Gütersteuer
o Gesamtergebnis je nachdem welcher Effekt überwiegt und ob arbeits oder kapitalintensiv produziert wird können sich Effeke verstärken, auslösen oder NAchfrageänderungen u substitutionseffekte nach sich ziehen

Überwälzbarkeit hängt von den Ausweichmöglichkeiten ab
Derjenige trägt die Steuerlast, der weniger elastisch reagiert
Steuern auf Ausgaben, Einkommen und Vermögen haben weitgehend die gleichen Belastungswirkungen
Unterschiede in der Behandlung des Kapitalseinkommens

Grundlagen für die Beurteilung steuerlicher Verzerrung

• Das Pareto Optimum

Pareto Kriterium as weit akzeptiertes Werturteil für die Beurteilung von Politikmaßnahmen

 Eine Allokation wird nicht geändert, wenn durch sie niemand besser gestellt wird, ohne dass jemand anderes schlechter gestellt wird..
Kein interpersoneller Nutzenvergleich
Verteilung bleibt unberücksichtigt
Nutzen hängt nur vom eigenen Konsumniveau ab.
Marginalbedingungen im Pareto Optimum: Bewegt man sich an einem gegebenen Berg nach unten oder oben
X = Konsumgüter
Y = Produktionsfaktoren
I, II Indizes für HH u Betriebe
Px u py Preise
U Nutzen
K Kosten

Bei HH

- GRS der beiden HH muss gleich sein u gleich der umgekehrten Preisrelation
- Optimaler tausch
- freiwilliger Taiusch stellt niemanden schlechter, u mindestens einen besser , da ansonsten nicht freilwillig getauscht worden wäre
- es gibt Verbesserungsmöglichkeiten für mindestens ein HH, wenn diese Marginalbedingung nicht erfüllt ist
• Ordungsbedingungen
o Privateigentum, Tauschfreiheit
• Marktwirtschaftliche Prüfkriterien
• Bsp für eine Störung: Umsatzsteuer
Bei Firmen
Theorem der komparativen Kostenvorteile
o Das Verhältnis der Grenzkosten 2er Güter muss bei allen Produzenten gleich sein
o Alternativ:
 GRT=p2/p1
 GRT = BG bzw. Kostenfunktion Tangentialpunkt ist optimal
 Nicht optimal: Punkt unter der Trafo
 Es könnten von einem gut dann mehr produziert werden, ohne vom anderen weniger…
 Tangentialpunkt 2er Trafos
 Interpretation dieser Bedingung
• Konkavität der Trafos
o Dh. nur max u Ausgleich der GRT ist max möglich
o
Optimale Produktions-Struktur 1

• Ordnungsbedingungen:
o Privateigentum
o Gewerbefreiheit
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht bzgl. der Produktionsmittel
• Marktwirtschaftlicher Prüfstein
o Müssen alle produzierenden Wi.Subjekte an denselben Erzeugerpreisen ausrichten?
o Bsp. für eine Störung: Schutzzölle
o Branchenspezifische Marginalbedingung
 GRT eines Produktionsfaktor muss bei allen Betrieben gleich sein
 Wert des Grenzprodukts muss gleich dem Faktorpreis sein (alternativ)
 Intuition:
• Grenzprodukte der Prod.faktoren sinken mut zunehmendem Faktoreinsatz , müssen zur Max ausgeglichen werden
Optimale Produktions-Struktur 2

• Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
• Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
o Bsp für Störung: Betriebswirtschaftliche Subvention
Optimales Faktoreinkommen
- Die GRTS zweier Prod.faktoren muss in allen Betrieben gleich sein und gleich der umgekehrten Preisrelation sein
o Falls die Bed nicht erfüllt ist, kann durch neu Kombination von Arbeit u Kapital die Produktion erhöht werden
o Da der reltiv preiswertere Faktor in zu geringem ausmaß eingesetzt wird
o EWbox!
o
Optimale Produktions-Struktur 3

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
- Bsp für Störung: Betriebswirtschaftliche Subvention
s. 23/24 sind irgendwie gleich mit denen vorher
- das verhältnis der physischen Grenzprodukte 2er Produktionsfaktoren muss in allen Betrieben gleich sein, die diese Faktoren einsetzen u es muss gleich dem Faktorpreisverhältnis sein
- Optimales Faktoreinkommen
o Die GRTS zweier Prod.faktoren muss in allen Betrieben gleich sein und gleich der umgekehrten Preisrelation sein
o Del x/del y1 p1
o —————- = —–
o Del x/dely2 p2 !!!!!!!!!!!!!das ist richtig der saz stimmt nur,wenn man es anders schreibt bzw nach dem ableiten umschreibt
o Falls die Bed nicht erfüllt ist, kann durch neu Kombination von Arbeit u Kapital die Produktion erhöht werden
o Da der reltiv preiswertere Faktor in zu geringem ausmaß eingesetzt wird
o EWbox!
Optimale Produktions-Struktur 4

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Produktionsmitteln
o Gewerbefreiheit
o Freie Preisbildung
o Verkaufsrecht
o Verwendungsrecht
o Freizügigkeitsrechte
o Handelbarkeit d Prod.faktoren
o
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Betriebe einer Branche an demselben Faktorpreis ausrichten (produzieren wir auf der Trafo)
- Bsp.: für Störung
 Lohnsteuer oder Zinssteuer
 Unvollkommener Wettbewerb
 Gleicher Monopolgrad
- Optimale Produktionsstruktur
 GRS=GRT=p1/p2
o Wenn der soziale Wert der Verwendung eines Faktors in der Produktionssphäre höher ist als der marginale Vorteil der Verwendung außerhalb der Produktionsspähre, dann ist diese Bedingung verletzt
o Freizeit ist weniger wert als Arbeit

- Wichtige Implikationen dieser Bedingung
o gesell. Indifferenzkurve tangieren die Trafo
o relative Grenzkosten der produzierenden Güter entsprechen ihren relativen Grenznutzen
o Koordination indiv. Entscheidungen hängt von der Eindeutigkeit und der Unverzerrtheit der Preise ab
o ..die durch Steuern, Zölle usw bedroht sind..ö

Optimale Produktions-Struktur5

- Ordnungsbedingungen
o Privateigentum an Konsum und Produktionsgütern
o Gewerbefreiheit
o Freie Konsumwahl
o
- Marktwirt Prüfstein
o Müssen sich alle Konsumenten und Produzenten an denselben Preisrelationen ausrichten?
Bsp.: für Störung:
- Spezifische Verbrauchssteuern. Mwst?
- Optimales Faktorangebot:
o Der marginale Vorteil der Nichtverwendung eines Produktionsfaktors muss gleich dem sozialen Wert seine Grenzproduktes sein
o Das grenzleid der Arbeit bzw. der Grenznutzen der Freizeit muss gleich dem Grenznutzen des Gutes sein, das mit dieser Arbeit produziert wird
o Y ist der Eigenverbrauch des Produktionsfaktors, zb. Der Arbeitszeit
o Py ist dann der Lohn
 Intuition:
• Opp Kosten berücksichtigen
 Implikationen
• Faktorangebot muss sich unter der Berücksichtigung der relativen Grenznutzen frei an die Prod.fkt anpassen können
• Entlohnung muss der Grenzproduktivität entsprechen, dann führen dezentrale Entscheidungen zu einem effizienten Faktorangebot
- Ordnungsbedingungen
o
- Marktwirt Prüfstein
Bsp.: für Störung:
o

• Die Marginalbedingungen
• Intertemporale Allokation
• Normative Besteuerungsgrundsätze
i. Traditionelle Steuerprinzipien
1. das Äquivalenzprinzip
2. das Leistungsfähigkeitsprinzip
3. Konzepte der Opfergleichheit

Theorie der optimalen Besteuerung
• Idee des „second best“
• Optimale Verbrauchssteuern: Ramsey Regel
• Optimale Einkommenssteuern
• Einkommens- vs. Ausgabenbesteuerung
 • Besteuerung juristischer Personen
• Steuern auf Investitionen
• Steuern und Finanzierung
• Steuern und Ersparnisbildung
 •Politisch ökonomische Besteuerung
• Leviathan Theorie der Besteuerung
• Die Theorie der demokratischen Besteuerung
• Die Theorie der evolutorischen Besteuerung
 Steuerreformen
o Die Steuerreform 2000 und ihre Ausläufer
o Das Karlsruher Modell – Kirchhof
o Das Heidelberger Modell – Rose

Effektive Besteuerung
Ab seite 141

Überwälzung = positive Theorie

Effektive Besteuerung = normative Theorie der Steuereffizienz

Normativ = wertende Theorie
 Beurteilung von Steuerwirkungen…

Grundlage:
Wünsche, Neigungen, Abneigungen der Zensiten

 Welche Schattenseiten die Besteuerung aus Sicht des Zensiten selbst hat

Steuern mit identischen Aufkommen haben in der Regel unterschiedliche Schäden zur Folge

Zusatzlast
 Jede Steuer schädigt Bürger in einem Ausmaß, das über die eigentliche Zahllast hinausgeht
ZL wird in steuerpolitischen Debatten oft ignoriert

1.) Die ZL einer Besteuerung

• Erhebungs- und Entrichtungskosten einer Steuer
• auch DWL. Oder Excess Burden
• die über die Zahllast hinausgehende Wohlfahrtseinbuße, die selbst bei Erhebungs- und Entrichtungskostenfreien Steuern auftritt
• Die Erfassung der ZL ist der Schlüssel der normativen Steuertheorie

Bsp.: Prohibitivsteuer, Erdrosselungssteuer  Sekt 110 Euro, kein Käufer, Nutzen= 0, ökonomisch ineffizient
 tritt auch bei niedrigeren Steuersätzen auf

Zum üblichen Diagramm (Partialanalyse)
Ohne Steuer
o P max würde ein Konsument auch zahlen. Also da der Preis aber P* ist macht dieser Gewinn = Konsumentenrente KR
o Summer gleich Dreieck = aggregierte Konsumentenrente
o Umgekehrt beim Angebot…wird billiger produziert macht Verkäufer Gewinn wenn P* höher ist Dreieck unten also agg. PR
o Die Renten sind das ELEXIER des Wirtschaftslebens
o In der Partialanalyse ist die Summe der Dreiecksflächen, die gesamte Rente ein geeignetes Maß für die Wohlfahrt der Marktteilnehmer
Mit Mengensteuer auf gut x
o P* sinkt auf p1 für Verkäufer
o Für Konsumenten P+t wegen der Steuer
o Abstand zwischen Brutto und Nettopreis = t
o Menge sinkt aber von x* auf X1
o Steueraufkommen an vertikaler (p+t) Preisachse mal Menge x1 –x1*p1
o Dann hat man die passende Fläche
o KR und Pr schrumpfen im selben Maß
o Aber es bleibt noch ein Rest = Harberger Dreieck oder ZL  schaden der Besteuerung
o Problem = Wohlfahrtsverlust, da Staat, auch wenn er den kompensieren wollte, es nicht kann die er ja mit T nicht genug Geld hat um den Wohlfahrtsverlust auszugleichen, wegen ZL
o Rückschleusung nur durch Schulden möglich. Deswegen sollte man die ZL minimieren.
o Diese Besteuerung ist nur sinnvoll bei extrem wichtigen Finanzierungen
Formel:
D= a-b(p+t) und S=cp mit a,b,c>0
Harberger Dreieck wird mit Höhe mal Grundlinie geteilt durch 2 berechnet
Grundlinie = x*- x1 betrag
 Steuer * Nachfrageverringerung dividiert durch 2

