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Wirtschaftsinformatik SS 2006 Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg
Seminar: Ausgewählte Themen der Wirtschaftsinformatik
Web 2.0 & SOA Architekturen und Geschäftsmodelle
Bearbeiter: Michael Altendorf
Inhaltsverzeichnis
3 Front-End: Anwendungsbereiche von Web 2.0 4 Back-End: Plattformen und Architekturen 4.1 Middleware & Infrastruktur 4.3 Service Oriented Architecture 5 Geschäftsmodelle und Marktstrategien 6 Schlussbetrachtung und Ausblick
1 Einleitung
„…In der Zukunft wird es geben: 1. zahllose Anstalten, in welche man sich zeitweilig begiebt, um seine Seele in Cur zu nehmen; hier wird der Zorn bekämpft, dort die Wollust usw.; 2. zahllose Mittel gegen die Langeweile; zu jeder Zeit wird man Vorleser hören können und dergleichen; 3. Feste, in welchen viele einzelne Erfindungen zum Gesamtzweck des Festes vereinigt sind, denn die, welche ein Fest feiern, müssen am Feste mit erfunden haben; 4. es werden sich Einzelne und ganze Gruppen geloben, niemals gerichtliche Hülfe in Anspruch zu nehmen.“ [1] Nietzsche, in einem Fragment 1880, über die Zukunft des Internet reflektiert hat, stellt sich auch in der Gegenwart die Frage, wie die zukünftige Entwicklung des, 1969 vom US-Militär entwickelten Arpanet verläuft.[2] Netzwerke bilden die Grundlage der globalen Informationsgesellschaft und eröffnen seit Erfindung des
Nachdem schon World Wide Web durch Tim Bernard Lees nicht nur dem Militär oder der universitären Elite Zugang unbegrenzter Information, sondern auch dem Durchschnittsbürger und nicht zuletzt den Unternehmen.[3] Wie auch in der ersten Boomphase am Ende der neunziger Jahre, wird nun nach einer vierjährigen Konsolidierungsphase ein neuer Versuch gestartet mit hohem Einsatz von Risikokapital den neuen Anwendungen und Diensten zur Kapitalisierung zu verhelfen. Nach dem Vorbild von Amazon oder eBay, die sich auch nach Platzen der .com Blase 2001 noch als rentable Unternehmen erwiesen haben.[4] Hierbei lassen sich verschiedene Technologietrends unterscheiden, die unter dem Schlagwort „Web 2.0“ in den Medien diskutiert werden. In wieweit dies schon mit dem von Tim . B. Lee geforderten „Semantic Web“ übereinstimmt muss geprüft werden.[5] Vorreiter der neuen Technologie waren Google mit Google Earth, Yahoo mit dem Kauf des Fotoalbums Flickr, die Enzyklopädie Wikipedia oder die Social Networking Community MySpace. [6] [7] Anhand von Architekturen und Applikationen, in denen die neuen Technologien eingesetzt werden, werden die Trends kategorisiert und die Unterscheidungsmerkmale ausgearbeitet. Dadurch ergeben sich Veränderungen für die etablierten Softwareanbieter, da die Interoperabilität ihre Programme mit Web Services ihre abgeschlossenen Laufzeitumgebungen aufweichen und modularere Architekturen die Integration und Kombination fremder Dienste in die bestehenden Systeme ermöglicht. Die progressive Marktentwicklung und Konvergenz von Unternehmenssoftware mit Internettechnologien erfordert eine Analyse der Strategien und Geschäftsmodelle der Software und Serviceanbieter hinsichtlich ihrer Positionierung und Reaktionsmöglichkeiten auf den Trend. Abschliessend soll eine Bewertung der schönen neuen Möglichkeiten und den Gefahren der technischen Entwicklung erfolgen.
2 Grundlagen von Web 2.0 2.1 Definitionen von Web 2.0 Der Begriff „Web 2.0“ entstand ursprünglich auf einer Internet Konferenz des O’Reilly Verlages im Jahr 2004. Er wurde als reines Schlagwort ohne genaue Begriffs-definition für eine Sammlung neuer Technologien und sozialer Entwicklungen im Netz verwendet.[8] Die Medien griffen den Begriff schnell auf und machten ihn zum Synonym für eine zweite Welle von Internetanwendungen. Unter diesen Begriff fallen vor allem eine Reihe neuer Technologien wie Asynchronous Javascript and Extended Markup Language (AJAX), Atlas[9], Bit Torrent (ein Protokoll zu dezentralen Datenübertragung) und RSS-Feeds (Really Simple Syndication) verwendet.[10] Der Begriff steht zusätzlich für verschiedenste neue Kommunikationsmöglichkeiten, wie beispielsweise Blogs, Wikis, Instant Messenger, welche unter dem Begriff „Social Software“ zusammengefasst werden. Es wird eine virtuelle Identität im Netz erschaffen und eine Lebensweise, in dem soziale Interaktion auch virtuell stattfindet und der Nutzer nicht mehr als asoziales Wesen gilt. Übergreifend kann bei den neuen Webdiensten von Services sprechen, in deren Hintergrund die verschiedenen neuen Technologien zum Einsatz kommen, wie AJAX am Front End, also der Schnittstelle zum Anwender und zum Beispiel J2EE oder .net Plattformen am Back End, and der Schnittstelle zur Datenbank. Eine allgemeine Definition des Begriffs gibt es bisher nicht, jedoch werden einige Definitionen, von in diesem Zusammenhang bekannten Persönlichkeiten, kontrovers diskutiert. Aufgrund dessen wird im Folgenden eine Definition aus dem Weblog von Tim O’Reilly aus dem Dezember 2005 gebraucht:
“Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an „architecture of participation,“ and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences.”[11]
Dies ist keine allgemein gültige Definition, jedoch viel beachtete, die aber primär nur die Trends im Bereich der privaten Nutzung abdeckt. Die Plattformstrategie wird aber auch von Unternehmenssoftwareanbietern verfolgt.[12] Bevor eine Konkretisierung des Begriffs stattfindet , was denn nun genau zu dem Begriff gehört, muss zunächst eine Abgrenzung gegenüber dem Semantischen Web erfolgen, welches WWW Gründer T.B. Lee im Jahre 2001 in einem Artikel des Scientific American skizziert hat, da beide Begriffe oft gleichgesetzt werden, aber inhaltlich verschieden sind.