Steueraufkommen:

Zusatzlast:

• Offenbar wächst das Steueraufkommen UNTERLINEAR im Steuerbetrag und sinkt ab einem bestimmten Punkt
• Die Zusatzlast der Besteuerung wächst quadratisch
 Die Resultate haben allgemeineren Geltungsbereich

Wirkungen von Steuererhöhungen
- Lafferkurve
- Exponentiell steigende ZL
- Es liegt Nahe daher alle Güter einer gleichmäßigen Steuer zu unterziehen anstatt nur ein Gut zu besteuern

2.) Messung der ZL

- Messung der Zusatzlast im Nutzenraum
i. Nur ordinal nicht kardinal messbar
 Nutzeneinheiten in Geldbeträge umwandeln

Äquivalente Variation
- Die durch die Besteuerung verursachte Nutzeneinbuße entspricht dem Geldbetrag, den der Konsument maximal zahlen würde, wenn der Staat auf Besteuerung verzichten würde (Bürge zahlt, dass Steuer nicht eingeführt wird)

Kompensierte Variation
- Die durch die Besteuerung verursachte Nutzeneinbuße entspricht dem Geldbetrag, den der Konsument mindestens erhalten müsste, damit er trotz Besteuerung nicht schlechter gestellt wird. (Nutzenerhaltung, wird durchgeführt)

 beide Maße sind nicht identisch, es wird nur EV betrachtet als Belastungsmaß

q = Vektor der Bruttopreise
c = Vektor der Konsumgüterpreise
Die Ausgabenfunktion eines Konsumenten ist definiert
_ _
E(q, U)= min qc mit u(c) =u
c

Die Ausgabenfunktion gibt an, welchen Betrag qc ein Konsument benötigt, um bei gegebenem Bruttopreisen q und optimal angepasstem Konsum c ein vorgegebenes Nutzenniveau (u quer) zu erreichen

EV= e(q,u1) – e(p,u1)
 konstanter Nutzen, unterschiedliche Preise
- also p = Nettopreis ohne Steuer, den von Preis q mit Steuer abziehen, Nutzen in der Ausgabenfkt. Gleich halten  EV

Definition:
Die materielle Steuerlast oder Inzidenz wird durch den Vektor der äquivalenten Variation EV beschrieben

Vorteil von EV = die in Geldeinheiten aggregierten Summen der Nutzen der Ind. lassen sich addieren

Aggregierte ZL = summe EV – Summe T
Def.: die aggregierte ZL gibt an, wie stark die in Geldeinheiten umgerechneten Nutzeneinbußen der Steuerbürger das Steueraufkommen übersteigen.

Diese Maß kann empirisch geschätzt werden… in USA bei einem Dollarsteuererhöhung = 33% dh. Wohlstand fällt 1,33$ pro Dollar Steuer

Des Konsumenten liebste Steuer:

 Pauschalsteuer
- Diagramm mit Vergleich Pauschalsteuer und spezieller Gütersteuer
- Bei Pauschalsteuer höheres Nutzenniveau bei gleichen Steuereinnahmen des Staates möglich.
i. dadurch ist ein Pauschalsteuer immer identisch mit dem Steueraufkommen und löst keine Zusatzlast aus
- Die ZL einer speziellen Gütersteuer besteht darin, dass der Konsument versucht auszuweichen, hierdurch sinkt die Bemessungsgrundlage, der Steuerbetrag muss aufgrund der Forderung nach einem gegebenen Aufkommen erhöht werden u der Konsument weicht noch weiter aus
- Am Ende hat der Konsument ein Güterbündel gewählt, das seinen Präferenzen nicht entspricht
- Die ZL entspricht rein dem Substitutionseffekt (da komp. Hicks NF), also auf reinen Anpassungen auf Preisänderungen bei konstantem Nutzenniveau
- Keine ZL bei komplementären Gütern
- Güter können nur in einem bestimmten Verhältnis zueinander nachgefragt werden (Schuhe)
- 2 Güter Welt zeigt, das kein SE , da man ja beide Schuhe braucht
- Also kann man auch spezielle Gütersteuer einsetzen
- Nutzen fällt von u0 auf U1
- Sinnloses Ergebnis, da es ja noch andere Dinge als Schuhe gibt

 Bei der Bundestagswahl sollte man sich für die Steuer entscheiden, die eine Pauschalsteuer ist, da sonst die Steuer in mehr schädigt, wegen der ZL

• EV stimmt mit Pauschalsteuer überein, alle anderen EVs sind größer wegen ZL

3.) erst-beste Besteuerung

 allgemeines Gleichgewichtsmodell
Hier nur Effizienzfragen, keine Verteilungsfragen oder externe Effekte

- Konsumenten kaufen Güter c zum Bruttopreis q
- Exogener Nettopreis p
- Lineare Trafo

• Frage: Welcher Steuerbetrag t maximiert den Nutzen eines Konsumenten beim positiven Steueraufkommen t*c= g

• Wie wird ein bestimmtes Steueraufkommen mit möglichst geringen Kollateralschäden erhoben

• Hier geht es nicht um die Gesamtsteuerlast
• Es geht also darum die ZL der Besteuerung bei gegebener Zahllast zu minimieren bzw den Nutzen nach Steuer zu maximieren

• Da die Konsumenten ja Bruttopreise zahlen optimieren sie mit kleineren Mengen also weichen vom eigentlichen Markt GG ab

• Also GRS= Preisverhältnis setzen

• Nach Rechnerei ist die Steuerzahlung: y – pc =g bei maximiertem Nutzen

• Gesamtwirt. Effizienz heißt. Dass die GRT also Nettopreisverhältnis auch mit GRS der Güter i und j übereinstimmen – gilt immer

• Formel:..

• Erstbest ist also eine allgemeine Verbrauchssteuer mit einheitlichem Steuersatz

• Dies entspricht dem Vorurteil, dass Güterpreise nicht verzerrt werden sollen
• Darf nicht mit Mwst gleichgesetzt werden

• Allgemeinte Verbrauchssteuer ist mit einer Pauschalsteuer äquivalent (wenn alle arbeiten u Freizeit nicht bedacht wird)

• Spezielle Verbrauchsteuern oder Subventionen führen zu Verzerrungen und dazu, dass GRT ungleich GRS ist also kein MGG u somit sinkt der Nutzen

• Also bei gegebenem Steueraufkommen ein geringerer Nutzen

Das deutsche Steuersystem

Aufbau der Vorlesung
- Die deutsche Finanzverfassung
- Einnahmen in BRD
- Wichtige dt. Steuern
- Sozialversicherungen
- Abgabenquoten im Vergleich
- Steuersätze im Vergleich
- Verschuldung
- Zusammenfassung

Brd als Förderstaat
- Der Staat existiert nicht als monolithischer Akteur
- Grangel zwischen Bundestag und Bundesrat
- Steuergesetzgebungshoheit
- Wer veranlasst welche Steuern?
 Bund: Zölle u Finanzmonopol, teil Zölle bie EU
 Länder: örtliche Verbrauchs- und Aufwandssteuern
• Steuergesetzgebungshoheit
 Bund besitzt aber die konkurrierende Gesetzgebung über allle anderen Steuern
 Art 105 Zustimmungspflichtige Gesetze
 Länder sind wesentlich an der Steuergesetzgebung beteiligt
• Steuerertragshoheit
 Verteilung des Steueraufkommens auf Bund und Länder
 Grundsätzlich:
• Gebundenes Trennsystem und Verbundsystem
• BRD nach dem Grundgesetz:
o Mischsystem mit Elementen des Trenn- und des Verbundssystems
• Steuerertragshoheit
 Gemeinschaftssteuern
• EK, Körperschafts- u Umsatzsteuer
• Art. 106 GG gemeinsam!
 Alle anderen nach Trennssystem zb. Mineralöl an den Bund
• Steuerverwaltungshoheit:
 Bundesfinanzbehörde
 Länderfinanzbehörde

- Steuer auf ‚Einkommensverwendung steigt von 40,6 auf 52,1%
- Steuer auf Einkommen vermögen, sowie Vermögensverkehr fällt von 54,9 auf 48%
- Gemeinschaftssteuern: EKSteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer werden am Meisten ab! Insgesamt fast 70%
- Mineralölsteuer 9 % am Gesamtsteueraufkommen

- Trotz Steuerertragshoheit der Länder keine Steuerfindungsrecht der Länder, Aber auch der Bund kann auch nur über Mineralölsteuer u Ergänzungsabgaben alleine entscheiden

- Sozialversicherung

 Sozialbeiträge seit 1990 verdoppelt
• Unternehmen, private HH und Bund zahlen fast alles
• Gesetzliche Rente und Krankenversicherung !
• Und dann noch alles staatliche, Beamtenkram, Sozialhilfe usw
o  die 3 verbrauchen das komplette Budget

- Vergleich BRD – EU
 Zentralisierungsmaß
• USA wenig, Dänemark viel, wir mittendrin
• Verschuldung:
 Bund 800mrd €
 Länder knapp 400 Mrd Euro
 Insgesamt 1500 Mrd €

Fazit:
Dt. Finanzordnung ist durch ein hohes Gewicht der Gemeinschaftssteuern gekennzeichnet
- Internationale Entwicklung
 Zunehmende Abgabenleistung in allen OECD Ländern
 Verschiebung von den Steuern auf Kapital zu den Steuern auf Arbeit
 Die Position BRDs verschlechtert sich im internationalen Vergleich allmählich
• Internationale Entwicklung
 Verschlechterung weniger das Resultat der dt. Einheit, als einer generellen Tendenz zu staatlichen Lösungen
 Inbesondere zurSchweizer Steuerbelastung und Finanzverfassung bestehen erhebliche Unterschiede
 Noch kein Ende der Steuerdiskussion
 Aber auch Sozialsysteme sind noch nicht gut genug reformiert
Probleme der internationalen Besteuerung
• Grundzüge des internationalen Steuerrechts
• Effiziente internationale Besteuerung
• Weltwirtschaftliche Effizienz
• Strategische internationale Steuerpolitik
• Die europäische Mehrwertsteuer
• Internationale Unternehmensbesteuerung
• Zusammenfassung
Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Entwicklung der Schattenwirtschaft in OECD Ländern
• Bestimmungsfaktoren der Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung
• Die Funktion von Strafen und Kontrollen
• Hilfe durch Steuerreformen
• Steuermoral als Residualerklärung
• Bestimmungsfaktoren der Steuermoral