2.2 Semantisches Web Das semantische Web ist eine Vision des früheren CERN Wissenschaftlers und WWW Erfinders Tim Bernard Lee, dass die nächste Stufe des World Wide Web, respektive des Internets, bilden soll.[13] Unter dem Namen semantisches Web versteht man die Wortbedeutung im Web. Also die Bedeutung von Daten bzw. der Information. Dies hat zu Folge, dass nicht der Endanwender eine Interpretation des Inhalts vornimmt, sondern der Computer selbst die Bedeutungszusammenhänge erkennt und dadurch strukturelle Vorarbeit leistet. [14] Nicht nur der reine Abgleich des Suchwortes mit der Datenbank, sondern auch die Weiterverarbeitung wird durch die Vergabe von Metadaten vom Rechner übernommen.[15] Hierbei kommt das RDF-Format (Resource Description Framework) zum Einsatz, welches die Maschinenlesbarkeit ermöglichen soll. Dieses weist den Informationen Bedeutungen in Form von Tripeln zu: Subjekt, Prädikat und Objekt. Aufgrund dessen ist es dem Rechner möglich logische Zusammenhänge zu verstehen und zu konstruieren und somit im Bereich Analytics und Content Management neue Möglichkeiten der Datenstrukturierung und -Verwaltung zu eröffnen.[16] Eine Vorstufe des semantischen Web stellt beim Web 2.0 der „Tag“, ein Etikett bzw. einfach ein Wort, dass Bildern oder Texten bzw. im Moment meistens Weblogs zugeordnet wird. Dadurch können den Dateien Metatags, also Bedeutungen, zugeordnet und somit die Suche verbessert werden.[17] Daraus folgt, dass die Ideen des semantischen Webs beim Web 2.0 schon zum Einsatz kommen. Problem hierbei ist, dass noch keine klare Strukturierung besonders in Hinsicht auf das drei geteilte RDF zu erkennen ist. „Tags“ zum Beispiel bei Flickr oder der Weblogsuchmaschine Technorati können absolut willkürlich vergeben werden und unterlaufen dadurch die von Lee geforderte Strukturierung der Daten und sind somit nur begrenzt vom Rechner verarbeitbar.[18] Eine weitere Komponente des semantischen Webs, die Ontologie, wird nur bedingt vom sogenannten Web 2.0 erfüllt. Hierbei handelt es sich um einen Objekttypus, der die Beziehung zwischen zwei anderen Objekten definiert.[19] Beim Web 2.0 erfolgt das „Tagging“ jedoch willkürlich und dadurch ergeben sich unlogische Verbindungen. Klare Definitionen und Standards machen ein semantisches Web interoperabel und auch unabhängig voneinander entwickelte Programme können miteinander interagieren, ohne dass eine neue Kommunikationsschnittstelle oder ein individuelles Graphical User Interface (GUI) nötig ist. Die Kommunikation der Programme untereinander wird durch Middleware Application Server übernommen.[20] Diese stellen die Kommunikationsmöglichkeiten im Businesssoftwarebereich zur Verfügung, die auch von Lee für das Internet gefordert wurden, definieren aber keine übergreifenden Standards, sondern bieten zunächst prinzipiell der Kommunikation zwischen verschiedenen Plattformarchitekturen und Laufzeitumgebungen. Hier wären die Architekturen NetWeaver (SAP), .net (Microsoft) und J2EE (SUN) zu nennen. Dabei spielen offen zugängliche Application Programming Interface (API), die integrierte Schnittstelle für Hypertext Markup Language (Html) und Extended Markup Language (XML) zur Integration von Web Services eine große Rolle, was den Kreis zurück zur Interoperabilität von Anwendungen schließt.[21] Insgesamt kann das Web 2.0 nicht als neues Web sondern nur als ein weiterer Zwischenschritt hin zum semantischen Web gesehen werden. Die Sprache XML, die einen großen Teil der so genannten Web 2.0 Technologien umfasst, bildet auch die Basis für die eingesetzten Technologien des semantischen Webs. Auch Unternehmen setzen verstärkt auf XML Tags, um Informationen mit Metadaten zu kennzeichnen um das Ziel der maschinenverständlichen Information zu erreichen.[22] Wie in Abbildung 1 (Technologie-Lebenszyklusmodell nach Gartner) zu sehen, ist die Verwendung von XML in der Form, wie sie die Definition des semantischen Webs verlangt, noch 5-10 Jahre vom Durchbruch entfernt. Bis zur übergreifenden Nutzung in Unternehmen soll es zwar nur 2-5 Jahre dauern, die technische Entwicklung in dieser Richtung ist jedoch noch in Anfängen. Im Folgenden werden die Web 2.0 Technologien vorgestellt, die von den Anbietern, die schon in diesem Bereich Dienste anbieten, genutzt werden.
2.3 AJAX Zunächst wird auf eine Ansammlung von Technologien eingegangen, die den Grundstein für den zweiten Internetboom gelegt haben: AJAX.[23] Den ersten medienwirksamen Auslöser für das Bekanntwerden von AJAX gab die Satellitenkarte Google Earth, die die Daten direkt von Internetservern auf den Desktop PC oder den PDA lädt. Bei einer Änderung der Internetseite wird hierbei nicht die ganze Seite nachgeladen, sondern nur das sich ändernde Fragment auf der Seite.[24] Dadurch entsteht der Eindruck, als würde man direkt auf seinem Desktop arbeiten. Der Begriff AJAX vereint die verschiedenste Internettechnologien wie Extensible Hypertext Markup Language (XHtml), Cascading Style Sheets (CSS), Distributed Component Object Model (DCOM) und Javascript. XHtml beschreibt die Daten und Objekte, CSS ist für die Formatierung zuständig, DCOM für die Kommunikation über das Internet und Javascript für die Reaktion der Seite auf die Handlung des Benutzers. [25] Wie in Abbildung 2 zu sehen ist, ändert sich für den User zunächst nichts, im Prinzip funktioniert nach wie vor alles nach dem Anfrage – Antwort Prinzip. Jedoch sind alle skalierbaren Felder in Javascript Frames eingebettet, sodass nur diese bei Anfrage neu geladen werden und nicht die komplette Seite. Dadurch wird dem Nutzer die Nutzung in quasi Echtzeit erst auf der Anwendungsschicht vorgetäuscht, im Hintergrund lädt die Seite aber kontinuierlich nach. Technologisch wird eine solche Seitenprogrammierung erst durch Breitbandkabel- und DSL-Zugänge ermöglicht, da sonst die Datenübertragung zu langsam wäre. Aber auch Macromedia Flash Anwendungen können als Web 2.0 angesehen werden, welches diese Interaktivität schon seit einiger Zeit bietet, aber keine Änderungen direkt auf der Internetseite durch den Benutzer ermöglicht. Das Java Script Remote Scripting (JSRS), das für die Serveranfragen, die aus der Handlung des Anwenders resultieren, verantwortlich ist, ist eines der Schlüsselelemente der AJAX Technologiefamilie.[26] Erst durch die Echtzeitreaktion der Oberfläche ist ein Vergleich mit einer desktopbasierenden Software möglich, der das Szenario vom der Überflüssigkeit von Desktopsoftware gestattet, welches Google zum Hauptkonkurrenten von Microsoft macht,[27] Jedoch ist schon bei der Performance von Standardsoftware wie MS Word mit dem von Google gekauften Onlinedienst Writely ein Vergleich hinfällig, da hierfür weder die Netzkapazität ausreicht, noch die Notwendigkeit besteht, Rechenleistung des Servers zur Anwendung zu benötigen.[28] Mit serverseitigen Versionen können die Applikationen jedoch in Browsern oder auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Dies ist jedoch erst bei einer ausreichenden Netzabdeckung mit Technologien wie Wireless Local Area Network (WLan), Worldwide Interoperability for Microwave Access (WiMax) oder Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) sinnvoll, um auf die Daten und Dienste auch allezeit zugreifen zu können.[29] Am Ende entscheidet jedoch die Benutzerfreundlichkeit und -Verständlichkeit, denn umso animierter und interaktiver die Applikation desto langsamer wird die serverbasierende Anwendung.[30] Umso mehr Applikationen mit der Technologie Arbeiten desto höher wird auch die Netzauslastung und die Antworten in Echtzeit verzögern sich. In Abbildung 3 ist ein Vergleich der Web 1.0 und Web 2.0 Technologien und deren Möglichkeiten sichtbar.
3 Front-End: Anwendungsbereiche von Web 2.0 Im folgenden Kapitel werden die größten Technologietrends, die mit dem Begriff „Web 2.0“ in Verbindung stehen anhand von innovativen Webanwendungen erläutert und kategorisiert.
3.1 Interaktive Landkarten Die Veröffentlichung von Google Earth 2005 gab den Auslöser für die öffentliche Wahrnehmung der AJAX.[31] Dabei wurde eine Client-Server Architektur verwendet und dem Nutzer war es möglich Satellitenbilder auf dem heimischen PC in Echtzeit vom Server zu laden, wenn er seine geographische Position mit dem Mauszeiger auf der Karte ändert. Der Service ist entweder browserbasierend nutzbar, oder mit einer eigenen Installation auf dem Desktop PC, die darüber hinaus noch weitere Funktionalität wie das Anzeigen von Hotels oder 3D-Objektmodellierung bietet.[32] Durch die zunächst kostenlose Verbreitung des Programms wurde sehr schnell ein hoher Bekannheitsgrad erreicht und durch offene Application Programming Interfaces (API) wurde Entwicklern die Möglichkeit gegeben Verknüpfungen mit eigenen Diensten zu entwickeln; die so genannten „Mashups“, Mischungen von Diensten und Services.[33] Die bekannteste Seite, die dies beispielsweise für Kleinanzeigen nutzt ist www.craigslist.com, vorzugsweise in den USA, da für Europa noch nicht die volle Funktionalität der Landkarten zur Verfügung steht.[34] Dabei handelt es sich um die Verknüpfung von geostationären Informationen mit Ereignissen oder allgemein Informationen. Außerdem können über das API, die Information, die mit den GPS Daten verbunden sind noch einer Bewertung unterzogen werden kann, ähnlich den Amazon Rezensionen, oder einfach Kommentare oder Links, die den Sehenswürdigkeiten oder Hotels zugeordnet werden. Alltägliche Funktionen wie Routenplanung sind standardmäßig integriert und es können ebenfalls RFID Tags oder GPS Daten über APIs entwickelt und zugeordnet werden. Die gleiche Funktionalität bieten auch von den Konkurrenzprodukten von Microsoft (www.local.live.com) oder Yahoo (http://maps.yahoo.com/), Der Microsoft „Bird Imagery“ beispielsweise ist noch weitaus hochauflösender als die Satellitenkarten von Google[35]. Des Weiteren können die auf AJAX oder Macromedia Flash Technologien nicht nur für geostationäre Daten benutzt, sondern auch zur grafischen Aufbereitung von Information, Nachrichten oder Suchergebnissen.
3.2 Suchmaschinen Internetsuchmaschinen werden heute vom Marktführer Google und von Yahoo! dominiert, wie in Abbildung 4 zu sehen ist. Jedoch gibt es eine Reihe von speziellen Suchmaschinen der nächsten Generation der Datenanalyse.[36] Somit wird es möglich konzeptionell zu suchen und nicht mehr nach einzelnen Begriffen. Als Beispiel kann das Suchkonzept von Autonomy genannt werden. Dies findet vor allem bei Geheimdiensten und Unternehmen Anwendung, um Strukturen und anstatt Sprachen beispielsweise von E-Mails oder bei der Volltextsuche zu analysieren.[37] Eine weitere Innovation ist die Aufbereitung der Ergebnisse. Durch „(Information) Mapping“ werden die Ergebnisse in Form einer interaktiven AJAX oder Flash basierenden Karten angezeigt, und durch die Metainformationen der Seite werden Zusammenhänge zwischen den Suchergebnissen aufgezeigt.[38] Die Meta-suchmaschine Kartoo zeigt die neuen Fähigkeiten der Datenaufbereitung durch Mapping. Die Innovation dabei ist, dass die Suchmaschine die Information mit Metatags anzeigt und daraus eine Landkarte erstellt. Daher werden Beziehungen zwischen Internetseiten und deren Metadaten verdeutlicht. Dies kann genauso zur Datenanalyse verwendet werden und wird beispielsweise von CNET.com genutzt um Nachrichten aufzubereiten und Übersichten zu schaffen, die weit über die traditionelle Liste hinausgehen.[39] Durch das so genannte Tagging, das Etikettieren von Informationen durch Metadaten, werden neue Themenverwandtschaften deutlich und eine Vorfilterung ist möglich, ob durch den Rechner, was in Richtung des semantischen Webs ginge, oder durch persönliche Empfehlungen, wie es durch die Seite de.licio.us bekannt wurde.[40] Da das Web 2.0 vor allem auch vom Zutun der privaten Nutzer lebt, verdeutlicht dies eine Abgrenzung zu Web Services und Service oriented Architecture, die in Kapitel 4 vorgestellt werden.
3.3 Open Source Im Front End Bereich wird weniger auf das Open Source Geschäftsmodell, sondern vielmehr auf die Idee des offenen Quellcode eingegangen, der von allen verwertbar ist. Dadurch entstehen gemeinsame Projekte und Gemeinschaften. Der vernachlässigte Sicherheitsaspekt im Privatbereich von Open Source wird hier durch soziale Kontrollmechanismen und Gruppenangehörigkeiten ausgeübt. Dadurch entsteht im Internet die von Nietzsche (Kapitel 1) vorausgesehene judikative Gewalt nicht durch Gesetze, sondern mittels Kontrolle durch die sozialen Gruppierungen. Diese entsteht durch die Prämisse, nur durch kollaborative Zusammenarbeit zu hohem technologischem Fortschritt zu gelangen und somit die Idee des offenen Quellcodes zu verbreiten.[41] Am Besten verdeutlicht dies die Online Enzyklopädie Wikipedia.[42] Nicht nur auf Informations-, sondern auch auf Applikationsebene lassen sich nun AJAX basierende Open Source Anwendungen nutzen. Die Internetseite www.ning.com des Netscape Gründers Marc Andreesen bietet ein Web Service Portal für Open Source AJAX Anwendungen jeglicher Art, die per „Drag & Drop“ in eigene Applikationen oder Web-Seiten eingebaut werden können, was durch die XML Standardisierung ermöglicht wird. Durch das sogenannte „Codesharing“ wird auf kreative Art neuer Inhalt und neue Anwendungen durch soziale Netzwerke geschaffen.[43] Einen ähnlichen Ansatz, in Form einer eigenen Entwicklungsumgebung bietet Ruby on Rails (“never repeat yourself“).[44] Dabei wird der Ansatz des offenen Quellcodes erweitert um den Wunsch einfacher Web Applikationsprogrammierung.[45] Hierbei wird deutlich in wieweit die Open Source Idee mit einer sozialen Gemeinschaft im Netz zusammenhängt. Mitglieder des Chaos Computer Club formulierten dies in einem Webcast als kollaboratives System, dass umso stärker wird, je mehr Andwender beteiligt sind und umso mehr Daten vorhanden sind.[46] Daraus folgt der Begriff der Social Software. [47]
3.4 Social Software Im Jahr 2003 wurde der Begriff zum ersten Mal von Stowe Boyd definiert und dabei wurden die drei folgenden Kategorien festgelegt:[48]
1.) Unterstützung von Dialog-Interaktion zwischen Individuen und Gruppen 2.) Unterstützung sozialer Reaktionen oder Rückmeldungen 3.) Unterstützung durch soziale Netzwerke