Kategorien: Blogroll

Finanzwissenschaften Prof Feld WS 2006/2007 v0,4

April 11, 2007 · 1 Kommentar

Kategorien: Prof Feld · feld fiwi Staat · finanzwissenschaften

Entwickungspolitik 2 Sangmeister Übung mit Lösung

April 11, 2007 · Kommentar schreiben

Entwickungspolitik 2

1. Dogmengeschichtlicher Überblick
1.1 Vorgeschichte der Entwicklungstheorie(n)
1.2 Etablierung der Entwicklungstheorie(n)
1.3 Krise der Entwicklungstheorie(n): Das Ende der „Dritten Welt“?
2. Der wirtschaftspolitische Handlungsrahmen
2.1 Koordinierungsprobleme und Institutionalisierung der Wirtschaftspolitik
2.2 Effizienzprobleme gelenkter Marktwirtschaften
3. Entwicklungsstrategien
3.1 Wachstumsstrategien: Importsubstituierung versus Exportorientierung
3.2 Grundbedürfnisstrategien und Selbsthilfeansatz
3.3 Neoliberale Strukturanpassung
3.4 Neue Steuerungstheorie und das Konzept der systemischen Wettbewerbsfähigkeit

Übungen

1. Aufgabenblatt

Aufgabe 1:
Für die häufig kritisierte relative Erfolglosigkeit bisheriger Entwicklungspolitik lassen sich verschiedene Argumente vorbringen. Ordnen Sie die nachfolgenden Aussagen jeweils einer Argumentation zu:

(a) „Ohne ausländische Hilfe gäbe es keine Dritte Welt. [...] Jede Entwicklungshilfe wirkt als Verarmungshilfe.“

Antwort:
- Das System selbst ist das Problem, deshalb können Lösungen innerhalb des Systems nie die Probleme beseitigen
- (Globalisierungsgegner, ATTAC, usw.)
-> keine Lösung durch die Wirtschaftswissenschaften mögich

(b) „Wie die Obdachlosen und Sozialhilfeempfänger in [...] wohlständigen
Gesellschaften sind auch die ‚obdachlosen‘ Länder, die nicht einmal genügend
Hilfe zum Überleben erhalten, Abhängige, Marginalisierte vom Zentrum der
Weltwirtschaft. Nichtmitgekommene, darum Zukurzgekommene.“
Antwort:
- Das System selbst ist das Problem, deshalb können Lösungen innerhalb des Systems nie die Probleme beseitigen
- (Globalisierungsgegner, ATTAC, usw.)
-> keine Lösung durch die Wirtschaftswissenschaften mögich

(c) „Deshalb ist die Forderung der Weltbank nach ‚good governance‘ realitätsfern und reflektiert ein falsches Verständnis von Politik. [...] Realistischer ist die Annahme, dass die Entscheidungen der Regierungen und die der sie stützenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Elitegruppen von ihren persönlichen und Gruppeninteressen und sozialen Zwängen, denen sie unterliegen, bestimmt werden.“

Antwort:
- Theorie arbeitet mit idealtypischen Begriffen, es liegt in der Kompetenz der Umsetzenden die Theorie in die Realität zu übertragen.
- Das Fehlen wurde erst im Nachhinein bemerkt.

(d) „In Wirklichkeit will und kann der Norden eine Entwicklung im Süden gar nicht beabsichtigen. In Anbetracht der Tatsache, dass selbst das 0,7%- Ziel bislang hauptsächlich ein Lippenbekenntnis geblieben ist, kann die Erfolglosigkeit der Entwicklungspolitik nicht überraschen.“

- zu 0,7 %; die unterzeichnenden Ländern verpflichten sich 0,7% ihres BIP für Entwicklungshilfe auszugeben – 2002 Monterrey Mexico

(e) „Zu fragen, warum Entwicklungspolitik nicht die Armut beseitigt habe, überschätzt Bedeutung und Möglichkeiten von Entwicklungspolitik. Die
Entwicklungsproblematik lässt sich (auch nicht mit größeren Mitteln) weder in
wenigen Jahren, noch ausschließlich von außen lösen. Entwicklung ist ein
langwieriger gesellschaftlicher Prozess, auf den man nur gelegentlich
unterstützend von außen Einfluss nehmen kann.“

Antwort:
- Problem ist zu komplex und vielschichtig um nur durch Wiwi beschrieben zu werden.

Aufgabe 2:
Erläutern Sie die Begriffe kumulativer, substitutiver und zirkulärer Wissensfortschritt. Welche Bedeutung haben diese Begriffe für die Geschichte entwicklungstheoretischer Lehrmeinungen? Nennen Sie Beispiele.

Antwort:
- Wissenschaft wird betrieben, um die Realität zu prägen und zu beeinflussen. Ohne Fortschritt, im Sinne von Verbesserung macht die Wirtschaftsgeschichte keinen Sinn. Fortschritt ist Zusatzerkenntnis

Für die Wiwi fraglich, denn
1.) es kommt nicht zu gesicherter Erkenntnis
2.) Probleme bleiben bestehen

Kumulativer Wissensfortschritt: bestehendes wird erweitert um die neue Erkenntnis
Rad Auto schnelles Auto

Substitutiver Wissensfortschritt:
Alles Theorien, alles Wissen stellt sich als falsch heraus und wird durch neues ersetzt  Erde ist eine Kugel

Zirkulärer Wisensfortschritt:
Theorien wechseln sich oftmals willkürlich ab ohne, dass es nötig wäre, (alte Theroie nicht in dem Sinn „Falsch“), oder es einen willkürlich weiterbringt: Probleme treten immer wieder auf, man kommt zu einer eindeutigen Lösung
 Dilemma der Wiwi
 dialektischer Prozess: Meinungsstreit ohne echten Sieger/ Verlierer aber: Erkenntnisgewinn

Aufgabe 3:
Erläutern Sie die begrifflichen Unterschiede zwischen Entwicklungstheorie und
Entwicklungsökonomie. Was sollte Ihrer Auffassung nach der Inhalt einer Theorie der Entwicklungspolitik sein und welche Bedeutung haben Entwicklungsstrategien für die Entwicklungspolitik?

Adam Smith:
Großer Moralphilosoph seiner Zeit an der Uni Glasgow.
In „wealth of the nations“ stellte er seine Systematische Analyse wirtschaftlichen Handelns und Abläufe auf.

Nach Smith gilt folgendes:
- Jeder Mensch ist bestrebt seine Lebensbedingungen zu verbessern
- Jeder verfolgt das Prinzip des Eigennutzens

Er beobachtete, dass in einer durch diese Punkte gekennzeichneten Gesellschaft der größte Wohlstand für alle entsteht.
 eigennützig handelndes Individuum vermehrt nicht nur die eigene, sondern auch die allgemeine Wohlfahrt
- Grundlage der Sichtweise des freien Liberalismus
Wettbewerb steuert die Marktprozesse. Das Verfolgen von Eigeninteresse bringt für alle Vorteile
Bsp.: Wettbewerb vermeidet hohe Preise

Reichtumsbegriff
- Nicht die Verteilung der Edelmetallvorräte ist entscheidend, sondern di Vermehrung des Arbeitsproduktes.
- Die Versorgung der Gesellschaft mit Gütern ist abhängig von der
o Arbeitsproduktivität
o Kapitalakkumulation

Dreh- und Angelpunkt seiner Argumentation ist die Arbeitsproduktivität und ihre Steigerung durch Arbeitsteilung
 Division of labour

- Zeitgewinn, weil Tätigkeiten nicht wechseln muss
- Erhöht die Geschicklichkeit
- Anregung zur Erfindung von Maschinen

Unsichtbare Hand des Marktes reguliert alles
- anstatt der sichtbaren Hand des Staates
o Eingriffe des Staates schaden dem Wettbewerb, Marktgleichgewicht stellt sich automatisch ein.

Aufgaben des Staates nach A.Smith:
- Leistungen und Anreizhemmende Regeln abbauen und Rahmenbedingungen für Verfolgung des Eigeninteresses schaffen
- Eingriff bei nicht funktionierendem Wettbewerb (Monopolbildung verhindern wo nötig)
- Eingriff , wenn die Freiheit des einen , die des anderen gefährdet (Rechtstaat )

Erziehungszoll:
- wenn in Entwicklungsländern Industrien aufgebaut werden, schützt der Staat diese übergangsweise durch Zölle
- Produkte sind sehr billig. Im vgl. zu uns und würden Markt schädigen

Der Neomerkantilismus wurde von Friedrich List zu einem theoretischen System aufgebaut. List argumentiert in seinem Hauptwerk: „ Das nationale System der politischen Ökonomie (1841)“ aus der Perspektive der von ihm genannten „Länder 2.Stufe“

Diese Länder waren in der Lage, wenn sie bewusst für eine Übergangszeit die universalistischen Prinzipien der klassischen Theorie (Smith, Ricardo) verletzen.

2 Begriffe spielten eine wesentliche Rolle
1.) Separation nach Außen (Erziehnungszoll)
2.) Integration nach Innen (Wegfall administrativer Hemmnisse und Ausbau der Infrastruktur)

ISI.. binnenorientierte Entwicklungsstrategie, Importsubstituierender Industrialisierung

- Lernkosten and der Stelle von „Wohlfahrtsverluste“

Sobald der Industrievorsprung der Länder der 1.Stufe aufgeholt ist, könnten die Länder der 2.Stufe zum Freihandel übergehe und mit denen der 1.Stufe mithalten bzw. anfangen zu Handeln

Neomerkantilismus: (v.a. Hamilton, Das Nationale System der politischen Ökonomie (1841)

Unterteilung in Länder
1. Stufe: England
2.Stufe: D, F, USA
3. Stufe: rest

Länder der 2.Stufe sind in der Lage, den englischen Vorsprung aufzuholen

- Die Länder der 2.Stufe müssen für eine Übergangszeit die Prinzipien der klassischen Freihandelstheorie verletzen.
- Nationalproduktivität fördern
- Separation nach Außen/Integration nach innen
 Schutzzölle, Ausbau der Infrastruktur

- importsubstituierende Industrialisierungstheorie

Unterschiede zu Ricardo

- keine Wohlfahrtsverluste, sondern Lernkosten
- Entfaltung produktiver Kräfte ist wichtiger as Güterversorgung (Ricardo)

Gemeinsamkeiten:
- späterer Übergang zum Freihandel ist theoretisch möglich
Durch gestiegene Produktivität gleicht man Lernkosten aus

2. Aufgabenblatt

Aufgabe 1:
Beschreiben Sie die marxistische Stufentheorie und die Verursachungsfaktoren für den Übergang zur jeweils nächsten Stufe. Erläutern Sie die Unterschiede in der Theorie der Stadien wirtschaftlichen Wachstums nach W.W. Rostow gegenüber der marxistischen Stufentheorie.

Karl Marx (1818-1883)
- historischer Materialismus: Epochen ökonomischer Gesellschaftsformation (Kritik der politischen Ökonomie)
- Der Staat wird erklärt durch die Gesellschaft heraus, mit den dialektischen Prinzipien von Hegel

Grundmodell:
1.) Familie: Das moralische Band ist hier noch intakt
2.) Bürgerliche Gesellschaft: Individuen , die nach Eigennutzen handeln
3.) Das moralische Band ist zerissen; der Staat und seine Institutionen sind notwendig um es zu flicken.

3 Säulen von Marx:
1. Hegel
2. Feuerbach
3. Nationalökonomie

1.) Hegel
- Einflussreicher Philosoph; Er ging davon aus, das die Gesellschaft zu seiner Zeit (preußische Gesellschaft) die beste ist, welche man erreichen kann. Die preußische Gesellschaft hat die Serie von der dialektischen Entwicklungen beendet.