Zur ersten Kategorie zählen Wikis, Chats und Weblogs, an denen mehrere Personen teilnehmen und ein intellektueller Austausch stattfindet. Dieser reicht von Unterhaltungen in Chats über zufällige, punktuelle Kommunikation in Wikis bis zum gegenseitigen kommentieren und diskutieren von Statements und Projekten. Man könnte es als den Nachfolger der Newsgroups betrachten. Zur zweiten Kategorie gehört vor allem die soziale Reputation, die Bewertung von Inhalten durch den Anwender oder Leser bis hin zu kardinaler Messbarkeit der Inhalte. Diese Bewertungen werden meistens von Mitgliedern einer Website, sogenannten Communities gegeben. Die größten Online-Communities sind die Mitglieder der Online Auktionsplattform eBay, der „Networking“ Seite MySpace oder der Online B2C Handelsplattform Amazon.[49] Bei eBay können Verkäufer bewertet werden und es kann in einem anonymen Kauf-/Verkaufsvorgang ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden um das Vertrauen durch soziale Kontrolle zu verbessern. Bei Amazon können die Produkte an sich bewertet und kommentiert werden und Kaufempfehlungen gegeben werden. Somit kann die virtuelle Körperschaft zu digitaler Reputation gelangen, die sich dann auf den Erfolg oder die Bekanntheit der Firma oder des Autors auch real auswirken kann.[50] Die dritte Kategorie, die sozialen Netze, beschreibt den Aufbau virtueller sozialer Kontakte, die sich auch im realen Leben auszahlen sollen. Dabei kann man zwischen Seiten für Geschäftskontakte wie zum Beispiel OpenBC oder Seiten für private Kontakte unterscheiden, wie beispielsweise Meetup. Im letzten Jahr wurde die Online Community Myspace durch den Verkauf an Rupert Murdoch für 649 Millionen US$ weltbekannt.[51] Statt der Klassifizierung des Inhaltes durch den Autor gibt es eine öffentliche Bewertung durch Kommentare und kollaboratives Zusammenarbeit, die sogenannte „Folksonomy“ (Zusammengesetzt aus Folk und Taxonomy).[52] Das „Tagging“ kommt auch bei Social Software zum Einsatz. Bei den Weblogs werden Tags für die Zuordnung zu Themengebieten genutzt. Diese Metadaten können so durch Suchmaschinen wie Technorati oder die Suche der Bilderseite flickr gefunden werden.[53] Die Neuerung ist, dass durch die Metadaten der Bedeutung des Inhalts eine umfassendere Rolle zukommt und somit die soziale Komponente in einer Empfehlungsliste von Produkten, Artikeln oder auch ganz allgemein von Webseiten beeinflusst. Diese Ansammlung von Empfehlungen anhand von Tags ist eine Veröffentlichung von Lesezeichen in Form einer Schlagwortsammlung. Diese Sammlungen werden zum Beispiel bei de.lico.us veröffentlicht und bieten somit Ausgangspunkt zur Recherche im Netz. Dabei sollen nach der Definition des W3 Komitees die Vorgaben von Friend-of-a-friend (FOAF) erfüllt werden. Ein Format zur Schaffung maschinenlesbaren Daten der Beziehungen von Personen und Web-Seiten zueinander.[54] Eine Statistik des Internet Marktforschungsunternehmen Alexa zeigt in Abbildung 5 die enormen Wachstumsraten von Social Software. Hierbei wird deutlich, dass die Seiten mit indirekter oder direkter Mensch-zu-Mensch Kommunikation und mehr kreativen Möglichkeiten erfolgreicher sind, wie reine Sammlungen von Links oder Anwendungen. Die von Nietzsche vorhergesehene Bekämpfung der langen Weile wird zum Anziehungspunkt soziomonetärer Investitionsentscheidungen. Welche Anwendungen einen langfristigen ROI erzielen bleibt abzuwarten.
3.5 Internet 2.0 Anwendungen Als Internet 2.0 Anwendungen werden Anwendungen bezeichnet, die sich nicht direkt auf das WWW beziehen, sondern vielmehr auf den Transport der Daten, also auf die 4. Schicht der ISO/OSI Referenzmodells.[55] Die Datenübertragunstechnik die von Bit Torrent genutzt wird weist die Web 2.0 Charakteristiken auf und wird von einer großen Gruppe, vorzugsweise zur Verbreitung von illegalen Daten, verwendet. Die langsame Übertragung von Daten über das Internet ist ein strukturelles Problem, das das Internet seit seiner Gründung begleitet, was jedoch mittlerweile durch DSL und Glasfaserkabel größtenteils behoben wurde. Die Übertragung von großen Datenmengen an viele Rechner, ist jedoch auch 2006 noch ein Problem. Als Web 1.0 Lösung wird die Akamai Strategie der verteilten Zwischenspeicherung („distributed Computing“) in zentralen Netzknotenpunkten um Engpässe zu umgehen.[56] Dies dient der Verbreiterung der Backbone.[57] Die Arbeitsweise von Bit Torrent dagegen beginnt dagegen auf der Endnutzerseite. Dezentralisierung statt Zentralisierung. Auf den ersten Blick äußerst unklar, wie so hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Auf den zweiten Blick wird klar, dass umso begehrter die Daten sind, desto mehr Leute sie auch auf dem Rechner besitzen wollen und somit durch kollaboratives Vorgehen erst die Masse die schnelle Verbreitung ermöglicht, wenn jeder wieder ein Stück liefert. Zu Beginn ist die Übertragung sehr langsam. Doch schon nach einige Stunden nach der Veröffentlichung der Datei erreicht die Übertragung die maximale Bandbreite. Diese Geschwindigkeiten waren bis vor kurzem nur durch exklusive Verbinungen von Netzwerken möglich und waren fast ausschließlich Client-Server basierend. Dies ist auch der Ausgangspunkt und Ursprung im Bereich Unternehmenssoftware. Da hier schon immer hohe Rechen- und Übertragungskapazitäten gebraucht wurden.
4 Back-End: Plattformen und Architekturen Das Web 2.0 wird momentan primär auf der Komsumerebene sichtbar. Im Folgenden wir die Struktur hinter der Oberfläche und die Architekturen die auch für Businesskunden genutzt werden können beleuchtet. Nachdem nun die Anwender Seite (Front End) und die B2C und C2C Anwendungen betrachtet wurden geht es im folgenden Kapitel um die Architekturen und Unternehmensapplikationen, die im Hinblick auf die Entwicklung des zukünftigen Softwaremarktes eine bedeutende Rolle spielen. Die Verknüpfung von Standardsoftware wie Enterprise Ressource Planning, Customer Relationship Mangement, Supply Chain Management, Business Intelligence mit den neuen Technologien und die Integration in die neue modulare Struktur von Service orientierte Architektur (SOA) durch Middleware und Plattformarchitektur wird dadurch entscheidend für den Erfolg der Technologien. Im Bereich der Standardsoftware sind Unternehmen ausgestattet, jedoch laufen die Systeme teils eigenständig und nicht integriert in Geschäftsprozesse. Dies ist einerseits durch Komplexität der Anwendungen und andererseits durch anbieterseitige (absichtliche) Nichtstandardisierung der Software und deren Schnittstellen zu begründen.
4.1 Middleware & Infrastruktur Daraus folgt die Notwendigkeit einer Integrationsplattform als Schnittstelle für den Datenaustausch der verschiedenen Businessanwendungen, sie so genannte Middleware. Dabei gilt es nach Gartner drei grundsätzliche Arten von Middleware zu unterscheiden:[59]
Nach der Definition des Gartner IT Glossars ist Middleware der „glue“ (Klebstoff), der die Verbindung zwischen den Plattformen, Datenbanken und Desktopapplikationen schafft und eine Sprachübersetzung der Programme bietet, so dass Kommunikation zwischen den Anwendungen möglich ist.[60] Auf Abbildung 6 ist eine Übersicht von Gartner der verschiedenen Bestandteile von Middleware zu sehen. Daran wird deutlich, dass es Middleware nicht als einzelnes Programm definiert werden kann. Vielmehr ist es ein Überbegriff. Dahinter stehen Übersetzungsprogramme, die eine Kommunikation verschiedener Programmier- sprachen und Applikationen miteinander ermöglichen. Die Marktteilnehmer nutzen alle eigene Interpretationen des Begriffs Middleware.[61] Daraus haben die Analysten von IDC folgende Charakteristiken abgeleitet, da man zu keiner einheitlichen Definition gefunden hat:[62]
1.) “Involve only runtime activity as a minimum characteristic (i.e., middleware does not include development tools). 2.) Ideally, run unattended and not involve any administrative activity; developers or business analysts are involved only when the software is first deployed or as processes change; middleware especially does not involve the actual organizational end users of the technology (i.e., middleware does not include collaborative applications). 3.) Middleware is actually in the middle of two or more other technology entities and is not one of the entities (i.e., relational database management software is not middleware).”