Marx behauptet, dass noch weitere stattfinden müssen. Damit sie Antworten auf Probleme wie Armut, Diskriminierung und Zensur findet.

- Dialektik: Bei Marx wird Dialektik zur Wissenschaft von allgemeinen Entwicklungsgesetzen von Natur und Gesellschaft

1. Phase: es existiert ein Subjekt
2. Phase: Das Subjekt produziert Objekt (eine Nicht Identität)
a. Subjekt wird von Objekt geknechtet
3. Phase: Neue Identität; der Mensch entsteht

Im Falle von Marx:
Subjekt: Bürgerliche Gesellschaft
Objekt: Der Staat (wird vo Subjekt geschaffen und geknechtet)  Snythese? – ist bei ihm nicht klar
Was er sagen will: der Mensch wird durch seine eigene Schöpfung geknechtet

Kritik an Hegel:
Er übernimmt die Methode, aber
Subjekt ist Mensch (nicht Gott)

Objekt ist irgendwas, was der Mensch produziert hat

Das Produkt des Menschen ist die Synthese:
Wenn das Produkt, dass er geschaffen hat ihm nicht gehötz:
1. Entfremdung von der Natur
2. Entfremdung von den Mitmenschen
(Produkt wird kollektiv produziert, hat 1 Eigentümer

Kapitalismus: Reinste Stufe dieser Entfremdung
Kommunismus: Synthese Objekt/Subjekt

2.) Feuerbach

Mensch erfindet Gott, rein abstraktes Wese des menschlichen Verstandes

- Nach Marx ist Feuerbach Idealist
o Mensch denkt sich Gott aus – Mensch ist geknechtet
o Mensch denkt sich frei -> Mensch ist Frei
o Sein bestimmt das bewusst sein (Marx)
o Marx geht über Feuerbach hinaus:
 Geschichte muss berücksichtigt werden
 Sein: Ökonomische Existenzbedingung eines Menschen

3.)Nationalökonomie

Bewegungsgesetze der bürgerichen Gesellschaft sind erkannt worden, aber nicht geklärt.

 Das Kapital „Kritik der politischen Ökonomie“ (1867)

- In Gesellschaften mit kapitalistischer Produktionsweisen handelt es sich um Klassengesellschaften in denen das Privateigentum durch die Indienstnahme von Lohnarbeit vermehrt wird.
- So akkumuliert sich der Reichtum i Form von Kapital, während seine Produzenten dauerhaft von ihm ausgeschlossen werde

Stufen der Gesellschaftsformation nach Marx

(Unilenearer Prozess, Tempo unterschiedlich)
Motor der Geschichte, Klassenkampf

1. Urgesellschaft
2. Sklavenhaltergesellschaft
3. Feudalismus
4. Kapitalismus
5. Sozialismus
6. Kommunismus

Einzelne Stufen entwickeln sich nicht kontinuierlich und konfliktlos. Erst aus den Trümmern einer alten Gesellschaft kann einen neue enstehen.

- Jede Stufe ist charakterisiert:
o Produktionskräfte : Arbeiter
o Produktionsverhältnisse; soziale Beziehungen der Menschen untereinander um Wirtschaften zu können.
Argumentation:
- langsam wird mehr produziert als verbraucht
- Produktionskräfte entwickeln sich weiter, Produktionsverhältnisse bleiben gleich

1. Urgesellschaft

- Mensch trat durch Arbeit aus dem Tierreich
- Keine Klassen/Keine Ausbeutung

PV.: Gemeinsame Bemühung aller zum überleben, kein Privateigentum
PK.: Entwicklung der Produktionskräfte
(gehen ineinenander über)

2. Sklavenhaltergesellschaft

Klassengesellschaft
PV.: wird produziert wie beötigt/Tausch, Privatbesitz
PK.: Arbeitsteilung / Werkzeuge: Sklaverei gestützt

1. Feudalismus:

PV.: Privateigentum an Produktionsmitteln u.a. Boden von Feudalherr

Bauern sind Eigentümer von Kapital in Form von Werkeugen/ Handel blüht auf/Gewerbe

Pk.: Weiterentwicklung/Qualifikation steigt/ Spezialisierung
 Bürgerliche Revolution

3. Kapitalismus:

PV.: Privateigentum and Kapital (zentraler Produktionsmittel)
PK.: Arbeitskräfte kann sich nur mit den Produktionsmitteln entfalten, die die Kapitalisten besitzen

Arbeiter verkaufen ihre Arbeit
Kapitalisten stellen nur Arbeiter ein, wenn sie einen Mehrwert bekommen  Ausbeutung!

(Entfremdung; Arbeiter am Ende nicht das, was er produziert hat)

Kapitalisten investieren den Mehrwert in neues Kapital  ständige Kapitalakkumulation
a. ständiges Wachstum
b. Profitraten sinken langfristig
c. PV fördern nicht mehr die Weiterentwicklung der PK  soziale Revolution: Umsturz der Kapitalisten durch die Arbeiter

4. Sozialismus

- Produktionsverhältnisse: Gesellschaftliches Eigentum an Produktionsmitteln
Das Proletariat will die Produktion steigern, werden nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und nach Leistung entlohnt

 Vorstufe des Kommunismus
- Macht dem Volk
- Arbeit ist das erste Lebensbedürfnis
- Jeder arbeitet so gut er kann und konsumiert nach seinen Bedürfnissen

In ss 2004 gb es noch eine Frage zu Marx

Aufgabe 2:
Wie erklärt Max Weber die Herausbildung des Kapitalismus in westlichen Gesellschaften?

Zitat Weber:

„Streben…nach möglichst hohem Geldgewinn hat an sich mit dem Kapitalismus gar nichts zu schaffen. Das Streben fand und findet sich bei Kellnern, Ärzten, Kutschern, Künstlern, Koketten, bestechliche Beamten, Soldaten, Räuber, Kreuzfahrern, Spielhöllenbesuchern, Bettlern. Man kann sagen „by all sorts and conditions of men“, zu allen Epochen aller Länder der Erde, wo die objektive Möglichkeit dafür irgendwie gegeben war ist, Schrankenloseste Erwerbsgier ist nicht im mindesten gleich Kapitalisten, noch weniger gleich dessen Geist (Max Weber 1922)

Max Weber: „ die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“
 Innere Antriebe/Kräfte

Untersuchungsgegenstand von Max Weber

1. die europäische Sonderentwicklung zum okzidentalen Rationalsimus und die Entfaltung einer kapitalistischen Geisteshaltung
2. Klärung der Unterschiede im okzidentalen Kulturkreis

Zu 1.) Religionssoziologische Erklärung

- Calvinismus: Dogma der Gnadenwahl
- 2 Gruppen von Menschen:
o Auserwählten
o Unwissenden bzgl. Ihrer Prädestination
 Calvin gibt eine Antwort:
- der berufliche Erfolg ist ein wichtiger Beweis des Auserwähltseins

zu 2.)

- in den angelsächsischen Ländern fand schon eine von aristokratischen Hemmnisen befreite kapitalistische Wirtschaftsgesinnung statt, während in BRD und in Süd- und Osteuropa noch eine feudalistische Struktur vorhanden war.
 Befreiung aus Feudalismus führt zu Kapitalismus

Aufgabe 3:
Die neoklassische Theorie, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts herausbildete, war im entwicklungsökonomischen Kontext vor allem für die Weiterentwicklung der klassischen Außenhandelstheorie von Bedeutung. Worauf wird in dem Faktorproportionentheorem und später in dem Neofaktorproportionentheorem die Vorteilhaftigkeit von Außenhandel zurückgeführt?

Siehe Vorlesung??

Klassische Außenhandelstheorie:
Ricardo:
Komparative Kostenvorteile
- Jedes Land produziert das Gut, was sie aufgrund exogener Gegebenheiten (Klima, Boden,..) günstiger zu produzieren ist
- Lohnt sich auch in dem fall, wo alle Güter produziert werden
- 2 Güter – 2 Länder Modell

Faktorproportionentheorem
- Ein Land exportiert die Güter in deren Produktion der relativ reichlich vorhandene Faktor vergleichsweise intensiv eingesetzt wird.
-  Die von Land zu Land unterschiedlich Ausstattung mi den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital ist in die Analyse komparativer Vorteile einzubeziehen

Balassa!?

- Neofaktorproportionaltheorem

Arbeiteinteilung in einfache (ungelernete) und qualifizierte (gelernte Arbeit)
 „investment in human capital“
(

 Das Harrod Domar Modell ist nicht primär ein Entwicklungsmodell, sondern ein reines Wachstumsmodell. Es gibt keine Aussage über die Verteilung und die Qualität des Wachstums

 Das Modell kann nur eine Aussage zum zukünftigen Wachstum machen, wenn man sich auf dem gleichgewichtigen Eachstumspfad befindet

 Für eine Sektoralplanung oder ähnliche Anwendungsmöglichkeiten ist das Modell zu hoch aggregiert

Aufgabe 4:
Wie ist in der einfachsten Form eines Harrod-Domar-Modells die Wachstumsrate des Nationaleinkommens determiniert und welche entwicklungsökonomischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten?

Alt Aufgabe 6

Netto Investitionen (T=0) –-> erhöhung des Kapitalstocks, dadurch steigt Produktionskapazität (morgen T=1)

 mehr Nettoinvestitionen notwendig um Produktionskapazität auszulasten
T=2
Im GG gilt I=S

Nachfrageänderungen = Kapazitätsänderungen
Delta Y s = Delta Y d
Kapazitätseffekt = einkommens effekt
1/k * I = 1/s*delta I

K= Kapazitätskoeffizient
C= C/Y Konsumquote
Gy =S/K

GG –Wachstumsrate des Volkseinkommens = Quotienten aus Sparquote & Kapitalkoeffizient

D y / d I = 1/1-C’ =m

Elementarer Multiplikator

Er gibt an, wie stark das Volkseinkommen auf eine Veränderung von I reagiert

Bsp.: C’ =0,8  m =1/0,2 =5 Ergebnis nach allen Runden

Jede zusätzliche Investition erhöht y um 5 Einheiten

 d y = 1/1-c *d I

j-te Runde: dY i = C’ hoch jhoch -1 DI
 Rolle des Staates:
- Wenn es Multiplikatoreffekte gibt, dann muss der Staat aktiv eingreifen auf der Nachfrageseite durch Steuern und Staatausgabenerhöhung

Harrod Domar Modell: Keynesianische Wachstumstheorie

- gesamtwirtschaftliches , aggregiertes Modell
- Bestimmung der Bedingungen des Wachstums des Sozialproduktes unter vereinfachten Annahmen
- Investitionen

EE
1.) Einkommenseffekt: Investitionen schaffen Einkommen als Komponente der Nachfrage
KE
2.) Kapazitätseffekt:durch Veränderung des Kapitalstocks auf der Angebotsseite
Annahmen:
- kurzfristig: konstanter Kapitalstock
 konstanter Produktionskapazität
- langfristig: Nettoinvestitionen
 1. Nettoinv. Als Teil der Nachfrage (EE)
 2. Zuwachs des Kapitalstocks (KE)
- Dynamischer Ungleichgewichtscharkater
o EE in der Selben Periode
o KE in der folgenden Periode
Nettoinvestitionen  Produktionskapazität 
(Heute) (morgen)
Mehr Nettoinvestitionen notwendig, um Produktionskapazität auszulasten ..
GG Wachstum:
- Periodengleichgewicht und Nachfrage und das Angebot wachsen im gleichen Maße
1.) EE : Welche gesamtwirtschaftliche Nachfrage Delta Y d resultiert aus zusätzliche vorgenommen Investitionen delta I

2.) KE:

Aufgabe 5:
Erklären Sie die von Modernisierungstheorien unterstellten Wandlungsprozesse als Voraussetzung von „Modernisierung“. Welche Ausprägungen sollen diese
Wandlungsprozesse in verschiedenen Transformationsphasen annehmen?

Die Modernisierungstheorie trat erstmals im Zusammenhang mit der Entwicklungstheorie nach dem 2. Weltkrieg als interne Auseinandersetzung auf. Sie stellte das Gegenmodell zum Sozialismus dar und suchte nach Alternativen gegen den Zwangskollektivismus

Die Modernisierungstheorie baut auf 3 Bausteinen auf
1.) Entwicklungsökonomie
2.) Staatstheorie
3.) Theorie des sozialen Wandels

Ihre Charakteristika besteht vor allem darin, dass sie den Entwicklungsprozess in den EL als einen Prozess der Angleichungs- und Nachahmung der bereits entwickelten IL betrachtet. Der Prozess selbst ist hierbei wesentlich durch die Begriffe Tradition und Moderne geprägt.

Die Entwicklungstheorie sieht nämlich vor, traditionelle Denk- und Verhaltensweisen bzw. Werte zu dynamisieren und modernisieren.

- Die Schlussfolgerung daraus ist, dass sie die internen Faktoren, insbesondere die kulturellen und sozialen sowie binnenorientierte wirtschaftliche Tatbestände als Ursachen für die Unterentwicklung ansieht, welche durch externe Einfüsse, z.B. Entwicklungshilfe, der modernen Vorstellung entsprechend angepasst werden. Der Begriff „Modernität“ ist hierbei durch die kapitalistische Weise geprägt und gleichzusetzen mit Demokratie, Menschenrechte, Massenkonsum…
- Entwicklung ist definiert als Wachstum, wobei Wachstum wiederum der westlichen Industrialisierung entspricht, dm Endziel der Modernisierungstheorie. Der Prozess soll uniform (d.h. für alle EL gleich) und unilinear, d.h. auf eine gesellschaftliche Zielvorstellung gerichtet, verläuft.
- Modernität , d.h. Nachahmung der Transformationsprozesse der IL ist also dementsprechend die Voraussetzung für die unterstellten Wandlungsprozesse.
- Die Auslösung solcher Wandlungsprozesse wird beschleunigt durch Hilfe von außen.
- Die Wandlungsprozesse selbst treten in verschiedenen Bereichen auf
1.) soziokultureller Bereich = zentral

1. Säkularisierung
2. Verwissenschaftlichung
3. Rationalisierung
4. Differenzierung = Zerlegung in Institutionen
2.) Politik

3. Staatenbildung
4. Nationenbildung
5. Demokratisierung

3.) Wirtschaft

1. Kapitalakkumulation
2. Technischer Fortschritt
3. Einkommensverteilung
4.) Take off
1. Ausbeutung des Massenkonsums
5.) Gesellschaft

1. Bevölkerungswachstum
2. Urbanisierung
3. Alphabetisierung
4. Kommunikationssteigerung
5. Soziale Mobilität

Frage 2 Blatt 3 alt – kommt nicht dran!?

Stadien wirtschaftlichen Wachstums nach Rostow

 Rostow unterscheidet die folgenden 5 Entwicklungsstrategien

1.) die traditionelle Gesellschaft
2.) die Übergangsgesellschaft
3.) Take off Gesellschaft
4.) die Reife Gesellschaft
5.) die Massenkonsumgesellschaft

 Wirtschschaftsstufentheorie
Zu 1.)
- gekennzeichnet durch:
o vonrnehmlich agranisch, hat hierarchische Gesellschaftsstrukturen, weist nur eine geringe vertikale Mobilität auf, ist durch Fatalismus gekennzeichnet
zu 2.)
- hier werden die Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum gelegt durch ein Ansteigen der Investitionsquote und durch Entwicklungsträchtige Veränderungen der Verhaltensweisen
- Die Gesellschaft bereitet sich auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum vor
Zu 3.)
- der wirtschaftliche Aufstieg (Take off) erfolgt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Anstieg der Investitionsquote auf mindestens 10%, entstehen von dynamischen führenden Wirtschaftsbranchen mit hohen Wachstumsraten, Vorhandensein politischer, sozialer und institutioneller Rahmenbedingungen, sowie eines Pionier-Unternehmens
zu 4.)
- nach Take off folgt langer Zeitraum mit stetigem Wachstum
- Ausdehnung der Technikanwendung auf alle wirtschaftliche Bereiche
- Investitionsquote: 10-20%
- PKE steigt, Privater Konsum steigt
- Internationaler Markt entsteht (Import, Export), Produkt Basis wird größer
- Wirtschaft ist jetzt fähig über die ursprüngliche Industrie hinauszuwachsen
- Leitsektoren: Stahl- und Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau
Zu 5.)
- es bietet sich einer Gesellschaft die Möglichkeit des Massenkonsums in Gestalt von Dienstleistungen und Konsumgütern
- Privates Einkommen weit über Existenzminimum
  Tendenz zum Wohlfahrtsstaat

3. Aufgabenblatt - lange Version

Aufgabe 1:
Das dominierende entwicklungstheoretische Paradigma in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Dependenztheorie. Skizzieren Sie deren wesentlichen Aussagen.

- Die Dependenztheorie entwickelte sich in den 60er Jahren und setzte sich aus drei verschiedenen Thesen zusammen
- Die Dependenztheorie entsprang aus der PREBISCH/SINGER – These , dem Strukturalismus und dem Imperialismus

Prebisch/Singer, Vertreter der Auerhandelstheorie, welche externe Faktoren als Ursache für die IL ansahen, unterteilten die Welt und Zentren und Peripheren, wobei die IL die Zentren und die EL die Peripherien darstellten
- Sie sagen, dass die Zentren und die Peripherien wirtschaftlich-strukturell unterscheiden, nämlich in den Preis-Einkommenselastizitäten der Nachfrage nach Grundstoffen und Industriestoffen
- Während die Einkommenselastizität der Nachfrage nach Grundstoffen, die von EL exportiert werden in IL sehr klein ist, ist die Nachfrage nach Industrieprodukten in EL sehr groß. Dies führt dazu, dass die Preise für Rohstoffe fallen, während die Preise für Industriestoffe steigen werden.
- Das Resultat ist die These von Prebischs, dass in diesem Fall eine internationale Arbeitsteilung zu einer sekulären Verschlechterung der Terms of Trade in EL führen würde
o Ursache ist die ungleiche Verteilung der Handelsgewinne, der am Handel beteiligten Länder
o Die Konsequenz daraus ist, dass die Zentren einen viel höheren Nutzen am Außenhandel haben als die Peripherien. Die Wohlstandslücke zwischen IL und EL wächst

Die Neoimperialismustheorie, welche stark auf den klassischen Imperialismus zurückgriff, wurde als Gegenposition zu dem damals wieder entfachten Marxismus geboren.
- Hintergrund war der ausgebrochene Vietnamkrieg und die damit verbundene Protestwelle gegen das US Regime.
- Der Neoimperialismus sah UE nicht länger als eine Art Rückständigkeit auf der Zeitachse, sondern auch der Hegemonialmacht der USA.
- Galtung sprach in diesem Zusammenhang sogar von „struktureller Gewalt“, weil durch die Außenwirtschaftsverflechtung sich auch interne hierarchische Strukturen aufbauten und Eliten der EL zum Handlanger, der IL wurden, die ihre eigene Gesellschaft ausbeuten.
Weiterer historischer Anlass war der Zusammenbruch der Wirtschaftspolitik in Lateinamerika. Dependenztheoretiker machten die bisherigen Entwicklungstheorien dafür verantwortlich und die Integration der EL in den Weltmarkt, welcher dazu führte, das sich EL lediglich zu Primärgüterexporteuren entwickelten, die von den IL ausgebeutet werden.

Im Wesentlichen entwickelten sich daraus 2 Positionen:

1.) die bürgerlich, nationalistische Dependenztheorie, welchen sich mit den Abhängigkeitsverhältnissen Lateinamerikas zu den IL auseinandersetzte
2.) die marxistische Dependenztheorie
- sie sah Klassengegensätze –-> Ausbeutung der EL

Es herrschte aber trotzdem Einigkeit bzgl. Folgender Charakteristika

1.) UE wird durch externe Faktoren, Einflüsse von außen verursacht
2.) UE ist kein Zustand, der sich aus einer historischen Gegebenheit, nämlich einem zurückbleiben auf der Zeitachse bzw. einer mangelhaften Integration in den von IL beherrschten Weltmarkt
3.) A.G. Frank sprach von einer „Entwicklung der Unterwicklung“, wobei die EL als Primärgüterexporteure missbraucht werden und die IL auf diese Weise weiter wachsen. Die Ursache lag in der ungleichen Verteilung der Außenhandelsgewinne. Die EL sind gezwungen, immer mehr zu exportieren, um das Importvolumen zu erhalten. Dies führt zu einer Überbelastung der Arbeitskräfte, PKE fällt, … TEUfElkReiSmodell
4.) Die Integration in den Weltmarkt ist nicht erfolgreich, weil Assymetrien in den Außenhandelsbeziehungen zwischen EL und IL bestehen. Die IL sind durch einen metropolitanen Kapitalismus geprägt.
Die Dynamik des Wirtschaftswachstums ergibt sich aus einem GG heraus, Es bestehen Verflechtungen zwischen Massengüterproduktion und dem Kapitalsektor. Die EL hingegen haben einen Kapitalismus..
Die Dynamik besteht in der Beziehung zwischen Exporten und den damit finanzierten Luxusimporten. Der Exportsektor erlebt zwar positive Modernisierungsschübe, jedoch zu Lasten der anderen Sektoren, die stagnierende Produktionsstruktur ist auf die EL und nicht die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet.
Integration bedeutet strukturelle Abhängigkeit
5.) Strukturelle Heterogenität
- es bestehen sowohl kapitalistische, als auch sozialistische Produktionsweisen.
- Folge: „ Entwicklungsstrategische Imperative“ nach Senghaas
- Dissoziation:
o Herauslösung aus dem Weltmarkt, Forderung einer autozentrierten Entwicklung = Aufbau einer eigenen lebensfähigen Ökonomie mit Rückgriff auf die eigenen Ressourcen und ökonomischen Verflechtungen und Vermaschung
o Realisation durch Binnenmarktorientierung – import substituierende Industrialisierung
o Interne Restrukturierung
o Regionale Kooperation
 Süd Süd Kooperation (Zusammenarbeit der EL untereinander)
 Süd Nord Kooperation

Aufgabe 2:
Welche Argumentation steht hinter neoliberalen Vorstellungen von Entwicklung durch Weltmarktintegration?