Damit wird Middleware, wenn man den Terminus des Entity Relationship Models (ERM) verwendet, wie IDC, nicht zu einer Applikation, also einem Entity, sondern zur Beziehung zwischen den Entities. Wobei beim ERM die Beziehungen durch das Prädikat des Satzes angegeben werden.[63] Dadurch könnte man schlussfolgern: Verbinde Anwendung A mit Anwendung B. Welche Eigenschaften welche Anwendung hat sollte dann nicht relevant sein und es sollte damit keine Administration nötig sein, um eine Verbindung herzustellen. Um dem Endanwender diese einfache Handhabung zu gewährleisten werden enorme Anstrengungen auf Seiten der Softwarehersteller unternommen die Standardsoftwarekomponenten zu integrieren und individuelle Anwendungs-kombinationen zu ermöglichen. [64] Dabei wird anbieterseitig auch bei Middleware vom „Application Server“ oder der „Application Server Plattform“ gesprochen. [65] In einer SOA hostet, nach Gartner, ein Applikations-Server die Applikationsdienste und Services und übernimmt die Rolle des Technologieträgers.[66] Daraus folgt, dass die SOA in den Mittelpunkt der Softwareentwicklung rückt, in der individuelle kalibrierbare Dienste in Anspruch genommen und kombiniert werden können. Diese Dienste sollen von überall aus zugänglich sein (Rolle der Middleware) und die größte Verbreitung und Standardisierung bietet das Internet. Dadurch wurde die Kombination des Web Service, das auf XML Standards basiert.[67] Dies sind Schnittstellen, die zur Kommunikation beispielsweise zwischen Webserver und Datenbank oder der Anwendungen und Dienste untereinander genutzt werden, aber allgemein auch zur Kommunikation zwischen zwei oder mehr Anwendungen[68]. Beispiele hierfür wären der Websphere Application Server von IBM, Oracle Fusion oder SAP NetWeaver.[69]
4.2 Web Services Von einem Web Service spricht man, wenn man eine Anwendung oder einen Geschäftsprozess durch Service Provider oder Softwarefirma ausgeführt beziehungsweise durch die Software automatisiert wird. Das ist noch nicht das eigentlich neue an der Anwendung des Web Service. Die technische Neuerung dabei ist, dass der Service Web basierend ist. Dies erhöht die Ablaufgeschwindigkeit von Geschäftsprozessen und die Kompatibilität enorm und führt zu einer Verbesserung der Economies of Scale und zu globalen übergreifenden Standards wie XML[70] Ein Application Server oder eine Applikations-Server Plattform ist dabei für die Interoperabilität zuständig.[71] Somit ist es für den Anwender nicht mehr von Bedeutung, wer oder wie die Operation koordiniert und durchgeführt, sondern nur noch das eine Verarbeitung stattfindet. Diese Plattformneutralität ist für den Anwender also von größter Bedeutung und alle großen Softwareunternehmen wollen an dieser Entwicklung partizipieren.[72] Deswegen wurde der Standard SOAP (Simple Text Access Protocol) entwickelt, welcher die plattformübergreifende Kompatibilität von XML Dokumenten ermöglicht. Die Web Service Description Language (WDSL) beschreibt die Handlungsabläufe und Parameter der Web Services und standardisiert die Beschreibung und ermöglicht systemübergreifende Kommunikation.[73] Das Universal Description, Discovery and Integration Protocol (UDDI) gibt eine Struktur vor, in der die Firmen ihre Daten anordnen sollen und wie diese registriert werden, wodurch eine freie Kombination von Services erreicht werden soll, die alle oben genannten Standards unterstützen sollen.[74] Nach den Analysten von IDC sind Web Services Architekturen ein Verteiltes [75] “…computing model using a standardized approach to dynamic component connectivity and interoperability using specific open connectivity standards including IP and select XML-based standards such as Simple Object Access Protocol (SOAP) and Web Services Description Language (WSDL).”
Web Services sind nach Tracy Gardner von IBM, die den Begriff geprägt hat: [76] “Web services are interoperable building blocks for constructing applications”[77] Dabei kann man die Vorgehensweise in drei einfache Operationen zusammenfassen: „Publish, find, bind“[78] Diese Architektur der Software die den Prinzipien folge leistet wird als Service Oriented Architecture bezeichnet, worauf in Kapitel 4.3 näher eingegangen wird. Web Service Plattform sind nach der Definition von Gartner Host für Web Services. Das bedeutet, es ist die Laufzeitumgebung für die Services und Applikationen, also der Ort, wo diese benutzt werden. Gartner unterteilt Web Service Plattformen in vier Kategorien:[79]
Die Provider Plattform stellt den Web Service zur Verfügung, bildet also die Laufzeitumgebung, die Konsumer Plattform hostet die grafische Benutzeroberfläche.[80] Die Produktions-Plattform stellt eine Entwicklungsumgebung bereit die sieben Prozessschritte beinhaltet: Design, Modellierung, Erstellung, Zusammenfassung, Prozessdefinition, Automatisierung und Veränderlichkeit. Die Automatisierung verbindet auch die Laufzeitumgebung für die darunter liegenden Architekturen wie Enterprise Java Beans Komponenten von Sun oder .net von Microsoft mit den ausführenden Schichten. Die Management Plattform ist für die Koordination der Services nötig. Jedoch können die Systeme ohne Automatisierung nicht plattformübergreifend kommunizieren. Somit ist beispielsweise einem MS .net System nicht möglich SUN Enterprise Java Beans basierende Dienste zu verwalten.[81] Wie in Abbildung 7, einer 4 Felder BCG-Matrix zu sehen ist, spielen bei Web Service Plattformen die Software und Service Anbieter IBM, Microsoft, SAP und Oracle die dominierende Rolle. Auf die Strategie großer Softwareanbieter wird in Kapitel 5 detaillierter eingegangen. Die Anbieter wissen, dass eine übergreifende Standardisierung zu einem „Survival of the fittest Service“ führen würde und werben zwar mit XML Standards, diese lassen sich jedoch nicht wahllos kombinieren. Eine plattformübergreifende Kommunikation und Datenaustausch ist durch Middleware bzw. so genannte „Connectors“ möglich.[82] Anbieterkonform soll jedoch die modulare Struktur von SOA die Anpassungsprobleme lösen.