- Im engeren Sinne handelt es sich hierbei um eine politische Wirtschaftstheorie, gestützt auf makroökonomische Faktoren:
o Stabilität
o Privatisierung
o Wirtschaftswachstum
o Liberalisierung
- Sie fordert eine möglichst offene Volkswirtschaft, welche durch eine Integration von wettbewerbsfähigen Exporten in den Weltmarkt erzielt wird.
- Im weiteren Sinne ist sie ordnungspolitisches Programm mit dem Inhalt, den Staat möglichst zu reduzieren und Allokationsprozesse durch den Markt zuleiten
- Wird auch als Renaissance der Neoklassik bezeichnet
- Im Sinne der Entwicklungstheorie steht sie einer binnenwirtschaftlichen Orientierung und ISI skeptisch gegenüber und setzt sich für eine Liberalisierung des Außenhandels durch Exportorientierung ein.
- Die Ziele bilden dementsprechend eine höhere Weltmarktorientierung, weniger Staat. Charakterstisch ist weiterhin das Neofaktorproportionentheorem
- Bela Balissa sieht die Chance insbesondere in der Verlagerung von Produktionsschwerpunkten
- Eine Förderung von Humankapital würde zu einer mehr Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt führen. In diesem Zusammenhang tritt die Competitive Advantages These von M Porter auf.
o Diese setzt sich zusammen aus:
 Kostenführerschaft
 Produktionsdifferenzierung
 Konzentration auf Produktionsschwerpunkte mit komparativen Vorteilen
o Die letzteren werden wiederum erreicht durch ein Versteigerungsmonopol über Produkt- und Verfahrensinnovation
o Kostenführerschaft wird erreicht durch Kombination mehrerer Komponenten.
o Je mehr produziert wird, desto mehr Produktionskosten können eingespart werden. Ebenso ist die Wahl des Standortes und die Lohnkosten eine wichtige Entscheidung zur Kostenreduzierung

- Die Neofaktorproportionentheorie besagt, dass eine dynamisch Verlagerung von komparativen Kostenvorteilen von Land zu Land erfolgen kann, wenn sich z.B. die Faktorausstattung oder die Arbeitsproduktivität in einem Land verändern. Sie unterteilt in Sachkapital, Ausbildungskapital und ungelernte Arbeitskräfte
- Bei der Einführung eines neuen Produkts sind zunächst Forschung und ein entsprechendes Know How nötig, das die IL vorzuweisen haben
- Nach Einführung jedoch wird das Herstellungsverfahren immer einfacher und unkomplizierter. And dieser Stelle sind Sachkapital und ungelernte Arbeitskräfte von Bedeutung, die wiederum die EL vorzuweisen haben. sie können nun sehr kostengünstig produzieren und erhalten somit in dieser Produktion die komparativen Kostenvorteile
- Um einen wettbewerbsfähigen Handel für EL zu erreichen ist jedoch Schutz nötig
- Eine wichtige Strategie ist somit die selektive Weltmarktintegration
- D.h. die EL verlassen ihre traditionelle Stellung als lediglich Primärgüterexporteur und exportieren nur die Güter, welche einen komparativen Vorteil gegenüber der Welt bringen.
- Weitere Maßnahmen wären Freihandelszonen und Zollunion

Aufgabe 3:
Erläutern Sie die in der Pareto-Optimalität enthaltene implizite Verteilungsnorm.

Ausgangspunkt: welche Entscheidung ist die Beste?
 Reicht es z.B. wenn Mehrheit zufrieden ist, braucht man 100%?

Pareto- Kriterium:
- Der Produktions- und Verteilungsprozess in einer Gesellschaft ist effizient organisiert, wenn es nicht möglich ist, ein einzelnes Individuum besser zu stellen, ohne gleichzeitig andere schlechter zu stellen

Pareto- optimum:
- Statische Gleichgewichtsituation in der es nicht möglich ist, die Wohlfahrt einer Person zu erhöhen, ohne nicht mindestens eine andere beteiligte Person in ihrer Wohlfahrt schlechter zu stellen

Pareto Optimalität erfordert, dass
1.) Die technische Rate der Substitution von je 2 Produktionsfaktoren in der Produktion aller Güter übereinstimmen

TRS ij(x) = – GPi(x) / GPj(x)

GPi(X) Grenzprodukt des Faktors i ; Steigung der Produktionsfunktion
- Rate mit der die Outputmenge steigt, wenn de Inputmenge des Faktors erhöht wird
- Grenzrate i in der die Faktoren i und j ausgetauscht werden können, so dass die Outputmenge gleich bleibt

2.) Die Grenzrate der Substitution von je 2 Gütern im Konsum übereinstimmen
Math.: Steigung IK im Punkt P=(x1,x2)
 GRS zwischen 2 Gütermengen:
- um wieiviele Einheiten delta X2 die Gütermenge x2 erhöht werden muss, wenn bei const. Nutzenniveau U die Gütermenge X1 „um eine Einheit“ delta x1 reduziert wird.

GRS= – dx2 /dx1
U(x1,x2)

D U=

dU= 0  GRS

IK.: geometrischer Ort aller Güterkombinationen die der HH gemäß seinen Präferenzen als gleichwertig einschätzt.

3.) Die GRS von je 2 Gütern im Verbrauch muss übereinstimmen mit den entsprechenden Grenzraten der Transformation im Produktionsbereich.

GRT: Steigung der Transformationskurve

 FII /6b

Aufgabe 4:
George J. Stigler stellte bereits in den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts einen eklatanten Widerspruch zwischen den erklärten Zielen und der tatsächlichen Wirkung wirtschaftspolitischer Markteingriffe fest. Wie erklärt er diesen Widerspruch?

1971: „Theorie der wirtschaftlichen Regulierung“ (Stigler)

 Widerspruch zwischen erklärten Zielen und tatsächlichen Wirkungen staatlicher Eingriffe
 Staat als träger „hoheitlicher“? Gewalt kann einzelnen Interessengruppen durch Eingriffe (z.B. in die Wettbewerbsfähigkeit oder durch bestimmte Sicherheitsvorschriften) „Sondervorteile“ verschaffen:

Hauptmerkmal: „Sondervorteile“ für eng begrenzte Gruppe die Kosten werden aber anderen Bevölkerungsteilen augebürdet.

 Verfügt die Interessengruppe über notwendige Ressourcen zum beeinflussen der polit. Parteien und die Kosten der Begünstigten verteilen sich auf weite Bevölkerungskreise
 Politische Parteien können risikiolos die „Sondervorteile“ an ihre Klienten verkaufen
(die schweigende Mehrheit“ leistet kein Widerstand)

 Je komplexer die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge sind, je weniger durchschaubar ist das für die Bürger

Politiker:
Suchen nicht nach Wahrheit, Effizienz oder Optimalität, sondern wollen ihr überleben im politischen Prozess sichern

Aufgabe 5:
Das Aktionsfeld wirtschaftspolitischer Akteure wird von den gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen beeinflusst. Erläutern Sie typische Merkmale dieser
Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern.

Tony Kilick: „ IMF programmes in Developing Countries and impact“ 1995

 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen in EL nach Killick:
- ausgeprägte soziale Konfikte (Religion, Ethik)
- latente Bereitschaft zur gewaltsamen Konfliktlösung  gesellschaftliche Konflikte
- fehlende institutionelle Lösungen/Regelungen zur friedlichen Lösung dieser Konflikte
- Instabilität der Herrschaftsübung wegen fehlendem offenen, politischen System
- Fehlen umfassender und zuverlässiger Information
- Hohe Alternanz (regelmäßiger Wechsel zwischen 2 Zuständen) in der Regierung
- Defizite der öffentlichen Institutionen und Mangel an qualifiziertem Personal

Aufgabe 6:
Für die Glaubwürdigkeit staatlicher Politik ist deren Zeitinkonsistenz entscheidend. Erläutern Sie die Konsequenz zeitinkonsistenter Politik.

Aufgabe 7:
Wovon hängt David Beetham zu Folge die Legitimität staatlicher Politik ab und bei welchen dieser Faktoren sind in Entwicklungsländern typischerweise Defizite vorhanden?

4. Aufgabenblatt

Aufgabe 1:
Die Strategie ungleichgewichtigen Wachstums (nach A.O. Hirschman) geht von der Annahme aus, dass durch gezielte Investitionen in „Schlüsselsektoren“ das Wirtschaftswachstum eines Entwicklungslandes dynamisiert werden kann. Welche praktischen Konsequenzen ergeben sich daraus für die Implementierung einer solchen Strategie?

Aufgabe 2:
Kennzeichnen Sie die zentralen Elemente einer grundbedürfnisorientierten
Entwicklungsstrategie und diskutieren Sie die Schwierigkeiten der Umsetzung deren Leitidee in entwicklungspolitische Praxis.

Definition: (Entwicklungsstrategie) Plan, der aufgestellt wird, um mittles aufeinander einwirkenden dynamischer Systeme ein Ziel zu erreichen.

 50, 60er Jahre – wachstumsorientierte EP
Ergebnis: „Durchsickern“ blieb aus
Folge:
- fortbestehende Armut
- keine Verteilungswirkung des Wachstums

 70, 80er Jahre: Zielgruppenorientierte Strategien
- Grundbedürfnisorientierte ES
- U.a. von ILO eingeführt

Ziel:
- Bereitstellung der Güter und Dienstleistungen die für ein menschenwürdiges Leben notwendig sind durch
1.) Gewährleistung einer Mindestausstattung an Gütern des privaten Bedarfs (Ernährung, Kleidung, Wohnung, Möbel)
2.) Bereitstellung bestimmter öffentlicher Güter und Dienstleistungen (Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel)
3.) Immaterielle Grundbedürfnisse, z.B. politische Partizipation

 Zentrale Elemente
1.) Grundbedürfnisse identifizieren
 GB sind subjektive Mangelempfindungen
2.) Befriedigung der GB ist nicht das Endziel, sondern ein erster Schritt, die notwendige Vorraussetzung für Selbstverantwortlichkeit und Partizipationsfähigkeit der Menschen.
3.) GB Strategie soll zur aktiven Teilnahme am Wirtschaftsprozess führen, der Zugang zu Produktionsmitteln ist daher notwendig
4.) Zielgruppenorientierung
Definition: (Zielgruppe) diejenigen Personen einer Bevölkerung deren individueller und/oder privater und/oder öffentlicher Güter einen absoluten oder relativen Wert nicht erreicht.
 Identifikation von Zielgruppen (Homogenitätskriterium)
5.) Produktionsorientierung
o Ausrichtung der Maßnahmen darauf, dass GB durch Eigenleistung und Produktivitätssteigerung gedeckt werden.
6.) Partizipation
- Beteiligung der Betroffenen bei der Planung und Durchführung der Maßnahmen

Schwierigkeiten bei der Umsetzung:

1.) Problematik des Konzeptes GB (kein Konsens in Gesellschaften was GB sind)
2.) Überprüfbarkeit/Messbarkeit
3.) Schwierigkeit ein Ziel zu setzen