4.3 Service Oriented Architecture SOA ist im Allgemeinen eine Sammlung von Diensten auf die über ein Netzwerk zugegriffen werden kann. Diese Dienste können auch miteinander kommunizieren. Es können entweder einzelne Dienste einfachen Datenaustausch koordinieren, oder aber auch viele Dienste Aktivitäten untereinander managen.[83] Das Marktforschungsunternehmen IDC unterstreicht bei der Serviceorientierung noch die schnelle Reaktionsfähigkeit auf Kundenbedürfnisse, die durch die standardisierte Kommunikation zwischen den Diensten erreicht werden kann.[84] Die Analysten von Gartner differenzieren SOA noch stärker in vier Bereiche:[85] · Ursprüngliche Softwareanwendungen die neu formatiert wurden, um SOAP zu unterstützen · Komplett neue SOA Anwendungen · Zusammengesetzte SOA Geschäftsprozessanwendungen, die alte Anwendungen miteinander verschmelzen · Modulare Programmsammlungen SOA kann also in Echtzeit Geschäftsprozesse ausführen und dies auch webbasierend durch die Einhaltung der Standards SOAP und WDSL. Dadurch wird es möglich die Dienste sonst autonomer Systeme in den Geschäftsablauf zu integrieren und individuell die Dienste zu mischen. Die Abbildung 8 zeigt, wie die AJAX-Technologien in Service Orientierter Architektur durch das mischen von verschiedensten Modulen dem Nutzer am Ende einfach als einheitliche Oberfläche im Browser präsentiert wird. Damit soll SOA eine Plattformunabhängigkeit erreichen und der Nutzer sollte an keinerlei Vorgaben gebunden sondern kann direkt auf der Präsentationsschicht, dem Browser, die Dienste nutzen. Die Anbieterunabhängige und -übergreifende Kombination ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. Abbildung 9 veranschaulicht den Zusammenhang zwischen SOA und Web 2.0 und gleichzeitig ist es die Strategie, die Microsoft seiner Softwarearchitektur im Bereich Unternehmenssoftware zugrunde legt. [86] Dabei wird deutlich, dass der Schnittpunkt von Web 2.0 und SOA im Bereich der Web Services liegt, wobei Web 2.0 die Consumer Trends und SOA die Businesstrends verfolgt. Diese Überschneidung von SOA und Web 2.0 wird schon länger diskutiert und dabei können zwei Aspekte unterschieden werden:[87] 1.) SOA hat zentrale Steuerungsinstanzen der Prozesse und Services, bei Web 2.0 liegt gerade ein Hauptmerkmal in der Dezentralisierung 2.) Die soziale Komponente fehlt bei SOA, da es sich an Businesskunden richtet – bei Web 2.0 steht dagegen die Gemeinschaft im Vordergrund Dabei wird deutlich, dass die Geschäftsmodelle der Anbieter unterschiedlich sind und nicht von der Strategie für Web 2.0 Technologien gesprochen werden kann. Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Strategien der Service und Softwareanbieter.
5 Geschäftsmodelle und Marktstrategien Im Businesssoftwarebereich sieht IDC für das Jahr 2006 eine hohe Anzahl von Mergers & Acquisition in den Segmenten Infrastruktur, Information, Applikationen, Kommunikation und im Bereich Services.[88] Im Bereich der SOA im speziellen sieht IDC für das Jahr 2006 voraus, dass vorkonfigurierte Lösungen, Serviceapplikationen als Softwarepakete abgeliefert werden. [89] Dadurch wird deutlich, dass die Marktteilnehmer vorwiegend die großen Software- und Infrastrukturanbieter sich gerade neu positionieren. Das On Demand -, oder auch Software as a Service genannten Geschäftsmodell wird immer attraktiver für die Anbieter. Außerdem werden die Softwarevermittlung (Software Brokering) und das Consulting weiter an Bedeutung gewinnen. [90] Die Strategie der großen Softwareanbieter, kleine Internetstartups und auf Web Services orientierte Firmen aufzukaufen wird sich fortsetzen.[91] Daraus läßt sich Schlussfolgern, dass alle großen Marktteilnehmer strategische Übernahmen tätigen werden, um an den kommenden netzbasierenden Trends zu partizipieren. Die Service Strategie der Softwareanbieter scheint vernüftig, da immer mehr individuelle Lösungen gesucht werden, die keine Prozessanpassungen mehr benötigen und fast alle Großkunden die Standardkomponenten schon einsetzen und dadurch sich nur noch durch Spezialisierung Marktanteile hinzugewonnen werden können. Eine klare Voraussage der strategischen Positionierung einzelner Teilnehmer kann ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Für die Softwareanbieter ist jedoch klar, dass eine neue Kurz-, Mittel- und Langfristige Planung nach eine zurückhaltenden Phase in den Jahren 2001-2004 und eine Konsolidierung nötig ist, um auf die neuen Technologien zu reagieren und nicht neuen Anbietern den Erfolg zu überlassen.[92] Ein voraussagbarer Trend ist jedoch die Integration von Mobile Middleware, Integration Middleware in die vorhandene Architekturen.[93] Für reine Web 2.0 Startups bieten sich weniger Möglichkeiten der Umsatzgenerierung als für große Software- und Serviceanbieter. Kostenloser Vertrieb der Software oder den Diensten kann nur durch Werbung oder Support ersetzt werden um rentable Investitionen zu generieren. Lizenzgeschäfte mit Internetservices gestalten sich schwierig, da zunächst eine Zielgruppe um die Webseite aufgebaut werden muss, um diese attraktiv zu machen, was nicht möglich ist, wenn für den Dienst direkt gezahlt werden soll.[94] Eine Möglichkeit dies zu umgehen ist es, durch den Anwendern selbst die Möglichkeit zu geben eigene Inhalte der Webseite hinzuzufügen, wobei dadurch die Möglichkeiten der Umsatzgenerierung eingeschränkt werden. Es erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass dann mehr Menschen die Seite nutzen. [95] Eine Kapitalisierung des Marktanteils kann also erst dann stattfinden, wenn eine Basis von Inhalt und Nutzern geschaffen wurde.[96] Betriebswirtschaftliche Faktoren wie Innovation, Effizienz und Kompetenz werden ausschlagebend für den Erfolg und für die Investionsfreudigkeit der Wagniskapitalgeber sein.[97] Falls diese Faktoren nicht eingehalten werden, können große Anbieter das Produkt leicht imitieren und in ihre Lösungen integrieren. Das diese Verdrängungsstrategie aber nicht immer erfolgreich sein muss und auch der Markteintritt neuer Wettbewerber möglich ist, lässt sich am Open Source Geschäftsmodell aufzeigen. Dabei muss man den Microsoft Strategen zustimmen, „(…) dass die Qualität kommerzieller Produkte durch Open-Source-Produkte erreicht und (teilweise) sogar übertroffen werden kann.“. Diese haben in internen Dokumenten 1998 vor der Gefahr von Open Source Programmen gewarnt.[98] [99] 8 Jahre später hat sich das Open Source Geschäftsmodell etabliert und wird auch von großen Anbietern wie IBM unterstützt. Vor allem die geringen Markteintrittsbarrieren sind zum einen der Vorteil für die Internetstartups und jedoch der Nachteil einiger etablierter Anbieter, die auch deswegen die Standardisierung durch J2EE Plattformen oder XML noch nicht übergreifend unterstützen.[100] Durch stark differenzierte und abgestimmte Services wäre es sonst möglich von großen Anbietern Marktanteile zu übernehmen, da diese einfach in bestehende Abläufe integriert werden könnten.[101] Das für IT Unternehmen rentable Customzing würde somit veringert. Daraus resultiert die langfristige Strategie der Softwareanbieter sich dauerhaft auf die globale Dezentralisierung der Services einzustellen und plattformübergreifende Web Services zu etablieren.[102] Mittelfristig verläuft der Trend dahingehend, durch SOA modulare Applikationen zu erstellen und in die bestehenden Systeme zu integrieren. Weiterhin wird versucht durch XML Standards die Kommunikation zwischen den verschienden Ebenen von Software zu ermöglichen und daraus Prozessautomatisierungen herzuleiten.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick In der momentanen Situation ist der Begriff „Web 2.0“ als Marketinghype zu sehen. Eine wissenschaftliche Aussage oder eine genaue Definition des Begriffs ist ebenso wenig möglich, wie die klare Formulierung einer Geschäftsstrategie. Viele Unternehmen nutzen den Trend, um alten Wein in neuen Schläuchen zu vertreiben; was früher Application Service Provision genannt wurde, wird nun unter dem Namen On-demand oder Software as a Service verkauft. Die Marktübertreibung haben auch die großen Anbieter wie IBM realisiert, doch es wird argumentiert, dass die Art der Nutzung des World Wide Webs und die Einstellung sich durch den Trend auch dauerhaft ändern wird.[103] Der IBM Web Futurist David Boloker reduziert den AJAX Trend auf den folgenden Satz: [104] „As