- Welche Maßnahmen führen zu welcher GB Befriedigung?
- Was soll auf der Ebene von sozialer und wirtschafts-politischer Politik passieren

Zusammenfassend:
1.) Fehlt Theorie/Verifizierbarkeit, aber..
2.) Aufmerksamkeit auf das „eigentliche Problem“ gerichtet
- entwicklung ist nicht nur quantitatives, sondern auch ein strukturelles und qualitatives Problem
- als humanistische Leitlinie, nicht als Strategie zu verstehen

Aufgabe 3:
Erläutern Sie das theoretische Grundkonzept der IWF-SAPs anhand des „Polak-Modells“

„the IMF monetary model – a hardy prennial“  Jaques Polak
 im internet nachlesen

Ziel IMF:
- Stabilität der Währungen und der WK
- Unterstützung bei der Überbrückung kurzfristiger Zahlungsbilanzkrisen
- IMF Abkommen und andere Finanzhilfen werden anhand von monetären Zielen geplant, die
o Performance Kriterien darstellen
o Benchmarks zur nachträglichen Prüfung des Abkommen

Das Polak Modell:
- untersucht die Effekte der beiden wichtigsten exogenen Variablen in den VW der frühen Nachkriegszeit auf die Entstehung des Volkseinkommens und auf die Zahlungsbilanz

1.) Autonome Veränderungen in den Exporten
2.) Kreditschöpfung der Banken
Monetär ausgedrückt:
Ausländische und inländische Zuahme der Geldmenge eines Landes

1.) delta M s = K*delta Y
Ms = Geldangebot
Y = Volkseinkommen (BNE)
K = Kassenhaltungskoeffizient
 Kehrwert der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes = 1/v
V = Umlaufgeschwindigkeit des Geldes

2.) IMd =m*Y
IM d = Importnachfrage
M = marginale Importneigung
 Veränderung des Imports bei Verändertem Einkommen
Del IM / del Y , m > 0
3.) delta Ms = deta R + delta D
R = Währungsreserven
D = Inländische Kredite des Bankensystems
4.) delta R = X + Im + k
X = Exporte
K = Nettokapitalzuflüsse in dem Nichtbankensektor

Delta R + delta D = k* delta Y

Y- IM + K + delta D = k * delta Y

Modell von Polak nach diesen 2 Variablen berechnen

Y

Rostow`sche Stufentheorie

= Eine Alternative zur Marxistischen Entwicklungstheorie

Unterschiede:

- materielles und geistig-politisches Klima sind gleichgestellt/gleichrangig
- die Gesinnungsänderung ist in vielen Situationen sogar Voraussetzung für den materiellen Fortschritt
- Produktionsverhältnisse haben keine Bedeutung
- An ihrer Stelle tritt das Gefühl „der Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft“
- Entwicklungsprozess einer VW durch führende Sektoren charakterisieren
- Wirtschaftsgeschichte = Folge von Stadien, in denen jeweils andere Sektoren dominieren: den jeweiligen Wirtschaftsstufen
- Verwirft die revolutionäre Lösung: bei ihm überwiegt das Prinzip des friedlichen Kompromisses, welches auf dem Gefühl der Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft aufbaut

U – Hypothese Kuznets

- mit der U Hyptothese wird die Veränderung der Einkommensverteilung im Zuge des Entwicklungsprozesses (gemessen am durchschnittlichen Einkommen) erklärt
- demzufolge verschärft sich im E-Prozess zunächst die Einkommensverteilung um bei höherem durchschnittlichem PKE wieder nivellierter zu werden
- begründet wird dieser Verlauf wie folgt:
o in einer traditionellen Gesellschaft ist die Einkommensverteilung bei geringer Produktivität relativ egalitär
o Im Zuge der Industrialisierung bildet sich ein modernerer Sektor heraus, in dem die Produktivität und die daran gebundenen Einkommen höher sind.
o Dadurch wird die gesamtgesellschaftliche Einkommensverteilung ungleicher
o Erst bei einem hohem EK Niveaum wenn von inländischen Sektoren ausgehende Spill Over Effekte die Beschäftigung erhöhen, wird di Einkommensverteilung sich ihrem ursprünglichen Ausgangspunkt wieder tendenziell annähern.
- Vertreter der Wachstumstheorie setzen einen Konflikt zwischen Verteilungs- und Wachstumszielen in EL:
o Eine ungleiche Einkommensverteilung ist demzufolge Voraussetzung für hohes ökonomisches Wachstum
o Die Reichen werden aus ihrem Einkommen einen großen Anteil an Ersparnissen bilden, der in produktive Investitionen überführt werden kann, während die armen Bevölkerungsgruppen ihr Einkommen im wesentlichen für Konsumzwecke verausgaben
o Eine Umverteilung würde mithin nur den Kurzfristigen Konsum steigern, aber über eine Reduktion der Ersparnisse zu geringeren Investitionen führen und damit zukünftigen Wachstumschancen vermindern.

Grafiken:

Neoliberale Strukturanpassungsprogramme

Balanced Growth vs unbalanced Growth

Importsubstituierende Industrialisierung  60er Jahre

 Die ISI stellt eine Entwicklungsstrategie dar, mit welcher versucht wurde, die EL aus ihrer traditionellen Rollenverteilung aus dem Weltmarkt zu lösen und somit eine langjährige wirtschaftliche Benachteiligung zu befreien.
- Traditionell stellten die EL dem Weltmarkt Primärgüter zu Verfügung, d.h. sie waren hauptsächlich Rohstoffexporteure für deren Erlös Luxusimporte von den IL eingeführt wurden.
- Auf Dauer führte dies jedoch zu einer enormen Verschlechterung der sekulären Terms of Trade zu Lasten der EL, weil Handel nur sehr ungleiche Außenhandelsgewinne zuließ.
- Die strukturellen Unterschiede, die an unterschiedliche Preis-Einkommenselastizität der Nachfrage nach Primärgütern und Industriegütern darstellen, führten dazu, dass die Preise für Grundstoffe immer mehr sanken, während die Preise für Industriegüter sich mehr und mehr verteuerten.
- D.h. die EL waren gezwungen immer mehr zu produzieren, um das Importvolumen konstant halten zu können.
- Um dieser Situation zu entfliehen, versuchte man umzustellen und die Importe im eigenen Land zu produzieren
- Es fand als eine binnenmarktorientierte Industrialisierung statt
- Mit diesem Schritt war eine Reihe von Maßnahmen notwendig.
- Eine sehr wichtige Rolle übernahm in diesem Zusammenhang der Staat. Idealtypisch war die ISI durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
1.) ein hoher Grad an staatlicher Zentralisation
2.) Präferenz zur diskretionären Prozesspolitik
3.) Hohe Protektionsrate für Industrieprodukte
4.) Zoll- und Steuerpolitik zu Lasten des Agrarsektors
5.) Begünstigung der Primärexporte
6.) Sektorabhängige, nicht einheitlicher Wechselkurs
Mängel
1.) Orientierung am Konsumverhalten der Bevölkerungsminderheit
2.) Leistungsbilanz (LB) defizit
3.) Hohe Auslandsverschuldung
4.) Hohe Stückkosten im Vergleich zum Weltmarktniveau
5.) Fehlen externer/internen Wettbewerbsdruck
6.) Übergang zu kapitalintensiven Produktionsweisen

GG Wachstum

Harrod Domar Keynesianische Wachstumstheorie

- gesamtwirtschaftliches, aggregiertes Modell
- Bestimmung der Bedingung des Wachstums/Sozialprodukts unter vereinfachten Annahmen:
o Investoren haben folgende Wirkung

1.) Einkommenseffekt: Investitionen schaffen Einkommen als Komponente der Nachfrage
2.) Kapazitätseffekt: durch Veränderung des Kapitalstocks auf der Angebotsseite
a. Wurde von Harrod/domar eingeführt
Annahmen:
Kurzfristig:
- konstanter Kapitalstock
- konstante Produktionskapazität
langfristig: Nettoinvestitionen
7.) Nettoinvestitionen als Teil der Nachfrage (EE)
8.) Zuwachs des Kapitalstocks (KE)
 Dynamische Ungleichgewichtscharakter
EE in der selben Periode
KE in der folgenden Periode

Nettoinvestitionen  Produktionskapazität
(heute) (morgen)
t=0 t=1

 mehr Nettoinvestitionen notwendig, um Produktionskapazität auszulastenf

Grundgedanken des Multiplikatorprinzips

Marxistische Entwicklungstheorie

- Philosoph: Grundlage der marx. Entwicklungstheorie ist die Lehre des dialektischen Materialismus (Bausteine: Hegel, Feuerbach, Nationalökonomie)
- Als Materialismus bezeichnet man jene philosophische Richtung, weche das Denken und das Bewusstsein der Menschen als Produkt der Natur bzw. der Materie auffasst.
- Der Bewegungsablauf vollzieht sich dabei nach dem Prinzip der „Dialektik“ = Kampf der als These und Antithese bezeichneten Gegensätze innerhalb der Materie
- Dieser Kampf wird durch die Synthese überwunden: Übergang vom niederen zum Höheren, einfachen zum komplexen
- Die Übertragung dieser Philosophie auf die historische Entwicklung: historischer Materialismus
- Marx: Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen
- Klassenkampf = Triebkraft der Geschichte
- Jede Generation findet eine bestimmte, historische Produktionsweise vor, bis diese Produktionsweise umgestaltet wird
- Die Umgestaltung erfolgt dialektisch in Abhängigkeit von der Entwicklung der Produktivkräfte im Vergleich zu den Produktionsverhältnissen
-
- Beziehung der Produktivkräfte zu den Produktionsverhältnissen wird folgendermaßen festgelegt:
 Während die Produktivkräfte stetig wachsen, weisen die Produktionsverhältnisse eine temporär gültige Statik auf
 Von Zeit zu Zeit Widerspruch
• Produktionsverhältnisse werden zu fesseln für weitere Entwicklung der Produktivkräfte
• Beseitigung dieses Widerspruches ist für die weitere Entwicklung der Gesellschaft unumgänglich
 Anwendbar auf marxistische Stufentheorie
1.) Urgesellschaft

- Mensch löst sich aus dem Tierreich
- Primitive Werkzeuge
- PV:
o Gemeinsame Bemühung aller zum Überleben
o Gemeinsame Arbeit = gemeinsame Eigentum  kein Privateigentum
o Alle denselben Zugang zu Produktionsmitteln
- PK: Entwicklung

2.) Sklavenhaltergesellschaft

- PV:
o Verbesserung der Arbeitsmittel  Arbeitsproduktivität steigt
o  Folge: Es wird mehr produziert, als benötigt
o Entwicklung: Warentausch
- PK:
o Arbeitsteilung/Einführung Werkzeuge
o Konsequenz: Arbeitsteilung ermöglicht Privatbesitz an Produktionsmitteln inklusive Sklaven
o Widerspruch:
 Billige Arbeitskräfte verhindert Weiterentwicklung der Produktionsmittel
 Sklaven keine Interesse ihre Arbeitsleistung zu steigern