Dadurch wird eine neue Art der Integration des Internets in den Alltag erreicht – Privat und auch beruflich. Das Orwellsche Schreckenszenario der totalitär staatlichen Überwachung wird ersetzt durch soziale Kontrolle und Bewertung der Gemeinschaft im Netz, wie es Nietzsche angedacht hatte. Welche Konsequenzen sich daraus für das Individuum allgmein und für den Arbeiter im speziellen ergeben ist nicht klar ersichtlich, jedoch wird es einschneidende Veränderungen hinsichtlich der Kommunikation und der Arbeitseffizienz geben. Durch weitreichende Vernetzung des Alltags wird die Anonymität im Internet der virtuellen Realität weichen. Dieser Entwicklung wird im 2006 jedoch nicht mehr so zweifelhaft begegnet wie 10 Jahre zuvor, da die Vorteile noch die Nachteile überwiegen.[105] Ein öffentlicher AJAX basierender Kalender wie Zimbra es anbietet, wäre einerseits für bestimmte Personengruppen komplett sichtbar sein, andererseits übernehmen dadurch automatisierte Tools administrative Tätigkeiten im Alltag, steigern die Effizienz während und die Bequemlichkeit nach der Arbeit. Hinsichtlich der Auswirkungen auf Unternehmensoftware läßt sich der Trend hin zur Interoperabilität und Portablität erkennen. Dabei soll der Schnittpunkt zwischen Privat- und Business Nutzer auf Ebene der Web Services liegen die eine höhere Wertschöpfung für Beide bewirken soll. Globale Mensch zu Mensch Kommunikation soll genauso möglich sein, wie globale Kommunikation der Rechner untereinander und die Mensch Maschine Interaktion. Die Konvergenz der Endgeräte und deren Eigenschaften wird erreicht durch Nutzung netzwerkbasierterer Applikationen und Rechnenleistungen, sowie deren dezentralen Speicherkapazitäten. Es dient somit nur noch als standardisierte Kommunikationsschnittstellen zum Anwender und seinen Bedürnissen. Sei es privat als soziales Wesen, beruflich oder als „Mashup“. Durch die modulare Struktur und die standdardisierten Schnittsellen der nächsten Softwaregeneration sollen auf die Bedürnisse zugeschnittene Services eine prozessspezifische Effizienzsteigerung trotz komplexer Integrationsverfahren erreichen. Inwieweit wirtschaftliche Machtansprüche einzelner Marktteilnehmer der kollektive Produktionsprozess entgegenwirken könnten, muss abgewartet werden.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Lebenszyklusmodell für XML Technologien 2005 Quelle: Gartner; Hype Cycle for XML Technologies 2005 www.Gartner.com (10/2005)
Abbildung 2: Vergleich von traditionellem mit Ajax Web Applikationsmodell Quelle: Garrett, Jesse James ;
Abbildung 3: Vergleich von Web 1.0 mit Web 2.0 Eigenschaften Quelle: Greenstein, Howard; Web 2.0 Meets the
Abbildung 4: Marktanteile von WWW-Suchmaschinen im Januar 2006 Quelle: Nielsen NetRatings; Top Ten Search Engines www.nielsen-netratings.com (05/2006)
Abbildung 5: Seitenaufrufe bekannter Web 2.0 Seiten Quelle: Alexa; Traffic Rankings www.Alexa.com (05/2006)
Abbildung 6: Taxonomy of Middleware Functionality Quelle: Gartner; Who’s Who in Middleware, 1Q04 www.gartner.com (05/2006)
Abbbildung 7: 4-Felder Matrix von Web Service Plattform Anbietern Quelle: Gartner; Magic Quadrant for Web Service Platforms 2005 www.gartner.com (7/2005)
Abbildung 8: Zusammenhang zwischen AJAX Technologien und SOA Quelle: SOA Journal http://web2.wsj2.com/ (05/2006)
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INTERNET WSDL WWW WIKI
RSS |
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Abbildung 9: Zusammenhang von SOA & Web 2.0
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[1] Vgl. Palm; Die Zukunft des Internet (03/2006)
[2] Vgl. Goldmann; Per Anhalter durch das globale Datennetz (1995), S.13ff
[3] Vgl. Lee; Biography, W3C (2006)
[4] Vgl. Liedke; Venture Capital Investments Up 12 Percent (04/2006)
[5] Vgl. Lee; The Semantic Web (2001), S.1
[6] Vgl. Gartner; Web 2.0: Get Ready for the Next Old Thing (12/2005), S.10
[7] Vgl. Gartner; Web Convergence Positions Google to Become the Digital Hub for a Web-Centric Knowledge Society, S.5
[8] Wie viel Marketing und wie wenig die Bedeutung des Wortes klar ist lässt sich an folgendem Fragebogen erahnen: „Web 2.0 or Star Wars Character?“URL: http://www.cerado.com/web20quiz.htm (14.5.2006)
[9] gleicher Inhalt aber von Microsoft auf der .net Plattform verwendet dem Pendant zu Java 2 Platform Enterprise Edition (J2EE) von SUN
[10] O’Reilly; What is Web 2.0 (09/2005)
[11] O´Reilly, Tim; Compact Definition: What is Web 2.0 (10/2005)
[12] U.a. Sun Microsystems: „The network is the Computer“, J2EE, SAP NetWeaver
[13] Vgl. Lee, Tim Bernard; Biography, W3C (2006)
[14] Vgl. Hansen, Neumann; Wirtschaftsinformatik, Band II, (2005, 9.Auflage), S.508
[15] Vgl. Lee, Tim Bernard; The Semantic Web, Scientific American (2001)
[16] Vgl. Hansen, Neumann; Wirtschaftsinformatik I, (2001, 8.Auflage), S.1049
[17] Vgl. Hansen, Neumann; Wirtschaftsinformatik I, (2001, 8.Auflage), S.1050f
[18] Vgl. Lee, Tim Bernard; The Semantic Web, Scientific American (2001)
[19] Vgl. Lee, Tim Bernard; The Semantic Web, Scientific American (2001)
[20] Vgl. Gartner; The Gartner Glossary of Information Technology Acronyms and Terms (2004)
[21] Vgl. Woods; SAP NetWeaver for Dummies (2004), S.72f
[22] Vgl. IDC; The future for content Applications: A survey of Market Readiness and Technology Trends (2/2006)
[23] Das Pendant von Microsoft ist ATLAS
[24] Vgl. Webopedia Definition;
AJAX (10.5.2006)
[25] Vgl. Garrett, Jesse James;
Ajax: A New Approach to Web Applications (2/2005)
[26] Vgl. IDC; Hot topic for Web Developers:
Ajax and Remote Scripting (12/2005), S.4
[27] Vgl. ZDnet; Donoghue, Andrew; Google lays foundations for Office rival (16.5.2006)
[28] Vgl.: IDC; Hot topic for Web Developers:
Ajax and Remote Scripting (12/2005), S.9
[29] Vgl.: Gartner; Hypecycle for Wireless Networking 2005 (29.6.2005)
[30] Vgl.: IDC; Hot topic for Web Developers:
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[31] Vgl.: eWeek; Hicks; Google Earth’ Ready to Travel the World (05/2005)
[32] Google Maps; http://maps.google.com/ (16.5.2006); Die Karte basiert eigentlich auf Macromedia Flash
[33] Google; http://www.google.com/apis/maps/ (16.5.2006)
[34] Andere Beispiele wären: Chicaco Crime Statistik oder www.local.live.com (grafische Echtzeitstaumelder) und Reiseanbieter
[35] Microsoft; www.local.live.com – Bird`s Eye imagery in (12.5.2006)
[36] Nielsen/netRatings; Top Ten search Engines; http://www.nielsen-netratings.com/pr/pr_060424.pdf (2/2006)
[37] Gartner; Magic Quadrant for Information Access Technology (10/2005)
[38] Gartner; Cool Vendors for Web 2.0, 2006 (03/2006)
[39] CNet; News Mapping with Live plasma Technology
[40] Deli.cio.us ist eine Internetplattform für die Sammlung von Lesezeichen in Form von Tags, siehe Kapitel 3.4
[41] Vgl. Die Zeit Online; Zeh: Es werde Linux (03/2006), S.1
[42] Vgl. Die Zeit Online; Zeh: Es werde Linux (03/2006), S.3
[43] Vgl. Gartner; Cool Vendors for Web 2.0, 2006 (03/2006)
[44] Vgl. www.rubyonrails.org (16.5.2006)
[45] Vgl. IBM Developer Networks (15.5.2006)
[46] Webcast ist eine Radio- oder TV-Sendung, die über Internetseiten verbreitet wird.