3.) Feudalgesellschaft

PV.:
- Privateigentum an Produktionsmitteln durch Feudalherrn
- Bauern Eigentümer von Werkzeugen
o Haben Interesse an Erhöhung ihrer Arbeitskräfte, weil sie Produktion zu Selbstzwecken steigern können
PK.:
Weiterentwicklung, Qualifikation, Spezialisierung
Konsequenz: Expansion von Handel und Manufaktur, Außenhandel
Widerspruch: Unbeweglichkeit der Arbeitskräfte durch Feudalismus
Bürgerliche Revolution

4.) Kapitalismus

PV.:
- Privateigentum der Produktionsmittel; insbeondere Kapital
o Entfaltung der Produktivkräfte Großindustrie
PK.:
- Arbeitskräfte kein Kapital  müssen Arbeitskräfte verkaufen
- Kapitalisten stellten nur Arbeiter ein, wenn sie einen Mehrwert bekommen = Ausbeutung
- Konsequenz: ständische Kapitalakkumulation (Gewinnsucht=
- Widerspruch:
o 1.) ständiges Wachstum
o Auf lange Sicht sinken die Profite
o PV fördern nicht mehr die Weiterentwicklung der PK
 Soziale Revolution
5.) Sozialismus

- PV: Gesellschaftliches Eigentum an Produktionsmitteln. Alle wollen jetzt Produktion steigern, werden nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und nach Leistung entlohnt.
- PK: steigen folglich wieder

6.) Kommunismus

- Arbeit als erstes Lebensbedürfnis. Jeder arbeitet so gut er kann und konsumiert nur nach seinen Bedürfnissen
- Entwicklungsbezug : Marxistische Theorie
1. Beschrieb zerstörerische Wirkung des englischen Warenexports auf das indische/chinesische traditionelle Gewerbe/Handwerk
Unterentwicklung wegen Kolonialismus
2. Betonte auch die progressive Rolle des Kolonialismus, weil er bürgerlich-kapitalistische Gesellschaften den Weg ebnet
Später eingeräumt: Analyse aus dem Kapital gelte nur für Westeuropa. Bei asiatischen oder slawischen Produktionsweisen fehlte Potenzial zur Transformation in Richtung Kapitalismus. Statt dessen werden aus traditionellen Gesellschaften bürokratische Gesellschaften

Merkantilismus

- Summe praktischer Handlungsanweisungen, keine Theorie
- Ziel: wissenschaftliche und politische Machtentfaltung zu solidaren System
- Colbertismus: als französische Variante des Merkantilismus, Kameralismus als deutsche Variante als deutsche Variante
- „Je höher die Devisenreserven, desto wohlhabender das Land“
o Devisenreserven durch:
2.) Ausbeutung andrer Länder
3.) Überschuss aus Außenhandel
4.) Importsubstitutionspolitik: Substitution der Ware

Klassischer Liberalismus

• nicht staatliche Regulierung beste Voraussetzung für Wohlstand
• Selbst Regulierung, unsichtbare Hand des Marktes
• Ricardo: Außenwirtschaftlich, Friehandelspolitik (komparative Kostenvorteile)
• Liberalismus: individuelle Freiheit, formale (Rechts-) Gleichheit, materielles Privateigentum
• Nachtwächterstaat
• Adam Smith: Wachstumstheorie, Produktivitätssteigerung durch Arbeitszerlegung (Arbeit, Kapital, Wettbewerb):
• Erste wirkliche Analyse wirtschaftlichen Handelns und wirtschaftlicher Abläufe
• Moralphilosoph, Hauptwerk: Wealth of nations

a.) Menschenbild

- Verfolgung wirtschaftlichen Eigeninteresses, führt zu der jeweils besten Verwendung von Mitteln z.B. biligere Anbieter, produktivere Investitionen setzen sich durch
- Wettbewerb begrenzt individuelle Macht, deshalb führt das eigeninteresse zu keinem Schaden, sondern zu Wohlstand für alle (hohe Preise werden durch Wettbewerb vermieden)

b.) Reichtumsbegriff

- Vermehrung des Arbeitsproduktes (Güterversorgung) entscheidend für Reichtum
- Güterversorgung ist abhängig von:
o U.a. der Arbeitsproduktivität
o Von der Kapitalakkumulation (Investition)
o PKE= Y/L *L/B, also gleich Arbeitsproduktivität * Arbeitnehmerquote
o Arbeitsproduktivität als zentraler Punkt, wird bestimmt durch Arbeitsteilung:
 Erhöhung der Geschicklichkeit
 Zeitgewinn
 Anregung der Erfindung von Maschinen  Erhöhung der Produktivität

c.) Staat

- Aufgabe, Regeln darauf zu prüfen/neu entwerfen, ob sie im Einklang mit der natürlichen Ordnung menschlichen Verhaltens sind
- Also: Leistungs- und Anreizhemmende Regeln abbauen, Rahmen für Verfolgung des Eigeninteresses schaffen
- Staatliche Eingriffe:
o Wenn der Gebrauch der Freiheit eines einzelnen die Gesellschaft gefährdet
 Wo der Wettbewerb versagt
 Wo es nicht um Wirtschaft geht
- Unsichtbare Hand des Marktes statt sichtbare Hand des Staates

Neo-Merkantilismus

- Merkantilismus, aber mit anderer Argumentationsweise Zweck und Mittel werden vertauscht
- Hamilton: „Erziehungszölle“ gut, um Investitionen, die nicht konkurrenzfähig sind aufzubauen
- List: Förderung der produktiven Kraft (Herausbildung von Kompetenz) durch den Aufbau von Manufakturen als die Kraft, die Reichtum hervorbringt.
- Hauptwerk „Nationales System der politischen Ökonomie“
- Länder der 2.Stufe
o 1. Stufe: IL – GB
o 2.Stufe: IL – USA, F, D
o 3.Stufe: Kolonien

- zweite Stufe: Freihandelspolitik weg und Erziehungszölle für Übergangszeit, um die erste Stufe einzuholen
- dritte Stufe: keine Entwicklungsmöglichkeiten

- 3.Phase: es entsteht eine neue Einheit

- Marx:
o Subjekt: bürgerliche Gesellschaft
o Objekt: Staat
- Die preußische Gesellschaft hat die Serien der dialektischen Entwicklung beendet: die beste Gesellschaft
- Marx: es müssen noch weitere dialektische Veränderungen stattfinden, die preußische Gesellschaft muß sich weiterentwickeln
- Kritik von Marx an Hegel:
o Er übernimmt seine Methode, aber Subjekt: Mensch. Objekt: Produkt des Menschen
- Das Produkt des Menschen ist die Synthese, wenn das Produkt ihm nicht gehört:
o Entfremdung von der Natur
o Entfremdung von den Mitmenschen (Produkt wird kollektiv produziert, hat 1 Eigentümer)
- Kapitalismus: reinste Stufe dieser Entfremdung
- Kommunismus: Synthese Objekt/Subjekt

Zu 2.) Feuerbach
- Mensch erfindet Gott , ein rein abstraktes Wesen des menschliche Verstandes
- Marx: Feuerbach ist ein Idealist, der Mensch denkt sich Gott aus  Mensch ist geknechtet. ABER: Mensch kann sich frei denken  Mensch ist Frei
- „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“ (Marx)
- Marx geht über Feuerbach hinaus, die Geschichte muss berücksichtigt werden
- Sein: ökonomische Existenz des Menschen

Zu 3.) Nationalökonomie

- Bewegungsgesetze der bürgerlichen Gesellschaft sind erkannt worden, aber nicht geklärt  „das Kapital“ Kritik der politischen Ökonomie
- In Gesellschaften mit kapitalistischer Produktionsweise handelt es sich um Klassengesellschaften, in denen das Privateigentum durch die Indienstnahme von Lohnarbeit vermehrt wird.
- So akkumuliert sich das Reichtum in Form von Kapital, während seine Produzenten dauerhaft von ihm ausgeschlossen werden

Stufentheorie von Marx:
- Marx gibt der wirtschaftlichen Entwicklung eine klare Logik.
- Sein Ziel ist es, das Bewegungsgesetz der Gesellschaft zu enthüllen  Staat aus der Gesellschaft zu erklären mittels dem dialektischen Prinzip
- Zwei wesentliche Faktoren:
o 1. Klassenkampf
o 2. die Zusammensetzung des Kapitals
o Beide führen mit Sicherheit zur nächsten Stufe
 Stufen
1.) Urgesellschaft
2.) Sklavenhaltergesellschaft
3.) Feudalismus
4.) Kapitalismus
5.) Sozialismus
6.) Kommunismus
- Grundmodell/Grundannahmen
a.) Familie: das moralische Band ist intakt (Vertrauen)
b.) Bürgerliche Gesellschaft: Individuen, die ach Eigennutz handeln
c.) Staat: staatliche Regulierungen sind wichtig, um Band wiederherzustellen
- Wirtschaftliche Ordnung: Produktionsweise
- Jede Stufe ist charakterisiert durch:
1. Produktionsverhältnisse PV
2. Produktionskräfte PK
wirtschaftlicher Unterbau
- Politische, soziale, rechtliche, religiöse und kulturelle Institutionen
 gesellschaftlicher Unterbau
- Argumentation: Langsam wird mehr produziert als verbraucht wird.
- PK entwickeln sich weiter PV aber nicht
- PK – Wachstum begrenzt. Produktionsdrang führt zur Überwindung der PV
- Produktionsdrang führt zur Überwindung der PV

6.)Imperialismustheorie

- Hobson: europäische Kolonisation, Thematisierung der Konsequenzen für die europäischen Länder erstmals.
- Schumpeter: Imperialismus durch Macht gegründet  Machtstreben

Lenin: „Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus“:

- Kapitalisten aufgrund der Ausbeutung werden in ihren eigenen Ländern Verwertungsschwierigkeiten des Kapitals bekommen  sinkende Profitraten des Kapitals, Absatzschwierigkeiten  monopolistische Kapitalverbände (Wettbewerb ausschalten)  andere Länder überfallen, um neue Tätigkeitsfelder für Kapitalakkumulation zu bekommen  führt wieder zu Verwertungsschwierigkeiten (Kreislauf beginnt von vorne)
- Imperialismus als letzte Phase vor dem Zusammenbruch des Kapitalismus

Lenin: Argumentation zur Rechtfertigung der Oktoberrevolution (1917) in Russland
- Herausbrechen des schwächsten Gliedes der Kette
- Weltrevolution (1919) Kommunistische Internationale
- Entwicklungshilfe aus hoch industrialisierten Ländern  Fand nicht statt, daher Notwendigkeit der Entwicklung aus eigener Kraft
- Industriedebatte der 20er Jahre, alternative Wege diskutiert:
o Agrarentwicklung mit allmählicher Industrialisierung
o Beschleunigte Industrialisierung auf Kosten der Landwirtschaft
- Entscheiden für Plan b.), 5 Jahresplan (1928-1932), forcierte Schwerindustrialisierung und Zwangskollektivierung
o „sowjetisches Entwicklungsmodell“

Lenin: Imperialismus

- Lenin wolle, ausgehend von der Marxistischen Kapitalismusanalyse, einen aus binnenwirtschaftlichen Verwertungs- oder Absatzschwierigkeiten resultierenden Kampg

Kategorien: Blogroll