[47] Vgl. Chaosradio Webcast; Web 2.0 – Verheißungen und Realität des neuen Webs (5.5.2006), ab min. 77
[48] Vgl. Boyd, Stowe; Are Your ready for social Software? (05/2003)
[49] Vgl. www.ebay.com, www.amazon.com
[50] Vgl. Die Zeit Online; Sixtus; Die Humanisierung des Netzes (08/2005)
[51] Vgl. Scott-Joynt; What Myspace means to Murdoch (7/2005)
[52] Vgl. Golder, Huberman; The Structure of Collaborative Tagging Systems (2005)
[53] Auch Yahoo! oder Google suchen nach Metadaten, aber nicht spezielle nach Weblogs; Flickr und de.licio.us gehören zu Yahoo!
[54] Vgl. http://www.foaf-project.org/ (19.5.2006)
[55] Vgl. Hansen, Neumann; Wirtschaftsinformatik, Band I, 8.Auflage (2001), S. 1146ff
[56] Akamai Technology Overview (19.5.2006)
[57] Vgl. O´Reilly: What is Web 2.0, (2005)
[58] Vgl. Hansen, Neumann; Wirtschaftsinformatik, Band I, 8.Auflage (2001), S. 925f
[59] Vgl. Gartner; Who is who in Middleware (2/2004)
[60] Gartner; The Gartner Glossary of Information Technology Acronyms and Terms, www.gartner.com (19.5.2006)
[61] Vgl. IDC; What is Middleware (11/2005)
[62] IDC; Byron, What is Middleware (11/2005)
[63] Vgl. Zvi; Entity/Relationship and Relational Models (1997)
[64] Vgl. IDC; What is Middleware (11/2005)
[65] Vgl. Red Hat http://www.redhat.com/software/rha/appserver/
[66] Vgl. Gartner; The Gartner Glossary of Information Technology Acronyms and Terms (2004)
[67] Vgl. Gartner; The Gartner Glossary of Information Technology Acronyms and Terms (2004)
[68] Vgl. Webopedia; Definition von Middleware
[69] Vgl. Gartner; Who is who in Middleware (2/2004)
[70] Vgl. Messerschmitt, David G.; Software Ecosystem (2005), S.260ff
[71] Vgl. ebd., (2005), S.261
[72] Vgl. ebd., (2005), S.262
[73] Vgl. Gartner; The Gartner Glossary of Information Technology Acronyms and Terms
[74] Vgl. UDDI, Definition (19.5.2006)
[75] IDC; Heiman; IDC’s Software Taxonomy, (2/2005)
[76] Wustemann, Judith: Realising the potential of Web Services (2006), S.5f
[77] Vgl. Gardner; An Introduction to Web Services (2001)
[78] Vgl. Gardner; An Introduction to Web Services (2001)
[79] Vgl. Gartner; Plummer; Four Platforms Will Dominate Web Services Markets (01/2002), S.2
[80] Vgl. ebd. (01/2002), S.3f
[81] Vgl. ebd. (01/2002), S.4
[82] Vgl. Gartner: SOA and Web Services Offer Little Vendor
Independence (04/2004)
[83] Vgl. Barry; SOA Definition (2006)
[84] Vgl. IDC; Worldwide SOA-Based Services 2006-2010 Forecast (03/2006), S.26
[85] Vgl. Gartner; Service-Oriented Business Applications Show Their Potential (2003)
[86] Vgl. eWeek; Taft; Microsoft Seeks to Bridge Web 2.0 and SOA (02/2006)
[87] Vgl. Hinchcliffe; Web2.0 Blog, Archive (12/2005)
[88] Vgl. IDC; IDC Predictions Summary 2006 (12/2005), S.5
[89] Vgl. IDC; Ahorlu; Worldwide Services Group Top 10 Predictions (03/2006)
[90] Vgl. IDC; Worldwide Software 2005-2009 Forecast Summary (12/2005), S.161
[91] Vgl. IDC Predictions 2006: It’s Gut-Check Time as Disruptive Business Models Gain Traction (11/2005)
[92] Vgl. IDC; Software Companies of the Future (6/2005)
[93] Vgl. IDC; Worldwide Software 2005-2009 Forecast Summary, S.161 (12/2005)
[94] Vgl. Dharmesh; Hype, Reality, or the Future? (12/2005)
[95] Vgl. Dharmesh; Hype, Reality, or the Future? (12/2005)
[96] Vgl. IDC Predictions 2006: It’s Gut-Check Time as Disruptive Business Models Gain Traction (11/2005)
[97] Vgl. Dharmesh, Shah: Hype, Reality, or the Future? (12/2005)
[98] Bekannt geworden sind die sogenannten Halloween Dokumente, durch die Vebreitung des Hackers und Open Source Akivisten Eric Raymond auf seiner Webseite
[99] Wikipedia Halloween Dokumentehttp://de.wikipedia.org/wiki/Halloween-Dokumente; Vgl.: http://www.catb.org/~esr/halloween/;
[100] Vgl.IDC Predictions 2006: It’s Gut-Check Time as Disruptive Business Models Gain Traction (11/2005)
[101] Vgl. Dharmesh: Hype, Reality, or the Future? (12/2005)
[102] Red Herring; SAP Chalks out 2006 Road Map (12/2005)
[103] Vgl. Computerworld NZ; Hedquist; Web 2.0 is hot (22.5.2006)
[104] Vgl. Computerworld NZ; Hedquist; Web 2.0 is hot (22.5.2006)
[105] Vgl. Chaosradio Webcast; Web 2.0 – Verheißungen und Realität des neuen Webs (5.5.2006), ab min.77
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